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Titelaufnahme

Titel
Fischbestandserhebung im Unterlauf der Traisen und deren Nebengewässern / eingereicht von Elisabeth Sigmund
VerfasserSigmund, Elisabeth
Betreuer / BetreuerinWaidbacher, Herwig
Erschienen2010
Umfang74 S. : Ill., graph. Darst.
HochschulschriftWien, Univ. für Bodenkultur, Masterarb., 2010
Anmerkung
Zsfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (DE)Renaturierung Donau Traisen Augewässer LIFE+ Projekt Fisch
Schlagwörter (EN)Restoration Danube Traisen backwaters and wetlands LIFE+ Project Fish
Schlagwörter (GND)Traisen <Fluss> / Unterlauf / Fischbestand
URNurn:nbn:at:at-ubbw:1-10122 Persistent Identifier (URN)
Zugriffsbeschränkung
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Fischbestandserhebung im Unterlauf der Traisen und deren Nebengewässern [2.24 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die niederösterreichische Traisen ist ein stark modifizierter Fluss aufgrund der durchgehenden Regulierung und Abtrennung von seinen Augebieten. Dazu kommt, dass die untere Traisen in einem künstlich geschaffenen Flussbett fließt, welches aufgrund mehrerer Sohlschwellen eine Kette von Stauhaltungen verursacht. Obwohl der Fluss mitten durch die ehemaligen Donau-Auen fließt, gibt es keine natürliche Verbindung des Hauptflusses mit den Nebengewässern. Untersuchungen der Fischartengemeinschaft in der unteren Traisen zeigten eine Dominanz von wenig anspruchsvollen Arten. Migrationshindernisse und ungeeignete Laich- bzw. Juvenilhabitate führten zu einer Reduktion von rheophilen Arten (insbesondere Cypriniden). Die unzureichende Dynamik und der Mangel an natürlichen Störungen sind Faktoren, die zu einer Verlandung der kleinflächigen Nebengewässer führen. Typische Aufischarten (Karausche, Schlammpeitzger) sind gefährdet, ihren Lebensraum zu verlieren. Vergleiche mit früheren Befischungen an der Traisen verdeutlichen die ökologischen Auswirkungen von stark genutzten epipotamalen Flüssen auf die Fischfauna. Einige nach der Roten Liste oder FFH-Richtlinie geschützten Arten sind inzwischen aus der Traisen verschwunden. Ihr Einwandern aus der Donau ist unwahrscheinlich, sofern weiterhin unpassierbare Schwellen existieren und sich die Bedingungen in der Traisen nicht ändern. Die Renaturierung der Traisen im Zuge des LIFE+ Projekts wäre wünschenswert, sofern eine Anbindung des Hauptflusses an seine Augebiete erfolgt und natürliche/naturnahe Dynamik zugelassen wird. Es werden daher positive Effekte für die Fischartengemeinschaft erwartet.

Zusammenfassung (Englisch)

The Traisen River is a highly altered stream due to channelization and disconnection of its floodplains. Additionally, the lower Traisen flows in an artificial riverbed with several river bottom steps which led to a sequence of impounded reaches. Although the river runs through the former Danubian floodplains before entering the Danube River, there is no natural interaction between the main stream and side channels or oxbow lakes. Investigations of the fish community in the floodplains of the lower Traisen River showed dominance of eurytopic species. Migration barriers and unsuitable spawning and/or nursery habitats led to a decline of rheophilic species (especially cyprinids). Insufficient dynamics and lack of natural disturbances are factors which lead to siltation in small ponds. Highly specialized species (crucian carp, weatherfish) are vulnerable to lose their habitat. Comparisons of former investigations in the Traisen River demonstrate the ecological impacts of highly altered epipotamal rivers on fish communities. Some species listed in FFH directive or in IUCN red list disappeared and are unlikely to reestablish in the Traisen River due to migration barriers and unsuitable habitats. The restoration of the lower Traisen River in the course of the LIFE+ Project would be preferable, if reconnecting the main channel with its floodplains and enabling natural dynamic processes are allowed. Positive effects on the fish community in the floodplains and the main channel are expected.