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Titelaufnahme

Titel
Abschätzung der geforderten Restwassermengen nach "Qualitätszielverordnung - Ökologie" in Gewässern der Steiermark / Fabian Jung
VerfasserJung, Fabian
GutachterSchmutz, Stefan ; Greimel, Franz ; Zeiringer, Bernhard
Erschienen2013
UmfangVII, 86 S. : Ill., graph. Darst., Kt.
HochschulschriftWien, Univ. für Bodenkultur, Dipl.-Arb., 2013
Anmerkung
Zsfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)EU WRRL 2000, Qualitätszielverordnung 2010, einzuhaltende Grenzwerte für Restwasserstrecken, als hydrologische Mindestrestwasserabgaben und einzuhaltende Tiefen- und Fließgeschwindigkeitswerte für Durchgängigkeit in Anlage G definiert, Ziel: benötigte Restwassermengen nach unterschiedlichen Kriterien der QZV und unterschiedlichen Flussgrößen gegenüberzustellen, mehrmalige Begehungen für Abschätzung der benötigten Restwassermengen zur Einhaltung der hydraulisch/morphologischen Kriterien, Schnellen nach hydraulischen Bedingungen und Ausformung kategorisiert, für Vergleichbarkeit Abflussmengen im Verhältnis zum MJNQt dyn. Abgabe von Abflussganglinie abhängig, Schnellentiefe benötigt zu 90 % größte Restwasserdotation, Abgabe von 50 % MJNQt erst bei Flüssen ab 600 km EZG ausreichend
Schlagwörter (GND)Steiermark / Fluss / Restwassermenge
URNurn:nbn:at:at-ubbw:1-8176 Persistent Identifier (URN)
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 Das Werk ist frei verfügbar
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Abschätzung der geforderten Restwassermengen nach "Qualitätszielverordnung - Ökologie" in Gewässern der Steiermark [4.67 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Im Zuge der Umsetzung der im Jahr 2000 erlassenen EU-WRRL, wurde 2010 die Qualitätszielverordnung (QZV) eingeführt. Darin wurden unter anderem für Restwasserstrecken einzuhaltende Grenzwerte als hydrologisch definierte Mindestrestwasserabgaben und einzuhaltende Tiefen- und Fließgeschwindigkeitswerte für die Gewährleistung der Durchgängigkeit definiert. (Anlage G - QZV) Ziel der Arbeit ist es, die benötigte Restwassermengen auf Basis der unterschiedlichen Kriterien der QZV unter Berücksichtigung der Flussgröße gegenüber zustellen. Durch mehrmalige Begehungen konnten die benötigten Restwassermengen zur Einhaltung der hydraulisch/morphologischen Kriterien für 46 Gewässerstrecken abgeschätzt werden. Schnellen wurden zusätzlich nach ihren Ausformungen (natürlich/anthropogen) und hydraulischen Bedingungen (Furt/Absturz) kategorisiert. Für eine verbesserte Vergleichbarkeit wurden sämtliche Abflussmengen im Verhältnis zum mittleren jährlichen Tagesniederwasser (MJNQt) ausgedrückt und die Restwasserstrecken nach der Einzugsgebietsgröße kategorisiert. Aus hydrologischer Sicht ist in EZG kleiner 300 km bei etwa einem Drittel das MJNQt Kriterium ausschlaggebend, bei größeren EZG ist immer das NQt maßgeblich. Die dynamische Restwasserabgabe ist von der Abflussganglinie des jeweiligen Flusses abhängig. Hinsichtlich der hydraulisch/morphologischen Kriterien nach Anlage G erfordert das Kriterium Schnellentiefe zu 90% die größte Restwasserdotation. Abstürze benötigen im Vergleich zu Furten erheblich größere Abflussmengen. Eine Gegenüberstellung der benötigten Restwasermengen zur Einhaltung der hydrologischen und hydraulisch/morphologischen Kriterien zeigt, dass erst bei Flüssen ab EZG von 600 km davon ausgegangen werden kann, dass eine Restwasserabgaben von 50% MJNQt die Durchgängigkeit gewährleistet. Bei kleineren Flüssen liegt die benötigte Dotation teilweise im Bereich von MJNQt bzw. überschreitet MJNQt um ein Vielfaches. Abschließend werden einige Empfehlungen formuliert.

Zusammenfassung (Englisch)

As part of the Austrian Quality Target Ordinance (QTO) tresholds for residual flow were established in 2010 to achieve the objectives of the Water Framework Directive (EU-WFD). Tresholds are defined as both hydrologically defined minimum residual flows and as depths and velocity values to ensure continuity in the residual flow stretches (Annex G - QTO). The aim of this work is to contrast the individual requirement of QTO with regard to the residual discharge rates under consideration of different river sizes. The required residual discharge rate do achieve the hydraulic/morphologic criteria for a total of 46 affected river segments was estimated by repeated inspections of the residual flow stretches. The different morphological structures are categorized according to the type (natural/anthropogenic) and dominant hydraulic conditions (riffle/drop).To be able to compare the different rivers with each others, all calculated discharge rates were expressed as ratio of the mean annual low flow (MALF) and were related to the cathment area. In rivers with catchment areas of less than 300 km the criterion MALF is decisive from a hydrological point of view in about 30% of the distances. In bigger catchments it is always the criterion lowest low flow (LLF). The requirement of a dynamic residual discharge rate is dependents on the annual hydrograph of the individual rivers. Concerning the hydraulic/morphologic criteria the criterion "depth of the riffle" ist the most critical in 90% of the cases. Chutes categorzed as drops require, in comparison to riffles, a considerable larger discharge rate. The comparison of the hydrologic and hydraulic/morphologic criteria for residual water flow assessment shows that only in rivers larger 600 km catchment area the continuity can be ensured with a residual discharge rate of 50% MALF. In smaller rivers the required discharge rate equals or exceeds MALF several times. Finally some recommendations are formulated.