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Titelaufnahme

Titel
Auswertung einer Inventur im Schutzwald Finkenberg / von Andreas Dorrighi
VerfasserDorrighi, Andreas
GutachterLexer, Manfred Josef
Erschienen2010
UmfangVII, 161 Bl. : Ill., graph. Darst.
HochschulschriftWien, Univ. für Bodenkultur, Dipl.-Arb., 2010
Anmerkung
Zsfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)Schutzwaldinventur, Steinschlag, Diversität, Verjüngung
Schlagwörter (EN)rockfall protection, forest inventory, diversity, regeneration
Schlagwörter (GND)Finkenberg / Schutzwald / Waldinventur
URNurn:nbn:at:at-ubbw:1-10762 Persistent Identifier (URN)
Zugriffsbeschränkung
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Auswertung einer Inventur im Schutzwald Finkenberg [2.15 mb]
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

In dieser Arbeit wird eine Stichprobeninventur in einem 37.5ha grossen Waldgebiet in der Gemeinde Finkenberg im vorderen Zillertal, Tirol in bezug auf Schutzfunktionalität gegen Steinschlag, Baumartendiversität und Verjüngungszustand ausgewertet. Stichprobenpunkte wurden sowohl auf einem 100x100m Raster als auch als Zusatzpunkte für Bestände erhoben, die weniger als drei Rasterpunkte beinhalteten. Insgesamt wurden 53 Stichprobenpunkte in 13 Beständen aufgenommen. Verwendet wurden Winkelzählproben mit Zählfaktor 4 für Bäume mit BHD>4.0cm, zwei fixe Probekreise für Verjüngungsindividuen zwischen 10cm Höhe und 4cm BHD. Zusätzlich wurden auf einem 300m2 Probekreis Standorts- und Bestandesmerkmale angesprochen. Die Schutzfunktionalität wurde nach NaiS beurteilt, Baumartendiversität wurde mittels der Indikatoren nach Shannon und Simpson sowie der Eveness charakterisiert. Auftreten von Verjüngung wurde mittels Präferenzindikatoren in Abhängigkeit von Standortsmerkmalen, Bodenvegetation und Lichtindikatoren aus Hemiview-Fotografien analysiert. Die Schutzfunktionalität wurde in Abhängigkeit der unterstellten Blockgrösse für 47-53% der Stichprobenpunkte als zumindest ausreichend beurteilt, für 21-34% der Punkte als nicht gegeben eingeschätzt. Die Entwicklungstendenz wurde wegen abnehmender Stammzahlen (60%) und vermehrter und grösserer Lücken (50%) als tendenziell schlechter werdend eingeschätzt. Auf 58% der Erhebungspunkte wurde Verjüngungsnotwendigkeit beurteilt. Auf diesen Punkten war allerdings nur in 23% der Fälle Verjüngung (durch Fichte) vorhanden. Insgesamt waren zwar Verjüngungspflanzen von Fichte, Tanne, Bergahorn und Vogelbeere vorhanden, allerdings nicht durchgehend in allen Höhenklassen und auf allen Punkten. Insbesondere in der Höhenklasse >30cm war Verjüngung spärlich vertreten und in hohem Ausmass verbissen. Es wurden keine durchgängigen konsistenten Muster des Auftretens von Verjüngung in Abhängigkeit von Lichtindikatoren oder Indikatoren der Bestandesdichte gefunden.

Zusammenfassung (Englisch)

Inventory data from a 37.5ha forested slope in Finkenberg in Tyrol is analysed with a focus on rockfall protection, diversity in tree species and the regeneration status. Tree and site data had been sampled on a 100x100m grid with additional samples in all stands with less than three grid points. Overall, a total of 53 samples in 13 stands were taken. Forest inventory used angle count sampling for trees with DBH >4.0cm plus two concentric plots of fixed size (1.0m and 2.0m) for small trees from10-130cm in height and 0-4cm DBH, respectively. Site and stand characteristics wererecorded on a 300m2 sample plot around each grid point. Rockfall protection functionality is evaluated according toNaiS, the tree species diversity is assessed employing Shannon-Weaver index, the Simpson index and the eveness. The occurrence of regeneration is analysed with preference indices which relate the presence of specific regeneration features to site, stand and light regime indicators derived from hemispherical photography. Depending on rock size, the rockfall protection effect of current vegetation was assessed as satisfactory for47-53%of all plots, 21-34% of allplots were evaluated as having no protection effect against rockfall. Future development of protection functionality is expected to decrease due to decreasing stem numbers (60% of all plots) and increasing gap number and size (50% of all plots). For 58% of all sample plots regeneration was considered necessary, but just at 23% of these plots regeneration was actually present (mainly Picea abies). Overall, regeneration comprised of Picea abies, Abies alba, Acer pseudoplatanus and Sorbus torminalis. However, these species were not present in all size classes and not at all plots. Seedlings are particularly sparse in height classes larger 30cm. Browsing was most severe in larger size classes and included also Picea abies. No general and consistent pattern of regeneration occurrence and indicators of the light regime and stand density were found.