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Titelaufnahme

Titel
Fallstudien zum Wasserangebot bei Weidegänsen / eingereicht von Speta Nina
VerfasserSpeta, Nina
GutachterWinckler, Christoph
Erschienen2008
UmfangVII, 98 Bl. : Ill., graph. Darst.
HochschulschriftWien, Univ. für Bodenkultur, Dipl.-Arb., 2008
Anmerkung
Zsfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)Wassergeflügel, Gänse, Wasserangebot
Schlagwörter (GND)Gans / Weidehaltung / Wasserbedarf / Tränkeinrichtung
URNurn:nbn:at:at-ubbw:1-9484 Persistent Identifier (URN)
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Fallstudien zum Wasserangebot bei Weidegänsen [1.05 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Eine Umsetzung der EU Bio VO, die den Zugang zu einem Gewässer vorschreibt, ist in Ö. kaum möglich, da natürliche Gewässer durch das Wasserrecht geschützt sind. Deshalb werden in der Praxis künstliche Bademöglichkeiten getestet. Bei der vorliegenden Arbeit handelt es sich um vergleichende Fallstudien. Dabei wurde untersucht, inwiefern sich die Form des Wasserangebots auf das Gefieder und das Verhalten auswirkt. Insgesamt wurden zwei Betriebe mit Rohrtränke (RB) sowie drei Betriebe mit Wasserangebot (WB) in Wannen untersucht. Es wurde mittels scan-sampling die Nutzung verschiedener Bereiche rund um das Wasser aufgezeichnet und der Verschmutzungsgrad bzw. Gefiederzustand beurteilt. In den RB wurde bei der Ersterhebung eine kontinuierliche Fokustierbeobachtung durchgeführt. Es konnten insgesamt keine erheblichen Verschmutzungen festgestellt werden. Für einen Betrieb mit Rohrtränke lag eine tendenziell schlechtere Bewertung vor. Der zweite RB lag in der Größenordnung der WB. Bei der Beurteilung des Gefieders zeigten sich keine deutlichen Unterschiede. Jedoch wiesen beide Varianten scharfe Kanten auf, die sich in Schäden in verschiedenen Körperregionen bemerkbar machten. An den Rohrtränken bzw. an den zusätzlich angebotenen Tränken hielten sich grundsätzlich größere Anteile von Tieren auf als direkt an den Wannen. Die Größe der Wannen ließ nur die gleichzeitige Nutzung durch zwei Tiere zu. Beide RB zeigten neben den Trinkverhalten auch wasserbezogene Verhaltensweisen, die dem Komfortverhalten zugeschrieben werden. Unvollständiges Baden wurde in einem der Untersuchungsbetriebe beobachtet. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass neben der Form des Wasserangebots auch Faktoren wie Gruppengröße und Wasserverfügbarkeit Einfluss nehmen können. Eine praxisgerechte Lösung könnte die Gewährleistung der vorgegebenen Mindest Trinkrinnenseite über Rohrtränken bei zusätzlichem, ständigem Wasserangebot über Wannen sein.

Zusammenfassung (Englisch)

EU regulation requires that organic geese and ducks access to a running water or a lake. This is not possible in Austria due to strict water protection legislation. Therefore it is necessary to find an adequate solution which offers the geese enough possibilities to perform their natural behaviours and fulfil their need related to water. It was the aim of the present case studies to describe different alternatives of water supply with regard to inegrity and cleanliness of plumage and behaviour. The five farms offered pipes as drinking throughs (twice observations) or cut tanks as open drinkers (one observation). In order to evaluate the bodily state, 20 animals from each farm were examined for integrity and cleanliness of the plumage. Using scan sampling, the utilisation of different areas around the water point was recorded. Additionally, behaviour sampling was used to assess the water directed behaviours on the “pipe farms”. There were no major differences in the cleanliness of the plumage except for one farm with pipes which had a significantly higher score indicating more animals with muddy plumage. Plumage condition was generally evaluated as in good or very good condition for all geese. There were more animals present close to the pipes or other water points than close to the troughs, maybe because there was only space for at most two geese. The results showed that geese with access to pipe drinkers show - apart from drinking - also a wide range of water - related activities (head into water, preening with water). Partial bathing activities were observed at only one type of pipe drinker. Besides the type of water supply, it is necessary to take the number of geese, the stocking rate and availability of water as a critical factor into consideration before final conclusions can be drawn. Feasible solution may consist of a combination of both pipe drinkers and water troughs which allow for more diverse behavioural acitivities.