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Titelaufnahme

Titel
Treibhausgasemissionen von Systemen der Rind- und Lammfleisch-Erzeugung / vorgelegt von: Christoph Neumayr
VerfasserNeumayr, Christoph
Betreuer / BetreuerinZollitsch, Werner
Erschienen2012
UmfangIV, 97 Bl. : graph. Darst.
HochschulschriftWien, Univ. für Bodenkultur, Masterarb., 2012
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (DE)Treibhausgasemissionen Rindermast Lämmermast Enterogene Fermentation
Schlagwörter (EN)greenhouse gas emissions beef lamb enteric fermentation
Schlagwörter (GND)Lammfleischproduktion / Rindfleischproduktion / Treibhausgas / Emission
URNurn:nbn:at:at-ubbw:1-10502 Persistent Identifier (URN)
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Treibhausgasemissionen von Systemen der Rind- und Lammfleisch-Erzeugung [1.37 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Um Strategien zur Reduktion von Treibhausgasemissionen (THGE) aus der Landwirtschaft entwickeln zu können, müssen die verschiedenen Produktionssysteme hinsichtlich ihrer THGE analysiert werden. Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, die THGE von in Österreich typischen Rind- und Lammfleisch-Erzeugungssystemen darzustellen. Dafür wurden die Produktionssysteme intensive Stiermast, Stier-Wirtschaftsmast, Ochsenmast, Kalbinnenmast, Jungrindermast, Altkuhmast sowie intensive und weidebasierte Lämmermast mit Hilfe von Modellrechnungen untersucht. Bezogen auf verschiedene Produkteinheiten (je kg Schlachtkörper, je kg Muskelfleisch, etc.) zeigen die Lämmermastsysteme höhere THGE als die Rindermastsysteme. Wichtige Gründe dafür sind die niedrigere Schlachtausbeute und der geringere Fleischanteil der Lämmer. Die niedrigsten THGE finden sich bei den Stiermastsystemen. Diese zeichnen sich durch eine hohe Wachstumsintensität sowie einer guten Schlachtausbeute mit hohem Fleischanteil aus. Allerdings spielt auch der Anteil der Muttertiere an den THGE eine wichtige Rolle: Erfolgt eine Kälberaufzucht in der Milchviehhaltung, ergibt sich ein Vorteil gegenüber der Mutterkuhhaltung, da die THGE der Milchkuh zu einem großen Teil der Milchproduktion zugerechnet werden. Geht man von einem gleichen Aufzuchtsystem aus, bewegen sich die THGE der Ochsen-, Kalbinnen- und Stiermast auf einem ähnlichen Niveau. Für die THGE je ha Nutzfläche spielt die Besatzdichte eine entscheidende Rolle. Daher schneiden hier jene Systeme am besten ab, die auch extensivere Standorte nutzen. Die enterogene Fermentation tritt bei allen Systemen als größte Emissionsquelle hervor. Systeme mit hoher Fütterungsintensität zeigen hier, aufgrund der leichter verdaulichen Ration, niedrigere Anteile. Extensivere Systeme zeigen dafür niedrigere Anteile bei den THGE aus den Bereichen Wirtschaftsdünger, Treibstoffverbrauch, Mineraldünger- und PSM-Einsatz sowie Landnutzungsänderungen.

Zusammenfassung (Englisch)

In order to develop strategies for reducing greenhouse gas emissions (GHGE) from agriculture, the production systems have to be analyzed in a first step. The aim of this study was to to quantitatively assess the GHGE from typical Austrian beef and lamb production systems. Via model calculations, the production systems bull fattening (intensive), bull fattening (semi-intensive), oxen (steer) fattening, heifer fattening, suckler-beef production, cull cow fattening, lamb fattening (intensive) and lamb fattening (pasture-based) were analyzed. Related to various product units (per kg carcass, per kg of meat, etc.), lamb production systems show higher GHGE than beef production systems. The lower carcass yield and the lower meat proportion of the lambs are important reasons for these results. Bull fattening systems show the lowest GHGE per product unit. They are characterized by high growth intensity and good carcass yield with a high meat proportion. The GHGE from the mother (dairy cow, suckler, ewes) are also a very important influencing factor. Calf rearing in dairy production systems results in an advantage over suckler systems, because a great part of the GHGE from the dairy cow can be attributed to the milk production. If steers, heifers and bulls originate from the same rearing systems, the GHGE of the different beef production systems are at a similar level. Stocking density is an important factor for the GHGE per hectare of farmland. Extensive production systems therefore show lower GHGE per hectare. In all systems, enteric fermentation is the main source of GHGE. Due to the higher digestibility of the diet, systems with higher feeding intensity show lower GHGE from enteric fermentation. In contrast, extensive production systems show lower GHGE from farm manure, fuel consumption, fertilizer and pesticide use and land-use change.