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Titelaufnahme

Titel
Der Ressourcenplan als Beitrag zu einer nachhaltigen Regionalentwicklung : gezeigt am Beispiel der Region Mühlviertel / eingereicht von Bettina Hellein
VerfasserHellein, Bettina
GutachterWeber, Gerlind
Erschienen2010
UmfangIV, 148, II S. ; Ill., graph. Darst., Kt.
HochschulschriftWien, Univ. für Bodenkultur, Dipl.-Arb., 2010
Anmerkung
Zsfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)Ressourcenplan, Ressourcenplanung, Ressourcenplanungsinstrument, Szenarienmodellierung, Zielplanung, strategische Planung, nachhaltige Regionalentwicklung, nachhaltiger Entscheidungsprozess, ökosystemare Funktionsfähigkeit, Strategien der nachhaltigen Regionalentwicklung, regionale erneuerbare Ressourcen
Schlagwörter (EN)resource planning, scenario modulation, strategic planning, sustainable decision making process, sustainable regional development, regional development strategies, regional renewable resources
Schlagwörter (GND)Mühlviertel / Erneuerbare Ressourcen / Zielbildung / Regionalentwicklung / Nachhaltigkeit
URNurn:nbn:at:at-ubbw:1-9789 Persistent Identifier (URN)
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Der Ressourcenplan als Beitrag zu einer nachhaltigen Regionalentwicklung [3.54 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Der Mühlviertler Ressourcenplan ist ein Instrument zur Ressourcenplanung, das gerade in Entwicklung ist. Auf Basis erneuerbarer regionaler Ressourcen werden mittels Prozess-Netzwerk-Synthese ökonomisch optimierte Szenarien der Lebensmittel-, Energie- und Rohstoffversorgung für das Mühlviertel modelliert. Diese werden ökologisch und makroökonomisch bewertet. Ziel dieser Arbeit ist es, den Ressourcenplan am Beispiel der Region Mühlviertel auf seinen Beitrag zu einer nachhaltigen Regionalentwicklung zu untersuchen. Als erstes wird der MÜRP als Planungsinstrument der Ressourcenplanung anhand der Literatur und Planungen natürlicher Ressourcen aus der Praxis beschrieben sowie seine Funktionen im globalen Spannungsfeld der Ressourcennutzung beleuchtet. Weiters wird er anhand eines nachhaltigen Entscheidungsprozesses und der Anforderungen der ökosystemaren Funktionsfähigkeit bewertet. Zudem wird der MÜRP als Strategie der nachhaltigen Regionalentwicklung diskutiert und im MÜRP-Umfeld innerhalb der Region betrachtet. Das Resultat präsentiert den MÜRP als ein Instrument, dessen Ergebnis ein strategischer Plan für ein Entwicklungsszenario ist und zur Zielplanung eingesetzt werden kann. Im Spannungsfeld der Ressourcennutzung ist der MÜRP befähigt einen nachhaltigen Rahmen für Szenarien festzulegen sowie den ökologischen Druck und die Versorgungsbilanz mit regionalen Ressourcen zu erheben. Unter nachfolgenden Bedingungen kann der MÜRP als Instrument der Nachhaltigen Entwicklung eingesetzt werden. Die MÜRP-Rahmendefinition muss sich am Modell des Nachhaltigkeits-Eis orientieren. Dies ermöglicht es den MÜRP im Entscheidungsprozess für nachhaltige Entwicklung zur strategischen Vorprüfung von Systemvarianten einzusetzen. Dafür muss die Rahmendefinition an den ökologischen und sozialen Systemgrenzen orientiert werden, so auch an der Erhaltung der ökologischen Funktionsfähigkeit. Weiters zeigt das Ergebnis, dass der MÜRP Potenzial hat den Selbstorganisationsprozess in der Region zu fördern und Informationsbasis für bestehende Initiativen im MÜRP-Umfeld zu liefern. Umgekehrt können diese einen Beitrag zur Umsetzung neuer Versorgungssysteme leisten, z.B. durch regionale Entwicklungsinstrumente. Zudem kann die Umsetzung gewünschter Rahmenbedingungen durch Instrumente des Naturschutzes, der Raumplanung und der Regionalplanung gesteuert werden.

Zusammenfassung (Englisch)

The Mühlviertler Ressourcenplan is a instrument of resource planning, that is currently in the process of development. Referring to existing renewable resources and general conditions it modulates an economically optimized scenario for regional energy, food, and organic material supply. Therefore, the method of Process-Network-Synthesis is used. In addition, the scenario will be assessed by ecological and macro-economic indices. The aim of this thesis is based on the example of the Mühlviertel to analyse resource planning concerning its contribution to sustainable regional development. First the objective is to characterize the MÜRP as resource planning instrument by comparing its concept with the planning theory and practical examples of resource planning. Also, its functions are discussed in context of the global resource use conflicts. Further, the MÜRP is evaluated as an instrument for sustainable development. The evaluation frames are based on a sustainable decision making process and the requirements of a working ecosystem. Furthermore the MÜRP is compared with strategies for sustainable regional development. In addition, the connections between the ongoing development process in the region and the MÜRP-Process are discussed. The results of this thesis show that the MÜRP is an instrument to bring up a strategic plan for a development scenario and it can be used for target planning. In context of resource use conflicts the MÜRP-functions are able to integrate sustainable conditions and assess the ecological costs as well as the degree of regional resource supply with renewable resources. Considering the following conditions, the MÜRP is a sustainable planning instrument: The MÜRP-framework must be orientated on the model of the sustainable-egg. Hence, it can be used in the sustainable decision-making process for pre-selection of system variations. Therefore the MÜRP-framework must be orientated on the ecological system borders to maintain the ecological capability of ecosystems. Also the MÜRP has potential to supply the regional self-organisation process and to provide a basis of information to the ongoing initiatives in the region. On the other side they are able to support the implementation of new supply systems. Moreover several instruments of regional-, spatial-, and environmental planning can be used to implement conditions.