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Titelaufnahme

Titel
Solid waste and wastewater management in Austria and its possible application in resources-oriented sanitation systems in East Africa / eingereicht von: Fritz Kleemann
VerfasserKleemann, Fritz
GutachterHaberl, Raimund
Erschienen2010
UmfangVII, 65 Bl. : graph. Darst.
HochschulschriftWien, Univ. für Bodenkultur, Master-Arb., 2010
SpracheEnglisch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (DE)Kreislauforientierte Sanitärsysteme, dezentrale Sanitärsysteme, Abfallwirtschaft, Abwasserwirtschaft, Entwicklungszusammenarbeit
Schlagwörter (EN)Resource-Oriented Sanitation, Decentralized Sanitation, Waste Management, Wastewater Management, Development Cooperation
Schlagwörter (GND)Österreich / Ostafrika / Abfallbeseitigung / Abwasserbeseitigung / Entwicklungszusammenarbeit
URNurn:nbn:at:at-ubbw:1-8928 Persistent Identifier (URN)
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Solid waste and wastewater management in Austria and its possible application in resources-oriented sanitation systems in East Africa [1.19 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Im Rahmen des sechsten europäischen Forschungsprogramms zum Thema „Nachhaltige Entwicklung, globale Veränderung und Ökosysteme“ wurde ein Projekt über “Resource-Oriented Sanitation in peri-urban areas in Africa” (ROSA) durchgeführt. Strategische Sanitär- und Abfallpläne wurden für vier Städte in Ostafrika entwickelt, um die beste Lösung für die jeweiligen Bedingungen zu finden. Hierbei traten organisatorische Probleme auf und die Frage stellt sich, ob für diese Städte Strategien oder Empfehlungen von bestehenden Organisationsstrukturen im österreichischen Abfall- und Abwassersektor abgeleitet werden können. Diese Arbeit veranschaulicht beispielhaft die Situation in Österreich auf verschiedenen politischen Ebenen. Um die Situation in Ostafrika darstellen zu können wurden die vier Städte des ROSA-Projektes Arba Minch (Ethiopien), Nakuru (Kenia), Arusha (Tansania) und Kitgum (Uganda) als Beispiele gewählt. Ein Vergleich zwischen Österreich und Ostafrika zeigt nicht nur große Unterschiede auf, sondern auch welche Fehler in der Entwicklungszusammenarbeit vermieden werden können. Speziell in Bezug auf die Finanzierung konventioneller Sanitärsysteme erscheinen Alternativen, wie sie im Zuge des ROSA-Projektes angestrebt wurden, nachhaltiger. Um ressourcenorientierte Sanitärsysteme rentabel zu gestalten, muss sich ein Markt für die entstehenden Recyclingprodukte entwickeln. Gelingt das, kann in allen Bereichen des Systems Wertschöpfung stattfinden. Netzwerke und Verbände spielen im Bereich der Organisation von Abfall- und Abwasserbewirtschaftung eine wichtige Rolle. Diesbezüglich kann vieles vom österreichischen System gelernt werden, da unzählige Verbände und Netzwerke existieren. Um die Qualität des Betriebes und der Wartung optimieren zu können, gilt Kooperation als Erfolgsfaktor. Um Sammlung und Transport zu verbessern, ist es wichtig, schon bestehende Strukturen zu berücksichtigen, um vorhandenes Equipment effizient zu nutzen. Voraussetzungen für eine erfolgreiche Einführung ressourcenorientierter Sanitärsysteme sind, neben Bildung und Aufklärung, die Einbeziehung der lokalen Bevölkerung, rechtlich wirksame Bestimmungen sowie die Unterstützung von Public Private Partnerships.

Zusammenfassung (Englisch)

Within the 6th European framework programme for “sustainable development, global change and ecosystems”, a project for “Resource-Oriented Sanitation in peri-urban areas in Africa” (ROSA) has been carried out. Strategic Sanitation and Waste Plans (SSWPs) were developed for four East African cities to find the best solution for the respective pilot city. The institutional settings of the introduced systems, however, turned out to be a problem. In this context the question arises whether strategies or recommendations can be derived from existing organisational structures in the Austrian solid waste and wastewater sector. Examples are given to demonstrate the current situation, with respect to different political levels in Austria. To describe the situation in East Africa, the four pilot cities of the ROSA project, namely, Arba Minch (Ethiopia), Nakuru (Kenya), Arusha (Tanzania) and Kitgum (Uganda), serve as examples. A comparison between Austria and East Africa shows not only huge differences, but also what mistakes can be avoided in development cooperation. Especially, concerning the financing of conventional sanitation systems, alternative concepts as promoted within the ROSA project seem more sustainable. This research shows that Austria is very effective in solid waste and wastewater management, but that systems can only be sustained with high financial effort. To make sustainable sanitation viable, a market needs to be developed for the recycling products. Then, value can be added at all stages of a resources-oriented sanitation system. Networks and associations play an important role in the organisation of solid waste and wastewater management. In this regard a lot can be learned from the Austrian system, as various associations and networks exist. To improve the quality of operation and maintenance in Africa, cooperation between businesses is a success factor. For collection and transportation it is important to develop a system which involves existing structures to efficiently use available equipment. Prerequisites to successfully introduce resources-oriented sanitation systems are, besides education and involvement of the local population, legally binding regulations as well as the support of public private partnerships.