Zur Seitenansicht
 

Titelaufnahme

Titel
Optimierung einer SBR-Anlage zur Reinigung hochbelasteter Abwässer aus der Getränkeindustrie / eingereicht von: Rojer Ulrike
VerfasserRojer, Ulrike
GutachterHaberl, Raimund
Erschienen2008
UmfangVII, 134, [63] Bl. : Ill., graph. Darst.
HochschulschriftWien, Univ. für Bodenkultur, Dipl.-Arb., 2008
Anmerkung
Zsfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)Getränkeindustrie SBR-Anlage CSB Sauerstoffeintrag CSB-Massenbilanz
Schlagwörter (EN)beverage industry SBR-reactor COD oxygen enrichment COD mass balance
Schlagwörter (GND)Getränkeindustrie / Kläranlage / SBR-Verfahren / Prozessoptimierung
URNurn:nbn:at:at-ubbw:1-9691 Persistent Identifier (URN)
Zugriffsbeschränkung
 Das Werk ist frei verfügbar
Dateien
Optimierung einer SBR-Anlage zur Reinigung hochbelasteter Abwässer aus der Getränkeindustrie [2.92 mb]
Links
Nachweis
Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Das hochkonzentrierte und starken Schwankungen in Qualität (2500-25000mgCSB/L) und Quantität (5-21m/d) unterliegende Abwasser eines Getränke herstellenden Betriebes sollte aufgrund der hohen Abwassergebühren vor der Einleitung in die Kanalisation einer Teilreinigung in einer einstufigen aeroben Belebungsanlage nach dem SBR- Verfahren unterzogen werden. Die CSB-Konzentration sollte dabei auf ca. 1000mg/L vermindert werden. Das ausschließlich organisch verunreinigte saure (pH3-6) Abwasser wies ein durchschnittliches C:N:P- Verhältnis von 100:0,0:0,4 auf, eine Konditionierung des Abwassers vor der biologischen Behandlung war daher nötig. Das CSB/BSB5-Verhältnis lag bei ca. 2. Zur Auffindung der Anlageneckdaten sowie des Nährstoff- und Neutralisationsmittelbedarfes wurde über einen Zeitraum von ca. 7 Monaten eine Versuchskläranlage betrieben. Nach Beimpfung der Anlage mit Belebtschlamm aus einer kommunalen Kläranlage wurden die Schlammbelastungen von 0,004 bis 0,9kgCSB/(kgTS*d) kontinuierlich gesteigert. Bei einer Schlammbelastung (BTS) von 0,1kgCSB/(kgTS*d) wurde eine maximale CSB-Elimination von 99% (durchschnittlich 71%) erreicht. Die maximale BTS, bei der die Ablaufkonzentration von ca. 1000 mg/L im stabilen Betrieb erreicht wurde, betrug 0,2kgCSB/(kgTS*d). Kurzzeitig waren BTS von bis zu 0,4kgCSB/(kgTS*d) möglich ohne die geforderte Ablaufkonzentration signifikant zu übersteigen. Die Prozessstabilität der VKA wurde durch laufende Laboranalysen des Rohabwassers, des Anlagenzulaufes als auch des Anlagenablaufes kontrolliert. Um ein Überschreiten der gewünschten Ablaufkonzentrationen zu vermeiden und die Nährstoffdosierung zu optimieren wurde eine dynamische Messeinrichtung erprobt. Zur Anwendung kam eine UV-VIS Sonde, mit der CSB- als auch Sauerstoffmessungen durchgeführt werden konnten. Die Kalibration der CSB-Messung via UV-VIS gestaltete sich als schwierig. Die Sauerstoffmessungen wurden zur Durchführung einer CSB-Bilanz gemessen.

Zusammenfassung (Englisch)

Beverage production leads to wastewaters with high quality (250025000mgCOD/L) and quantity (521m/d) variations. In a case study the pre-treatment of such wastewaters in a single stage activated sludge tank was to be investigated with the goal to optimise the biological pretreatment before discharge to the public municipal sewer system to reduce wastewater discharge fees. Therefore, a SBR-reactor was applied in which the original high COD concentrations should be reduced to about 1000mg/L. The wastewater stream was solely loaded with organics, the pH ranged from 3-6 and the averaged proportion of C:N:P was 100:0,0:0,4. Conditioning was required. The averaged COD/BOD5 ratio of the influent was 2. A pilot sequencing batch reactor was operated over a period of about seven months to obtain the necessary information for the SBR full scale design and operation. The operation of the pilot plant was continuously monitored by analysing samples of the raw wastewater, the plant influent as well as the pretreated effluent. After start up by inoculation with sludge from the public WWTP, the pilot plant was operated under steadily increasing sludge loadings from 0,004 to 0,9kgCOD/(kgDM*d). A maximum COD-elimination rate of 99% was achieved at a sludge loading rate of 0,1kgCOD/(kgCOD*d), the mean elimination rate was 71%. To safely achieve the discharge limit of 1000mgCOD/L a mean sludge loading rate of 0,2kgCOD/(kgDM*d), temporarily 0,4kgCOD/(kgCSB*d), was feasible.To prevent the exceedance of the discharge limit under higher loading rates due to peak concentrations and to optimise the metering of nutrients, the application of adapted control using UV-VIS and DO probes was tested. An oxygen based control was evaluated using a COD mass balance. UV-VIS is a promising online technology indicating COD load but the calibration of the system for wastewaters from different beverages turned out to be difficult and should be subject of further investigation.