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Titelaufnahme

Titel
Arbeitsplatz Melkstand niederösterreichischer Fleckviehbetriebe / vorgelegt von Verena Pold
VerfasserPold, Verena
Betreuer / BetreuerinQuendler, Elisabeth ; Jakob, Martina
Erschienen2014
UmfangIX, 201 S. : graph. Darst.
HochschulschriftWien, Univ. für Bodenkultur, Masterarb., 2014
Anmerkung
Zsfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (DE)Melkstand, Arbeitsplatzqualität, Arbeitsbelastung, Kaufentscheidung, Neuanschaffung, Beurteilung, Arbeitshöhe, Arbeistiefe, Muskel-Skelett-Beschwerden
Schlagwörter (GND)Österreich / Milchviehhaltung / Melkstand / Arbeitsbelastung
URNurn:nbn:at:at-ubbw:1-9597 Persistent Identifier (URN)
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Arbeitsplatz Melkstand niederösterreichischer Fleckviehbetriebe [2.58 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die Anzahl an milchviehhaltenden Betrieben ist in Österreich, forciert durch den Strukturwandel, rückläufig, parallel liegt eine Zunahme der Anzahl an gehaltenen Milchkühen pro Betrieb vor. Die technische Ausstattung dieser, der Zufriedenheitsgrad, die Gründe für die Kaufentscheidung und Wahl des Melkstandtyps bei Neuanschaffung sind bis dato nicht bekannt. Die Arbeitsqualität und Arbeitsbelastung des Arbeitsplatzes Melkstand wurde bis jetzt nicht erhoben. Die Evaluierung zur Melkstandtechnik wurde auf zehn österreichischen Fleckviehbetrieben mit 20 melkenden Personen durchgeführt, wobei von den Melkern elf weiblich und neun männlich waren. Zur Befragung dieser wurde ein halbstandardisierter Fragebogen verwendet. Die Daten wurden deskriptiv und analytisch ausgewertet. Die Mehrheit der MelkerInnen war mit ihrer Melktechnik zufrieden. Für den Kauf der vorhandenen Melktechnik war Kundendienst und Service das wichtigste Entscheidungskriterium. Die Arbeitshöhe und Arbeitstiefe war vom Geschlecht, vom Melkstandtyp und kuhindividuellen Faktoren abhängig. Die Frauen molken vermehrt über der Schulterhöhe und die Männer unter der Schulterhöhe. Die Arbeitstiefe überschritt bei dem Großteil der MelkerInnen die Armlänge. Insgesamt gaben 75% der MelkerInnen an, dass sie Beschwerden in irgendeiner Körperregion in den vergangenen zwölf Monaten hatten. Frauen waren häufiger als Männer betroffen. Die Beschwerderate war in den Körperregionen „obere Extremitäten“ und „Rückenregion“ besonders hoch. Das Anhängen des Melkzeuges nannte die Mehrheit der MelkerInnen als körperlich anstrengendste Tätigkeit im Melkstand. Um die Arbeitsbelastung der MelkerInnen im Melkstand zu verringern, ist eine Optimierung der technischen Ausstattung nötig, um geschlechter- und tierspezifische Defizite auszugleichen. Mögliche Optimierungsansätze sind der Einbau eines personenspezifisch adaptierbaren Hubbodens, eines Servicearms oder die Integration eines Indexing-Systems.

Zusammenfassung (Englisch)

Dairy production is an important sector of Austrian agriculture. The number of cows per farm is increasing and the technique of milking parlours is going to be adopted. There is no information about the existing technique in milking parlours, reasons of purchase and evaluation of the technique and milking process available. The influencing factors of workload, musculoskeletal disorders of Austrian milkers and the strenuous physical work task in the milking parlour are unknown. Therefore, a study was carried out on ten dairy farms in Lower Austria with eleven women and nine men. Most of the milkers were satisfied with their milking technique. The most important factor for buying a parlour system was the availability of service. The working height and working depth depended on gender, type of milking parlour and cow factors (days in lactation, number of lactation). Women worked most of the milking time above and men under shoulder height. The horizontal distance between worker and udder was longer than the length of the arms. Three quarter of the questioned milkers had a musculoskeletal discomfort in at least one region of the body in the last twelve months. Women had significantly more disorders than men. The most affected body regions were the back and the upper extremities. Attaching the milking cluster was the most strenuous work task in the milking parlour. For optimizing working height and depth and reducing workload, new techniques can be used like indexing, service arm and an elevated floor.