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Titelaufnahme

Titel
Genetische Diversität als Basis für den Artenschutz am Beispiel der Krebsschere (Stratiotes aloides L.) mit Schwerpunkt auf Wien und Niederösterreich / Agnes Steyrer
VerfasserSteyrer, Agnes
Betreuer / BetreuerinBernhardt, Karl Georg ; Hameister, Steffen
Erschienen[2014]
UmfangGetr. Zählung : Ill., graph. Darst.
HochschulschriftWien, Univ. für Bodenkultur, Masterarb., 2014
Anmerkung
Zsfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (DE)Hydrocharitaceae, AFLPs, molekulare Differenzierung, genetischer Fingerabdruck, Donauau, Rote Liste, autochthon
Schlagwörter (EN)Hydrocharitaceae, AFLPs, molecular Differentiation, genetic Fingerprinting, Danube Wetland Woods, Red List, autochthonous
Schlagwörter (GND)Niederösterreich / Wien / Donau / Wasseraloe / Genetische Variabilität / Artenschutz
URNurn:nbn:at:at-ubbw:1-10395 Persistent Identifier (URN)
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Genetische Diversität als Basis für den Artenschutz am Beispiel der Krebsschere (Stratiotes aloides L.) mit Schwerpunkt auf Wien und Niederösterreich [1.62 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die Krebsschere (Stratiotes aloides L.) ist eine in Österreich heimische Wasserpflanze, deren natürliche Bestände innerhalb ihres Verbreitungsgebietes in Europa stark zurückgegangen sind. In Österreich weist die Art nur noch wenige autochthone Vorkommen auf. Die Krebsschere steht auf der Liste vom Aussterben bedrohter Pflanzenarten und ist daher streng geschützt. Mit Hilfe von genetischen Fingerprints (AFLPs) werden im Rahmen dieser Arbeit die genetische Diversität der und eine Differenzierung zwischen den Populationen in Wien (2 Pop.) und Niederösterreich (3 Pop.) ermittelt. Darüber hinaus werden die genetische Diversität und Differenzierung der Art auf einer größeren geografischen Skala untersucht. Hierfür wurden die österreichischen Populationen sowie vier Populationen aus Deutschland und ein Bestand aus den Niederlanden analysiert. Die verwendeten Primerkombinationen lieferten insgesamt 820 Fragmente, welche für die anschließende Berechnung der molekularen Diversität und Populationsdifferenzierung berücksichtigt wurden (PCoA, AMOVA, Re-Allocation, Neighbour-Joining). Für Österreich zeigen die Ergebnisse von PCoA und Neighbour-Joining keine klare Trennung zwischen den Beständen. Anhand der gewonnenen Daten und im Vergleich mit einer ex-situ Schutzsammlung können die untersuchten Populationen aus Österreich als autochthon angesehen werden. Entgegen unserer Erwartung zeigte eine AMOVA, dass die Variation zwischen den Populationen geringer ist als innerhalb der Populationen. Basierend auf den Untersuchungen scheint die genetische Diversität innerhalb der österreichischen Populationen größer zu sein, als bisher angenommen. Der Vergleich zwischen den Beständen der drei Länder lässt eine deutliche Trennung in die Flusssysteme Rhein/Eider und Donau erkennen. Dies sind wichtige Informationen für weitere Schutzmaßnahmen, um ein effizientes Konzept zum in-situ Schutz sowie zur Förderung der Art im Gebiet der Donauauen in Niederösterreich und der Lobau aufzubauen.

Zusammenfassung (Englisch)

Watersoldier (Stratiotes aloides L.) is a native hydrophyte in Austria, whose natural stands have decreased significantly within its range in Europe. The species only occurs in few autochthone stands in Austria. It is listed as “critically endangered” in the red list of endangered plant species and therefore strictly protected. This master thesis aims to determinate genetic diversity and differentiation within and among the recent populations in Vienna (2 populations) and Lower Austria (3 populations) by using a genetic fingerprinting method (AFLP). Furthermore genetic diversity and differentiation on a larger scale have been analysed. For this purpose Austrian, German and Dutch populations have been examined. The used primary combinations provided 820 fragments, which were considered for the calculations of molecular diversity and population differentiations (PCoA, AMOVA, Re-Allocation, Neighbour-Joining). The results of PCoA and Neighbour-Joining show no clear separation between the Austrian populations. By comparing generated data and an ex-situ collection, it is claimed that Austrian populations are relatively autochthonous. Contrary to our expectations an AMOVA showed that within wild populations genetic interpopular variability is lower than intrapopular variability. Based on our examinations genetic diversity within Austrian wild populations seems to be higher than expected. The results of a comparison between populations of the three countries indicate a separation between the river systems Rhine/Eider and Danube. This is important basic information in order to establish an efficient concept for in-situ protection and stimulation of the species of Austria in the remaining areas located in the riparian zones of the river Danube.