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Titelaufnahme

Titel
Überwachung von Massenbewegungen mittels terrestrischem Laserscanning in der Naturgefahrenforschung / verf. und vorgelegt von: Florian Singer
VerfasserSinger, Florian
Betreuer / BetreuerinHübl, Johannes ; Prokop, Alexander
Erschienen2015
UmfangIX, 78 S. : Ill., graph. Darst., Kt.
HochschulschriftWien, Univ. für Bodenkultur, Masterarb., 2015
Anmerkung
Mit engl. Zsfassung
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (DE)terrrestrisches Laserscanning Naturgefahrenforschung Massenbewegungen Lawinen Geschiebetransport Feistritzbach Col du Lautaret
Schlagwörter (EN)terrestrial laser scanning monitoring mass movements Natural Hazards Research avalanche modeling Feistritzbach Col du Lautaret
Schlagwörter (GND)Laserscanner / Naturgefahr / Massenbewegung <Geomorphologie>
URNurn:nbn:at:at-ubbw:1-8427 Persistent Identifier (URN)
Zugriffsbeschränkung
 Das Werk ist frei verfügbar
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Überwachung von Massenbewegungen mittels terrestrischem Laserscanning in der Naturgefahrenforschung [5.21 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

In dieser Arbeit wird durch zwei Projekte veranschaulicht, wie sich terrestrisches Laserscanning für die Überwachung von Massenbewegungen in der Naturgefahrenforschung eignet. Um einen möglichst breit gefächerten Überblick über die Möglichkeiten für die Verwendung des Laserscanners zur Messung von Massenbewegungen geben, wurden zwei verschiedene Projekte ausgewählt. Bei dem Projekt am Col du Lautaret Testgelände in den französischen Alpen wurde getestet, inwieweit es möglich ist, in adäquater Zeit die zur dynamischen Lawinenmodellierung nötigen Daten genau und plausibel aufzunehmen. In diesem Projekt wurden Messwerte eines Laserscans einer künstlich ausgelösten Lawine aufgenommen und Ergebnisse zu Plausibilitätsprüfung der dynamischen Lawinenmodellierung dargestellt. Zwei Laserscans, einer vor und einer nach der Lawinenauslösung, lieferten die Schneeoberflächeninformationen, welche für die Analyse benötigt wurden. Die Scans waren über vermessene Kontrollpunkte und MultiStationAdjustment exakt referenziert und die daraus gewonnenen Daten wurden in GIS ausgewertet. Ergänzende Messungen mit einer Totalstation boten Vergleichsdaten und damit eine Gütekontrolle der TLS-Daten. Die Resultate zeigten, dass Laserscanning in der Lage ist, effizient exakte Lawinenmodellierungsdaten zu liefern. Das zweite Projekt entstand im Rahmen des EU-LIFE-Projekts OBERE DRAU bei dem mittels Laserscanner Geschiebeumlagerungen nach der Errichtung einer neuen Geschiebesperre in Schlitzbauweise zu mehreren Messzeitpunkten aufgenommen wurden. Anhand mehrerer Messungen ab der neuen Schlitzsperre bachabwärts im Zeitraum von 2008-2011 konnte festgestellt werden, wie viel Geschiebe oberhalb der neuen Sperre erodiert wurde, wie viel davon am Schwemmkegel bei der Mündung in die Drau abgelagert wurde und wie viele Kubikmeter schlussendlich in die Drau transportiert wurden. Daraus geht hervor, dass sich Laserscanning auch hervorragend zur Messung von Geschiebebilanzen in Gebirgsbächen nutzen lässt.

Zusammenfassung (Englisch)

This paper, which is based on two projects, illustrates whether or not terrestrial laser scanning is useful for the monitoring of mass movements in the field of Natural Hazards Research. Two different projects were selected to show how broad the range of possibilities is for the use of the laser scanner in measuring mass movements in this field of research. Dynamic avalanche modeling requires high-resolution spatial snow surface data from before and after the avalanche. In snow and avalanche research, laser scanners are increasingly used to accurately map snow depths over an area of several square kilometers. We present data from a laser scan campaign of an artificially triggered avalanche at the Col du Lautaret test site in the French Alps and provide data for the validation of dynamic avalanche models. Two laser scans from before and after the avalanche release provided the snow surface data required for our analysis. The scans were accurately referenced with surveyed control points and MultiStationAdjustment, and the resulting data was analyzed in GIS. Additional measurements from a total station and of snow densities provided the data for comparison and validation of the terrestical laser scan (TLS) data. Our results show the ability of TLS to determine avalanche modeling input parameters efficiently and accurately. The second part of this work arose under the EU-LIFE-project OBERE DRAU where, after the establishment of a new bedload-blocker in slot design, erosion and deposition of bedload were measured by using a laser scanner. Based on several measurements taken of the lower course of the brook between 2008 and 2011 we were able to determine how much sediment has been eroded above the new blocker, how much was deposited at the alluvial fan at the entry to the river Drau and how many cubic meters finally were transported in the Drau. The success with the project shows that laser scanning can be used also for measuring the sediment balance in mountain streams.