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Titelaufnahme

Titel
Probleme und Ansätze der Verbissschadensbewertung : Diskussion der Hilfsmittel zur Erhebung und Bewertung von Verbiß- und Fegeschäden des BFW im Vergleich mit anderen Bewertungsverfahren / eingereicht von Erhard Ungerböck
VerfasserUngerböck, Erhard
Betreuer / BetreuerinSekot, Walter
Erschienen2010
UmfangV, 76 Bl. : graph. Darst.
HochschulschriftWien, Univ. für Bodenkultur, Masterarb., 2010
Anmerkung
Zsfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (DE)Verbiss Verbissschaden Verbissschadensbewertung Hilfsmittel zur Erhebung und Bewertung von Verbiß- und Fegeschäden
Schlagwörter (EN)browsing damage by browsing valuation of damage by game animals
Schlagwörter (GND)Wildverbiss / Bewertung / Methode
URNurn:nbn:at:at-ubbw:1-10464 Persistent Identifier (URN)
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Probleme und Ansätze der Verbissschadensbewertung [0.96 mb]
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Der rechtliche Anspruch von Waldeigentümern gegenüber den Jagdpächtern zum Ersatz von Wildschäden macht eine Bewertung derselben notwendig. In Österreich dokumentieren die „Hilfsmittel zur Erhebung und Bewertung von Verbiss- und Fegeschäden“ des BFW das am weitesten verbreitete Bewertungsverfahren für Verbissschäden. Mit dieser Arbeit werden allgemeine Probleme und offene Fragen der Verbissschadensbewertung aufgegriffen. Aufbauend auf dem Vergleich der „Hilfsmittel“ mit anderen Bewertungsverfahren werden methodische Schwachstellen aufgezeigt und mögliche Lösungsansätze erörtert. Wesentlich für jede Bewertung von Verbiss ist zunächst eine konkrete Schadensdefinition, die ihrerseits eine klare Zielsetzung der Waldwirtschaft voraussetzt. In forstökonomischen Betrachtungen wird als Eigentümerziel in der Regel das Streben nach Einkommen unterstellt. Vor diesem normativen Hintergrund werden potentielle ökonomische Folgen von Verbiss aufgezeigt und aus der Literatur methodische Anforderungen an ein Bewertungsverfahren abgeleitet. Ein Vergleich etablierter Bewertungsverfahren zeigt, welche Schadenskomponenten bislang auf welche Weise erfasst werden. Weder eine einzelbaumorientierte Betrachtung noch die Erfassung von Verbissprozenten sind für eine Bewertung, die aktuellen Forderungen (SOLL-IST Vergleich, Orientierung an der Zahl unverbissener Pflanzen) entspricht, ausreichend. Die Analyse der „Hilfsmittel“ zeigt ferner, dass einige vereinfachende Modellannahmen nur unzureichend empirisch begründet sind und dass das Bewertungsverfahren insgesamt nicht vollständig konsistent ist. Durch die komplexen Zusammenhänge und den lange Zeitraum zwischen dem Verbissereignis und dem Wirksamwerden des Schadens in Form von Ertragseinbußen, können die Folgen von Verbiss zu dem Zeitpunkt zu dem sie zu bewerten sind nur sehr unsicher abgeschätzt werden. Um diesem Problem zu begegnen, wird die Entwicklung einer den ganzen Kultursicherungszeitraum umfassenden Bewertungskonzeption angeregt.

Zusammenfassung (Englisch)

In Austria, the land-owner is entitled to claim financial compensation from the tenant of the hunting right for damage caused by game in terms of browsing. This legal requirement necessitates the valuation of the respective damage. For this purpose, the ‘Hilfsmittel zur Erhebung und Bewertung von Verbiß- und Fegeschäden published by Pollanschütz are widely used. The thesis investigates the specific problems of valuation. By confronting the ‘Hilfsmittel with alternative approaches, methodological shortcomings and possibilities for respective improvements are to be identified. A precise definition of damage which reflects the goals of forest management is a prerequisite for any respective assessment. In the context of compensation of browsing-damage it is usually assumed, that it is the owners aim to generate income from their forests. The thesis considers potential economic consequences of browsing and shows, whether and how they are covered by established methods of valuation. To cope with the complex situation concerning the effects of browsing in the context of valuation, simplifying assumptions have to be made. The thesis reveals, that the ‘Hilfsmittel are, at least partially, based on disputable assumptions and appear not to be entirely consistent. In general, concepts that focus on the single tree or the proportion of browsed trees do not meet recently stipulated requirements of sound valuation. In order to better cope with the problem of uncertainty and complex relationships between the act of browsing and future impacts on earnings it is suggested to develop a scheme of valuation covering the whole time span until the stand as such is no longer endangered by browsing.