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Titelaufnahme

Titel
Grundlagen für die Optimierung des Rehwildmanagements im oberösterreichischen Hügelland / eingereicht von Daniela Andrea Widl
VerfasserWidl, Daniela Andrea
Betreuer / BetreuerinReimoser, Friedrich
Erschienen2012
Umfang122 Bl. : Ill., graph. Darst., Kt.
HochschulschriftWien, Univ. für Bodenkultur, Masterarb., 2012
Anmerkung
Zsfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (DE)Rehwild (Capreolus capreolus), Oberösterreich, Scheinwerfertaxation, Faecal Accumulation Rate, Faecal Standing Crop, Verbissanalyse, Logistische Regression
Schlagwörter (EN)Roe deer (Capreolus capreolus), Upper Austria, Spotlighting, Faecal Accumulation Rate, Faecal Standing Crop, Browsing Analysis, Logistic Regression
Schlagwörter (GND)Sankt Georgen an der Gusen / Reh / Populationsdichte
URNurn:nbn:at:at-ubbw:1-9734 Persistent Identifier (URN)
Zugriffsbeschränkung
 Das Werk ist frei verfügbar
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Grundlagen für die Optimierung des Rehwildmanagements im oberösterreichischen Hügelland [2.93 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Das Management von Rehwild (Capreolus capreolus) stellt eine große Herausforderung für die Jägerschaft dar. Da sich jedes Jagdrevier unterschiedlich gestaltet, können Managementansätze nicht ohne Weiteres auf andere Reviere übertragen werden und bedürfen einer individuellen Gestaltung. Darüber hinaus existiert eine Vielzahl an Einflüssen auf die Habitatnutzung durch die Wildtiere, die oftmals nicht adäquat erfasst werden, beispielsweise viele Arten von Störungen. In den letzten Jahrzehnten nahm der Rehwildbestand in Österreich sowie Oberösterreich kontinuierlich zu, wodurch die Notwendigkeit eines effizienten Managements immer mehr in den Vordergrund rückt. Das größte Problem beim Management dieser Schalenwildart ist der Mangel an zuverlässigen Daten über die tatsächlich vorhandenen Rehwilddichten, die zumeist um 20 bis 100 Prozent unterschätzt werden. Die Kernfrage für das Untersuchungsgebiet St. Georgen an der Gusen ist die tatsächliche Rehwilddichte, da die vorgeschriebene Abschusshöhe nicht erfüllt werden kann. Zudem sollte der Verbisseinfluss des Rehwildes auf die Waldvegetation analysiert werden, jedoch ohne eine Beurteilung über Nutzen oder Schaden dieses Einflusses zu liefern. Um die Dichte des Rehwildes auf den landwirtschaftlichen Flächen zu erheben, wurden Scheinwerfertaxationen durchgeführt. Auf den Waldflächen wendeten wir zwei Methoden der Losungszählungen zur Bestandsschätzung an: Faecal Accumulation Rate (FAR) und Faecal Standing Crop (FSC). Die Ergebnisse der Verbissanalyse bildeten die Grundlage für ein logistisches Regressionsmodell, das die treibenden Parameter für den starken Verbiss eines Bäumchens durch das Rehwild identifizierte. Die Scheinwerfertaxationen führten zu einer Rehwilddichte von 33 Tieren/100 ha im Untersuchungsgebiet, wohingegen die Losungserhebungen eine Dichte von 23 Rehen/100 ha (FSC) und 27 Rehen/100 ha (FAR) ergaben. Demnach müsste der Abschussplan mit der vorgeschriebenen Abschusshöhe erfüllt werden können. Die Verbissanalyse zeigte, dass 19,3 Prozent aller untersuchten Bäumchen durch das Rehwild stark verbissen wurden. Das logistische Regressionsmodell umfasste die Parameter Höhenklasse, Baumart, Neigung, Mesorelief und die Randlinien Forststraße, Jungwuchs, Waldrand und Geländeform, wobei 85,1 Prozent aller Fälle richtig klassifiziert werden konnten.

Zusammenfassung (Englisch)

The management of roe deer (Capreolus capreolus) means a challenge for hunters. Each hunting territory is designed differently and has its own special issues, so the management approaches vary from area to area. Furthermore, there are a lot of influences on habitat use that are often not adequately recorded, e.g., all kinds of disturbances. In the last decades, the stock of roe deer increased across Austria as well as Upper Austria, thus the need of an efficient management arises. The most important problem in the management of this game species is the lack of sound data on densities, which are frequently underestimated by 20 up to 100 percent. Exactly this fact plays the most important role for determining the accurate shooting limits for roe deer. The leading question for the study area St. Georgen an der Gusen is the actual density of roe deer, as the prescribed amount of roe deer culls cannot be achieved. Consequently, a sound estimate of the current deer density would allow the hunting community to improve and adapt their way of hunting. In addition, the browsing impact of roe deer in woodland areas should be analyzed in this study, without giving an assessment about damage or benefits of this browsing impact. For the survey of roe deer densities on agricultural areas we applied spotlighting, on woodland areas we used two methods of pellet group counts, i.e., Faecal Accumulation Rate (FAR) and Faecal Standing Crop (FSC). The results of the browsing survey were implemented in a logistic regression model to identify main parameters driving strong browsing impacts. Spotlighting yielded a mean roe deer density of 33/100 ha in the study area, whereas pellet counts estimated 23 individuals/100 ha (FSC) and 27 individuals/100 ha (FAR). So the prescribed amount of shot roe deer could actually be achieved. Browsing analyses showed that 19.3 percent of all investigated little trees were strongly browsed by roe deer. The logistic regression model comprised the predictors altitude, tree species, inclination, mesorelief, forest road, young stand, edge of the forest and the form of the terrain, and classified 85.1 percent of all cases correctly.