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Titelaufnahme

Titel
Development and testing of parameters for the hands-on donkey welfare assessment protocol / submitted by Hanna Zedlacher
VerfasserZedlacher, Hanna
Betreuer / BetreuerinWinckler, Christoph ; Leeb, Christine
Erschienen2014
UmfangIV, 93 Bl. : Ill., graph. Darst.
HochschulschriftWien, Univ. für Bodenkultur, Masterarb., 2014
Anmerkung
Zsfassung in dt. Sprache
SpracheEnglisch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (DE)Esel, Wohlergehen, Beurteilung, Qualitative Verhaltensbeurteilung, Äthiopien
Schlagwörter (EN)Donkey, Animal Welfare, Assessment, Qualitative Behaviour Assessment, Ethiopia
Schlagwörter (GND)Äthiopien / Esel / Tierhaltung / Tierschutz / Bewertung / Methode
URNurn:nbn:at:at-ubbw:1-9010 Persistent Identifier (URN)
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Development and testing of parameters for the hands-on donkey welfare assessment protocol [4.8 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die Bedeutung von Arbeitseseln ist in vielen Regionen sehr groß. Vielfach leiden diese Tiere unter Beeinträchtigungen des Wohlergehens. Die Organisation The Donkey Sanctuary arbeitet hier an einer Verbesserung. Um den Effekt der Arbeit zu evaluieren, ist eine standardisierte Beurteilung des Wohlergehens nötig. Bis jetzt beruhte diese rein auf einer subjektiven Einschätzung mithilfe des Hands-on Donkey Welfare Assessment Protokolls. Um eine standardisierte Beurteilung zu ermöglichen, wurden für dieses Protokoll Parameter bestimmt, die einerseits aus bereits bestehenden Protokollen übernommen, andererseits mit DS-Mitarbeitern aus UK und Äthiopien diskutiert und festgelegt wurden. Ein weiterer Aspekt zur Verhaltensbeurteilung war das Qualitative Behaviour Assessment (QBA.). Die endgültige Version wurde an 107 Packeseln in Äthiopien getestet. Bei der Verhaltensbeurteilung zeigten sich 45.8% der Esel apathisch. Dem entsprach die Reaktion auf die Annäherung der Beurteilerin: 44.3% der Tiere bewegten sich nicht, während 31.1% sich wegbewegten. Bei QBA wurden drei Hauptkomponenten extrahiert. Die erste Hauptkomponente „Allgemeine Befindlichkeit“ erwies sich als konsistent über alle drei BeurteilerInnen hinweg. Die Ergebnisse zeigen des Weiteren, dass 98.5% der Esel unterkonditioniert sowie Wunden oder Läsionen hoch prävalent waren (88 % der Tiere mit mindestens einer Wunde/weißer Haarstelle/Narbe). Zudem wurde die Inter-Observer Reliabilität zwischen drei Beobachtern anhand von 32 Eseln getestet. Bei mehr als der Hälfte der Parameter zeigte sich keine zufriedenstellende Übereinstimmung. Tiefergehende Diskussionen rund um die Definitionen und mehr Training sind daher ratsam. Durch die Beurteilung anhand objektiver Indikatoren inklusive der Adaptierung von QBA auf Arbeitsesel ist ein erster Schritt zur Wohlergehensbeurteilung von Eseln auf Populationsebene getan. Es bedarf aber noch einer Weiterentwicklung und zusätzlicher Anwendungen in anderen Regionen und an mehr Tieren.

Zusammenfassung (Englisch)

Donkeys play a crucial role as a work force in many regions worldwide. These animals may suffer from various welfare problems. The animal welfare charity The Donkey Sanctuary (DS) works towards an improvement of this situation. To evaluate the charitys effect, a standardised, animal-based welfare assessment is necessary. So far, this has been carried out subjectively by using the Hands-on Donkey Welfare assessment protocol. In the present study, parameters of existing protocols were collated and discussed with the DS team in order to develop a more elaborate protocol using a standardised approach and including qualitative behaviour assessment (QBA). The final version was tested with 107 pack donkeys in Ethiopia. The results regarding the behavioural assessment show that 45.8 % of the donkeys were apathetic. The reaction to the observer approach supports this result: 44.3 % of the animals did not move whereas 31.1 % moved away. QBA revealed three main components: the first main component described as “General mental state” showed a good overall consistency between the three different observers. The vast majority (98.5 %) of the donkeys assessed had a low body condition score. The prevalence of wounds and lesions was high with 88 % of the animals having one or more wounds including healed lesions. Additionally, inter-observer reliability was tested between three observers by assessing 32 donkeys. It showed an inconsistent rating regarding more than half of chosen parameters. Thus, more in-depth discussions on the definitions and training are highly advisable. The developed welfare assessment protocol including objective parameters and the first adaptation of QBA with working donkeys is one step to a population wide assessment of donkeys. However, further developments and additional testing in different regions and with more animals are necessary.