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Titelaufnahme

Titel
Nachhaltiges Management von Xiphinema index im Weinbau / Andreas Willhauck
VerfasserWillhauck, Andreas
GutachterBohlmann, Holger
Erschienen2012
Umfang75 Bl. : Ill., graph. Darst.
HochschulschriftWien, Univ. für Bodenkultur, Dipl.-Arb., 2012
Anmerkung
Zsfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)Xiphinema index, Nematoden, Weinbau, GFLV, Pflanzenschutz, Biological Soil Disinfection, Anlockung von Nematoden, Nematodenextraktion
Schlagwörter (GND)Weinrebe / Xiphinema index
URNurn:nbn:at:at-ubbw:1-8468 Persistent Identifier (URN)
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Nachhaltiges Management von Xiphinema index im Weinbau [2.24 mb]
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

In der vorliegenden Arbeit sollte ein Managementkonzept für Xiphinema index entwickelt werden. Hierzu wurden mehrere Teilversuche angesetzt, mit denen die folgenden Fragen gelöst werden sollten: a) Welches Extraktionsverfahren eignet sich am besten, um X. index aus Bodenproben zu extrahieren? b) Ist es möglich, X. index aus tieferen Bodenschichten in oberflächennahe Bereiche zu locken? c) Eignet sich das Verfahren der biologischen Bodenentseuchung um X. index abzutöten? Im ersten Versuch wurden die modifizierte Siebmethode nach Flegg, der Oostenbrink-Elutriator, die Hendrickx-Zentrifuge und die Filtermethode nach Baermann mit einander verglichen. Hierbei zeigte sich, dass die Siebmethode nach Flegg am besten geeignet ist, um X. index schnell und zuverlässig aus großen Bodenproben zu extrahieren. Auch der Oostenbrink-Elutriator zeigte gute Ergebnisse, allerdings war es nicht möglich, ebenso große Bodenproben zu extrahieren wie mit der Siebmethode nach Flegg. Sowohl die Hendrickx-Zentrifuge als auch die Filtermethode nach Baermann erwiesen sich als ungeeigneter. Trotz eines Versuchsaufbaus, der es X. index ermöglichte, zehn Wochen in einem Versuchsboden vital zu bleiben, gelang das Anlocken durch lebende Wirtspflanzen nicht. Dies könnte auf verschiedene Gründe zurückzuführen sein: a) Die verwendeten Pflanzen waren keine guten Wirte und besaßen somit auch keine gute Lockwirkung. b) Der eingesetzte Versuchsboden war für die Fortbewegung von X. index ungeeignet. c) Das im Inokulat vorhandene organische Material diente als Nahrungsquelle für X. index. Die Nematode hatte somit keinen Grund eine neue Nahrungsquelle aufzusuchen. Die biologischen Bodenentseuchung und deren Effizienz gegenüber X. index wurden mit Herbie, einem kommerziell erhältlichen Produkt, und Brennnesselblättern, als reinem Naturprodukt, getestet. Hierbei zeigten sich beide Varianten als äußerst effektiv und es konnte schon nach vier Wochen beinahe die gesamte X. index Population vollständig eliminiert werden. Hierbei reichte eine Produktkonzentration von 1% aus. Eine zweiwöchige Behandlung mit der 1%igen Konzentration war nicht ausreichend, um die Gesamtpopulation abzutöten. Die Konzentrationen 0,1% und 0,01% erwiesen sich auch nach vierwöchiger Versuchslaufzeit als nicht effektiv, um die Gesamtpopulation abzutöten.

Zusammenfassung (Englisch)

In this thesis the author tried to develop a scheme for the management of Xiphinema index. For this purpose several experiments were conducted that were supposed to answer the following questions: a) Which extraction procedure is suited best to extract X. index from soil samples? b) Can X. index be lured from deeper soil layers to areas close to ground surface? c) Is the procedure of Biological Soil Disinfestation suited to kill X. index? The first experiment compared the modified sieving method according to Flegg, the Oostenbrink elutriator, the Hendrickx centrifuge and the filtering method according to Bearmann. It concluded that the sieving method according to Flegg is suited best to fast and reliably extract X. index from larger soil samples. The Oostenbrink elutriator also provides good results; however, the method does not allow to work on equally large soil samples at a time as the sieving method according of Flegg. Both the Hendrickx centrifuge as well as the filtering method according to Baermann proved to be less suited. Despite an experimental design that allowed X. index to survive ten weeks in experimental soil, luring the nematodes by means of living host plants did not work. This could be due to several reasons: a) The plants used in the experiment might not have been good host plants and were thus not sufficiently attractive to X. index. b) The experimental soil used might have been illsuited for the movements of X. index. c) The organic material provided with the inoculant might have served as food source to X. index. Thus, the nematodes might not have had reason to find a new food source. The method of biological soil disinfestation and its efficiency against X. index were tested by using Herbie, a commercially available product, and nettle leaves as purely natural product. Both variants proved highly effective. After only four weeks, the X. index populations in both test variants were almost completely eliminated. For this, 1% solutions were sufficient. In contrast to that, a two week treatment with 1% solutions was not sufficient to kill the whole population. Even after a four week test period, the 0,1% and 0,01% solutions of both Herbie and nettle leaves proved ineffective in killing the entire nematode population.