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Titelaufnahme

Titel
Abschätzung des langjährigen Bodenabtrages in einem kleinen landwirtschaftlich genutzten Einzugsgebiet mit Hilfe von Geowepp / eingereicht von: Gerald Wurm
VerfasserWurm, Gerald
GutachterKlik, Andreas
Erschienen2009
UmfangII, 123 S. : Ill., graph. Darst.
HochschulschriftWien, Univ. für Bodenkultur, Dipl.-Arb., 2009
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)Bodenerosion Landwirtschaft Geowepp Simulationsmodell
Schlagwörter (EN)soil erosion agriculture geowepp simulation model
Schlagwörter (GND)Mistelbach <Verwaltungsbezirk Mistelbach> / Bodenerosion / Modell
URNurn:nbn:at:at-ubbw:1-10408 Persistent Identifier (URN)
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Abschätzung des langjährigen Bodenabtrages in einem kleinen landwirtschaftlich genutzten Einzugsgebiet mit Hilfe von Geowepp [4.74 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Mithilfe des Bodenerosionsmodells GeoWEPP wird über einen langen Zeitraum in einem landwirtschaftlich genutzten Einzugsgebiet die Menge an Bodenverlust berechnet. Mit Klimadaten, Bewirtschaftungsdaten, einem Höhenmodell und Bodenkennwerten ist das Modell imstande, Abfluss, Sedimentabtrag und -ablagerung sowie Sedimentaustrag quantitativ abzuschätzen. Das Untersuchungsgebiet ist 13,25 ha groß und befindet sich im Bezirk Mistelbach in Niederösterreich. Es ist in vierzehn unterschiedlich große und steile Feldstücke unterteilt, die mit verschiedenen Fruchtfolgen und einem Waldstück genutzt werden. Die Simulationsperioden erstrecken sich von 1960 bis 1989 und von 1990 bis 2007. Der berechnete Sedimentaustrag aus dem 13,25 ha großen Areal beträgt von 1960 bis 1989 3680 Tonnen. Das ausgetragene Material im Zeitraum von 1989 bis 2007 macht mit 6636 Tonnen bei weitem mehr aus. Der Grund für den großen Anstieg an Bodenerosion ist die Erhöhung der Anzahl der erosiven Niederschläge. Analysiert man die Parameter Gefälle, Flächeninhalt und Bedeckungsgrad, kommt heraus, dass das Gefälle die Hauptkomponente darstellt. Am steilsten Hang finden am öftesten und quantitativ die meisten Bodenverluste statt. Da alle Feldstücke ähnliche Bedeckungsgrade (prozentueller Anteil an Vegetation der Gesamtfläche) während der erosiven Niederschläge aufweisen, lässt sich nur sehr schwer feststellen, welche Rolle die Vegetation spielt. Eines kann man jedoch beobachten: je steiler der Hang, desto weniger Einfluss hat der Bedeckungsgrad einer Fläche auf die Verhinderung von Erosion. Somit kann man als Kernaussage dieser Arbeit folgendes anmerken: Je flacher und/oder kleiner landwirtschaftliche Flächen sind, desto weniger sind sie anfällig für Bodenverlust, auch bei eventuell stärker werdenden Niederschlagsmengen und Intensitäten in der Zukunft. Zusätzlich kann ein möglichst hoher Vegetationsanteil den Boden vor Verlusten schützen.

Zusammenfassung (Englisch)

Using the soil erosion model GeoWEPP, the quantity of soil erosion is calculated in a small agriculture area over a long time period. With information about the climate, vegetation, altitude and soil, the system is able to assess and quantify the runoff, soil loss, soil deposition and sediment yield. The investigation area is 13.25 hectare in size and is situated in the district of Mistelbach in Lower Austria. The area is divided into fourteen fields, varying in size and steepness, which are used for different crop rotation as well as for forestry. The time horizons of the simulation are 1960 to 1989 and 1990 to 2007. The calculated sediment yield results in 3680 tons from 1960 to 1989. Due to increased erosive precipitations during the period of 1989 to 2007, the simulation shows a quantity of 6636 tons of eroded material, much higher than in the first simulation period. When analyzing the downward slope, surface area and ratio of coverage, one can observe, that the variable downward slope has the biggest influence on erosion. The quantitatively largest erosion takes place on the steepest slope. Because all the fields have similar ratios of coverage (vegetation as a percentage of the total area) during the precipitations, it is difficult to evaluate the influence of the vegetation. However, the results show that the steeper the slope, the less influence the ratio of coverage has on the prevention of erosion. In summary, the following conclusions can be made: If an area is flat and small, it is more unlikely that erosion will happen than on steeper fields, also with an increase of precipitation frequency or a bigger intensity in the future. In addition, a high percentage of vegetation in the area can protect the soil from erosion.