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Titelaufnahme

Titel
Gehölzstrukturen an Hochwasserschutzdämmen : unter besonderer Berücksichtigung der Vegetationsentwicklung am Überströmungsdamm in Deutsch-Wagram (NÖ) / von Filipa Rajic
VerfasserRajic, Filipa
GutachterFlorineth, Florin
Erschienen2009
Umfang208 S. : 1 CD-ROM ; zahlr. Ill., graph. Darst., Kt.
HochschulschriftWien, Univ. für Bodenkultur, Dipl.-Arb., 2009
Anmerkung
Zsfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)Ingenieurbiologie, Weidenspreitlage, Steckhölzer, Vegetationsentwicklung, Salix purpurea, Hochwasserschutzdamm
Schlagwörter (EN)Soil bioengineering, living brush matress, dormant cuttings, vegetation development, Salix purpurea, flood protection levee
Schlagwörter (GND)Deutsch-Wagram <Region> / Hochwasserschutz / Damm / Ingenieurbiologie / Gehölz
URNurn:nbn:at:at-ubbw:1-9424 Persistent Identifier (URN)
Zugriffsbeschränkung
 Das Werk ist frei verfügbar
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Gehölzstrukturen an Hochwasserschutzdämmen [7.53 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Im Rahmen des seit März 2007 in Deutsch-Wagram/Niederösterreich laufenden Forschungsprojektes „Gehölzstrukturen an Hochwasserschutzdämmen“ wird der Einfluss von niedrig bis mittel wüchsiger, flexibler Gehölzvegetation (Weidensträucher) auf die Standsicherheit und Instandhaltung von Hochwasserschutzdämmen untersucht. Dabei ist ein Untersuchungsschwerpunkt die Entwicklung der Vegetation unter den extremen Bedingungen an Hochwasserschutzdämmen. Diese sind vor allem durch starke Bodenverdichtung und trockene Standortverhältnisse geprägt. Im Rahmen dieser Diplomarbeit wurde die Vegetationsentwicklung der auf den Versuchsdämmen ange-wendeten ingenieurbiologischen Bauweisen in der zweiten Vegetationsperiode dokumentiert und ausgewertet. Untersuchte Bauweisen waren: Jutenetz - Strohdecksaat mit Gräser-Kräutern, Steckhölzer, Weidenspreitlage quer und Weidenspreitlage längs. Die Aufnahme der Gräser-Kräuter Ansaat zeigt eine dichte Grasnarbe, wodurch ein hoher Oberflächen-schutz gewährleistet ist. Um die Grasnarbe zu erhalten, ist jedoch eine regelmäßige Mahd notwendig. Bei den Spreitlagen und Steckhölzern wurde ein Anstieg der ober- und unterirdischen Biomasse von Dammkrone zu Dammfuß beobachtet. Vermutlich liegt der Grund in der ansteigenden Wasserverfügbar-keit von oben nach unten. Die Steckhölzer bieten keinen Schutz gegen Tiefenerosion, sondern stellen nur eine punktuell wirksame Bepflanzung dar. Die Weidenspreitlagen gewährleisten einen sofortigen Oberflächenschutz und zeigen schon nach fünf Monaten eine gute Wurzelausbildung. Weiters findet bei den Weidenspreitlagen auch im zweiten Jahr eine hohe Sprossneubildung statt. Das bei der Weidenspreitlage quer untersuchte Wurzel-Spross Verhältnis zeigt, dass die Weiden schon in den ersten zwei Jahren eine hohe Wurzelmasse ausbilden. Gegenüber der Weidenspreitlage längs leistet die Weidenspreitlage quer aufgrund der Querverlegung zur Böschungsneigung einen höheren Widerstand gegen Bodenauswaschung bei Starkregen und Überströmung.

Zusammenfassung (Englisch)

Within the scope of since March, 2007 in Deutsch-Wagram/Lower Austria running research project „Woody structures in flood protection levees“ the influence from low to medium grown, flexible wood vegetation (willow shrubs) is examined for the stability and maintenance of flood protection levees. Besides, an investigation main focus is the development of the vegetation under the extreme conditions in flood protection levees. These distinguish themselves above all by strong soil compaction and dry location relations. Within the scope of this diploma thesis the vegetation development of the soil bioengineering construction methods applied on the test levees was documented and evaluated in the second vegetation period. Examined construction methods were: jute net - straw deck sowing with grass-herbs, dormant cuttings, transversal living brush matress and longitudinal living brush matress. The survey of the grass-herbs sawing shows a dense sod by which a high surface protection is guaran-teed. To keep the sod, nevertheless, a regular mowing is necessary. At the living brush matresses and dormant cuttings an increase of the upper- and subterranean biomass was noticed by levee crest to levee base. The reason presumably lies in the rising water availability from top to bottom. The dormant cuttings don`t offer protection against depth erosion, but they represent only a punctual planting. The living brush matresses guarantee an immediate surface protection and already show after five months a good root formation. Furthermore high shoot regeneration take place with the living brush matresses also in the second year. The root-shoot relation examined with the transversal living brush matress show that the willows form a high root mass already during the first two years. Compared with the longitudinal living brush matress, the transversal living brush matress perform on account of the across laying to the face inclination a higher opposition against ground leaching with strong rain and overtopping.