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Titelaufnahme

Titel
Modellrechnungen zur Energie- und Proteinversorgung von Bio-Milchkühen der Rasse Fleckvieh / vorgelegt von Martina Wiesinger
VerfasserWiesinger, Martina
GutachterKnaus, Wilhelm Friedrich
Erschienen2008
UmfangV, 78 Bl. : graph. Darst.
HochschulschriftWien, Univ. für Bodenkultur, Dipl.-Arb., 2008
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)Modellrechnungen, Bio-Milchkühe, Energie- und Proteinversorgung
Schlagwörter (EN)Model calculations, dairy cows under organic conditions, energy and protein supply
Schlagwörter (GND)Biologische Viehwirtschaft / Fleckvieh / Milchkuh / Grundfutter / Kraftfutter / Proteinversorgung / Numerisches Modell
URNurn:nbn:at:at-ubbw:1-10673 Persistent Identifier (URN)
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Modellrechnungen zur Energie- und Proteinversorgung von Bio-Milchkühen der Rasse Fleckvieh [0.28 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Aufgrund der rechtlichen Rahmenbedingungen und der teilweise schweren Verfügbarkeit von biologischen Kraftfuttermitteln sollte im Zuge von Rationsberechnungen der Kraftfuttereinsatz und die Nährstoffversorgungssituation von Bio-Milchkühen überprüft werden. Die Modellrechnungen wurden mit dem Programm Super-Ration für 5 verschiedene Leistungsniveaus (5.000 bis 9.000 kg Milch/Laktation) durchgeführt. Die 3 Grundfutterrationstypen Grünland hoch (GL hoch), Grünland niedrig (GL niedrig) und Grünland+Maissilage (GL+MS) unterschieden sich in der Qualität und Zusammensetzung der verwendeten Grundfuttermittel. Als Energieergänzung diente eine Getreidemischung und als Proteinergänzung wurden Ackerbohnen, Erbsen, Kürbiskernkuchen, Sonnenblumenkuchen und getrocknete Biertreber eingesetzt. Aus den Modellrechnungen geht hervor, dass eine Ergänzung mit Energiekraftfuttermitteln bereits bei einer Leistung von 5.000 kg Milch erforderlich ist, während Proteinkraftfuttermittel erst bei 6.000 (GL niedrig), 6.500 (GL+MS) und 7.000 (GL hoch) kg Milch benötigt werden. Der geringste Gesamt- aber gleichzeitig höchste Proteinkraftfutterverbrauch ist bei der Ration GL+MS zu verzeichnen. Bezogen auf die Art des Proteinkraftfutters ist der Verbrauch von Kürbiskernkuchen am geringsten. Unter Berücksichtigung der Mobilisation von Körperreserven können Leistungen von rund 6.500 kg Milch bei GL niedrig und 8.500 kg Milch bei GL hoch und GL+MS erzielt werden. Die Modellrechnungen verdeutlichen, dass die Nährstoffdefizite bei 9.000 kg Laktationsleistung zu hoch sind, um bei Einhaltung der Kraftfutter-Einsatzgrenzen über das aufgenommene Futter abgedeckt zu werden. Solche Höchstleistungen können in der Praxis nur bei bester Grundfutterqualität, optimalem Fütterungsmanagement, hohem Mobilisationsvermögen und somit einer guten genetischen Ausstattung der Tiere erreicht werden.

Zusammenfassung (Englisch)

Due to the current legal situation and the problems in availability of organic concentrates, organic dairy cows need for concentrates and the animals nutrient supply was investigated. Rations were calculated for 5 different performance levels (5,000 to 9,000 kg lactation performance) using the program “Super-Ration”. The 3 forage ration types forage high quality, forage low quality and forage + maize silage differed in quality and composition. Energy was supplemented through a mixture of grains and a mixture of five protein sources (field beans, peas, pumpkin seed cake, sunflower cake and dried brewers grains). The results of the model calculations showed that a supplementation of energy-rich concentrates was already necessary at a lactation performance of 5,000 kg, while protein-rich concentrates weren`t required until production levels reached 6,000 (forage low quality), 6,500 (forage + maize silage) and 7,000 (forage high quality) kg of milk. The ration forage + maize silage required the smallest total amount of concentrates, but the highest level of protein-rich concentrates. With regard to the type of protein-rich concentrate, the intake of pumpkin seed cake was the lowest. When taking mobilisation of body reserves into account, performances of 6,500 (forage low quality) and 8,500 kg milk (forage high quality and forage + maize silage) could be reached. The model calculations showed that the nutrient deficiencies at a lactation performance of 9,000 kg were too serious to be reduced to a normal physiological level by feeding these rations, taking into account the restrictions on feeding concentrates. In practice, such top performances can only be achieved with best forage quality, optimal feeding management, high mobilisation of body reserves and consequently a proper genetic makeup of the animals.