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Titelaufnahme

Titel
Wissen nimmt Gestalt an : Entwurf eines ethnobotanischen Gartens in Loreto, Ecuador / eingereicht von Susanne Innerhofer
VerfasserInnerhofer, Susanne
GutachterBernhardt, Karl-Georg
Erschienen2008
Umfang100 Bl. : 3 gef. Bl. ; Ill., graph. Darst., Kt.
HochschulschriftWien, Univ. für Bodenkultur, Dipl.-Arb., 2008
Anmerkung
Zsfassung in engl. und span. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)Ethnobotanik, Ecuador, Heilpflanzen, Kichwa, Amazonien, Loreto, Botanische Gartengestaltung, Entwurf, Planung
Schlagwörter (EN)Ethnobotany, Ecuador, Medicinal plants, Kichwa, Amazon, Loreto, Botanic Garden Design, Design
Schlagwörter (GND)Ecuador <Ost> / Amazonastiefland / Quijo / Pflanzen / Lokales Wissen / Ethnobotanik / Botanischer Garten / Planung
URNurn:nbn:at:at-ubbw:1-8949 Persistent Identifier (URN)
Zugriffsbeschränkung
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Wissen nimmt Gestalt an [1.53 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Diese Studie befasst sich mit traditionellem Wissen und Anwendung von Pflanzen der Amazonas-Kichwas des Kantons Loreto, im östlichen Ecuador. Die Ergebnisse der Studie, welche die Beziehung zwischen den Menschen, Pflanzen und der Umwelt zeigen, stellen das Grundgerüst für den Entwurf eines Ethnobotanischen Gartens im Ausbildungszentrum des Dorfes Loreto dar. Ein 1,5 ha großer Sekundärwald wurde als Standort für den Ethnobotanischen Garten ausgewählt. Die dort vorkommende Vegetation wurde mit einem Angehörigen der Kichwa-Kultur analysiert und 150 Nutz- und Heilpflanzen dokumentiert. Bäume repräsentieren den meist verwendeten Habitus mit 48,6%, gefolgt von krautigen Pflanzen mit 22% und Sträuchern mit 16,6%. Insgesamt wurden 32 verschiedene Verwendungsmöglichkeiten aufgenommen. Mit Hilfe von offenen Interviews konnte das Wissen der Kichwas über Nutz- und Heilpflanzen erhoben und die meist verwendeten Pflanzen ermittelt werden. Die Ergebnisse zeigen, dass Ilex guayusa am häufigsten gebraucht wird, gefolgt von Myroxylon balsamum, Cedrela odorata und Banisteriopsis caapi. Insgesamt wurden 352 verschiedene Nutzpflanzen dokumentiert. Jene medizinische Pflanze mit der höchsten SmithS (0,45) ist Maytenus krukovii. Bei der Frage nach der zuletzt verwendeten Heilpflanze steht Maytenus krukovii auch an erster Stelle, das die große kulturelle Bedeutung der Pflanze unterstreicht. Fokus Gruppen wurden durchgeführt, wobei die gesammelten Daten zeigen, dass Heilpflanzen und Ritualpflanzen die größte Bedeutung für die Teilnehmer hatten. Das Konzept dieses Ethnobotanischen Gartens beruht darauf, ein ganzheitliches Bild der Nutzung von Pflanzen in der Kichwa-Kultur zu vermitteln. Der Garten soll als Werkzeug fungieren, um Wissen über Pflanzen und im speziellen über Heilpflanzen zu erhalten und zu fördern.

Zusammenfassung (Englisch)

The present study deals with traditional knowledge of plants and their utilization among the Amazon Kichwa from the canton Loreto. The results of the study that show the relationship between people, plants and the natural environment are projected in a design of an ethnobotanical garden at the Capacity Building Centre of the town Loreto. The construction site for the ethnobotanical garden is a 1,5 hectare secondary forest. The forest was analyzed with a local key informant and 150 different useful species were found. Trees represent the most used habitus accounting a total of 48,6%, followed by 22% of herbs and 16,6% of shrubs. In this study 32 different plant uses were documented and categorized. Open-ended interviews were conducted with the aim of documenting useful species and identifying the most commonly ones used among the Kichwas. The results showed that Ilex guayusa ranked most popular, followed by Myroxylon balsamum, Cedrela odorata and Banisteriopsis caapi. In total 352 different useful plants were collected. The species for medicinal purpose with highest SmithS (0,45) is Maytenus krukovii. When asking people for the recent medicinal plants used, Maytenus krukovii again ranks first. This finding underlines the high cultural significance of the plant. Focus groups were held and the collected data illustrated that medicinal and ritual plants mean most to Kichwas, followed by plants used for handicraft. Edible plants rank afterwards, followed by dye plants and plants used for hunting. The above findings serve as the backbone of the design for the ethnobotanical garden. The garden acts as a tool to preserve and promote the knowledge of plants, focusing mainly on medicinal plants. The concept of the ethnobotanical garden communicates the holistic picture drawn from the investigation on people and plants of the Kichwas.