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Titelaufnahme

Titel
Vergleich der Habitatausstattungen unterschiedlicher Abschnitte der Enns, im Raum Liezen und Gesäuse, aus Sicht der Fischökologie / eingereicht von Andreas Haas
VerfasserHaas, Andreas
Betreuer / BetreuerinJungwirth, Mathias
Erschienen2010
UmfangXI, 102 Bl. : Ill., graph. Darst., Kt.
HochschulschriftWien, Univ. für Bodenkultur, Dipl.-Arb., 2010
Anmerkung
Zsfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)Enns Habitat Ökologie Fisch
Schlagwörter (EN)Enns habitat ecology fish
Schlagwörter (GND)Liezen <Region> / Enns <Fluss> / Gesäuse / Fische / Habitat
URNurn:nbn:at:at-ubbw:1-8874 Persistent Identifier (URN)
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Vergleich der Habitatausstattungen unterschiedlicher Abschnitte der Enns, im Raum Liezen und Gesäuse, aus Sicht der Fischökologie [7.91 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Im Rahmen des LIFE-Projektes "Naturschutzstrategien für Wald und Wildfluss im Gesäuse" durchgeführte Befischungen zeigten große Mängel hinsichtlich Artenvielfalt und ermittelter Biomassen. Der Abschnitt der Enns, beginnend bei der Mündung der Palten bis zum Gesäuse Eingang, wurde durch bauliche Maßnahmen ab 1860 schwerwiegend verändert. Der einstige mäandrierende Verlauf wurde begradigt und die Ufer mittels Verbauungen geschützt. Diese Maßnahmen verhindern seither eine morphologische Dynamik des Flusses, was sich auch auf die Bestände der Fischarten äußerst negativ auswirkt. In dieser Arbeit wurden unterschiedliche Bereiche der Enns anhand von Erhebungen im Gelände und Auswertungen von Luftbildern untersucht, um die möglichen strukturellen Mängel der Fischhabitate in diesem begradigten Flussabschnitt zu bestimmen. Vergleiche mit der Schluchtstrecke im Gesäuse sowie bereits durchgeführten Renaturierungsmaßnahmen wurden anzustellen. Die Parameter Wassertiefe, Fließgeschwindigkeit und Habitatstruktur im Gewässer wurden in unterschiedlichen Abschnitten verglichen um Potentiale für räumlich begrenzte Rückbauten bezüglich ihrer Effekte auf die Habitatverfügbarkeit für Fische zu beleuchten. Durch die so gewonnenen Erkenntnisse kann die weitere Vorgehensweise in diesen Flussstrecken oder vergleichbaren Gewässern dieser Art bestimmt werden. Das Ergebnis dieser Arbeit beschreibt für den Abschnitt Paltenspitz bis Gesäuse Eingang und den darauffolgenden Bereich bis zum Stau des KW-Gstatterboden ähnliche Verhältnisse betreffend der Geschwindigkeiten. Die Tiefenzonen und Strukturen im Bereich Gesäuse Eingang bis KW-Gstatterboden können jedoch im Vergleich zur regulierten Strecke als morphologisch dynamischer bezeichnet werden und weisen differenziertere Verhältnisse diesbezüglich auf. Die umgesetzten Renaturierungsmaßnahmen zeigen eine weitere Erhöhung der Habitatvielfalt.

Zusammenfassung (Englisch)

In the course of the EU LIFE-Project "Conservation strategies for woodlands and rivers in the Gesäuse Mountains" fish stock monitoring showed severe deficits in species diversity and biomass. The section of the Enns River between the mouth of the river Palten and the entrance into the Gesäuse canyon has morphologically been altered since 1860. Former meandering sections were straightened and banks protected. These impacts have prevented river-dynamic processes and led to negative changes in the fish community. In this study different sections of the Enns River were analysed with the help of field data on habitat and aerial photographs. Additionally, comparisons between this straightened section, the canyon section of the Gesäuse, and already implemented morphological mitigations were made. Parameters like water depth, flow velocity, and habitat structure in these different sections were compared to show potential benefits of locally restricted mitigation measures on habitat availability for fish. The output can be used for further morphological improvements of the straightened section or comparable rivers. The straightened section between the mouth of the river Palten and the entrance to the Gesäuse canyon shows similar flow velocity conditions to the caynon stretch itself but water depths and habitat structures are less diverse and less dynamic. Already implemented morphological mitigations show a further increase of habitat diversity.