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Titelaufnahme

Titel
Fischökologische Aspekte flussbaulicher Maßnahmen an den Gewässern Drau, Enns und Mur / verf. und eingereicht von: Anna Schwarzmayr
VerfasserSchwarzmayr, Anna
Betreuer / BetreuerinJungwirth, Mathias
Erschienen2012
Umfang211 Bl. : Ill., graph. Darst.
HochschulschriftWien, Univ. für Bodenkultur, Masterarb., 2012
Anmerkung
Zsfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (DE)Drau, Enns, Mur, Fischökologie, Restrukturierungsmaßnahmen, LIFE-Projekte
Schlagwörter (GND)Drau / Enns / Mur / Flussbau / Fische / Tierökologie
URNurn:nbn:at:at-ubbw:1-9459 Persistent Identifier (URN)
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 Das Werk ist frei verfügbar
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Fischökologische Aspekte flussbaulicher Maßnahmen an den Gewässern Drau, Enns und Mur [3.05 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Im Rahmen von EU-LIFE-Projekten an den Flüssen Drau, Enns und Mur wurden im Bereich des Hyporhithrals zur Bewertung der Funktionalität umgesetzter flussbaulicher Maßnahmen Fischbestandserhebungen durchgeführt. Die Aufnahme der Gesamtfischbestände und der Situation in den Maßnahmenbereichen erfolgte mittels Elektrobefischung. Mit Hilfe von Fangzahlen, Biomassen, Individuendichten sowie der exemplarischen Darstellung von Längenfrequenzdiagrammen der Hauptfischarten wird die Entwicklung der fischökologischen Situation über die letzten Jahre an den drei Gewässern aufgezeigt. Weiters werden die aktuellen Befischungen von 2010 an der Drau (Maßnahmenbefischung) und an der Mur (Gesamtbefischung) in eigenen Kapiteln ausführlicher behandelt. Zusätzlich wurden an der oberen Drau in den Jahren 2009 und 2010 anhand der erhobenen Parameter Wassertiefe und Fließgeschwindigkeit die Jungäschenhabitate mittels Nutzungskurven dargestellt. Hierbei zeigt sich, dass je älter und größer die Jungäschen werden, es zu einer Verschiebung der genutzten Habitate in tiefere Gewässerbereiche bzw. rascher fließende Bereiche kommt. Weiters ist aus den Ergebnissen ersichtlich, dass die umgesetzten Restrukturierungsmaßnahmen wie Seitenarme, Aufweitungen und Autümpel eindeutige positive lokale Wirkungen im Artenspektrum und Jungfischbestand erzielen. Eine anhand der Ergebnisse abzuleitende Auswirkung der Maßnahmen auf die gesamte Bestandsgröße und den Populationsaufbau an allen drei Gewässern, ist derzeit nicht nachweisbar. Der nachhaltige Fortbestand der Maßnahmen ist ungewiss, da sich aufgrund der mangelnden Dynamik und des fehlenden Geschiebeeintrags Verlandungstendenzen zeigen, die laufende Adaptierungen notwendig machen. Um diese flussmorphologische Problematik in den Griff zu bekommen sind erhebliche Änderungen der Rahmenbedingungen im Einzugsgebiet erforderlich.

Zusammenfassung (Englisch)

As part of the EU-LIFE projects to rehabilitate the river bed we evaluate the functionality of implemented measures by surveying the fish stock in the upstream regions of the rivers Drau, Enns and Mur. Data sampling of total fish population in aforementioned areas was performed using electro-fishing. By means of catch number, biomass and abundance plus exemplary length frequency diagrams of the main fish species we illustrate the fish-ecological situation during the last few years. Furthermore, current fishing activities throughout 2010 on the Drau River (only in rehabilitated sites) as well as on the Mur (entire river) are discussed in detail in separate chapters. In addition, juvenile grayling habitats monitored during 2009 and 2010 on the Upper Drau River were illustrated by utilization curves on the basis of the parameters water depth and flow velocity. The findings showed that older and bigger juvenile graylings shift to habitats in deeper water or faster flowing areas. Moreover, the results indicate positive local effects on biodiversity and juvenile fish quantity through implemented restructure programs such as side arms, river-bed widenings and floodplain backwaters. However, no detectable improvement of total population size and population structure could be demonstrated by these measures. The further sustainable development of the rehabilitated sites is uncertain, as siltation tendencies occur due to the lack of river bed dynamics and the absence of bedload input, both of which make ongoing adaptions necessary. To deal with this inherent river-morphological problem, significant changes in the conditions of the catchment area are required.