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Titelaufnahme

Titel
Traditionelles Wissen der Bevölkerung zur Pflanzengesundheit in Hausgärten, Calakmul, Mexiko / von Stefanie Maria Kremmel
VerfasserKremmel, Stefanie Maria
Betreuer / BetreuerinVogl, Christian R.
Erschienen[2011]
Umfang88 Bl. : Ill., graph. Darst.
HochschulschriftWien, Univ. für Bodenkultur, Masterarb., 2011
Anmerkung
Mit engl. Zsfassung
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (DE)traditionelles Wissen, Pflanzengesundheit, Biosphärenreservat Calakmul, Mexiko, Hausgärten
Schlagwörter (EN)traditional knowledge, plant health, biosphere reserve Calakmul, Mexico, home gardens
Schlagwörter (GND)Campeche / Nutzgarten / Phytomedizin <Pflanzenschutz> / Lokales Wissen
URNurn:nbn:at:at-ubbw:1-7878 Persistent Identifier (URN)
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Traditionelles Wissen der Bevölkerung zur Pflanzengesundheit in Hausgärten, Calakmul, Mexiko [1.24 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Das traditionelle Wissen der Bevölkerung zu Schädlingen und Pflanzenkrankheiten wurde in drei Dörfern im Biosphärenreservat Calakmul, Mexiko, im Zeitraum von Jänner bis Mai 2010 untersucht. Die Erhebung erfolgte mittels semi-strukturierter Interviews mit 40 Bäuerinnen und Bauern. Des weiteren wurden free listings, Gartenbegehungen, informelle Interviews und teilnehmende Beobachtung in die Datenaufnahme mit einbezogen. Für den Umgang mit Schädlingen und Pflanzenkrankheiten spielt deren Bedeutung eine besondere Rolle, die je nach Herkunft der Bewohner zwischen den drei Dörfern stark variiert. Schädlinge und Pflanzenkrankheiten werden in dem Dorf mit indigener Maya-Bevölkerung nicht als Bedrohung und Gefährdung der Hausgartenernte angesehen. In den von Mestizen bewohnten Dörfern, werden Schädlinge und Pflanzenkrankheiten als Verursacher ökonomischer Verluste angesehen und gelegentlich bis regelmäßig mit chemischen Pflanzenschutzmitteln bekämpft. Als Alternative zur chemischen Bekämpfung sind in allen drei Dörfern wenige Pflanzenschutzmittel botanischen Ursprungs bekannt, die nicht traditionell verwendet werden, sondern durch Kurse und landwirtschaftliche Berater verbreitet und bekannt wurden. Sie finden in den Hausgärten jedoch nur selten Anwendung. Zahlreiche kulturelle Methoden, die präventiv angewendet werden und der Stärkung der Pflanzen gegen Schädlings- und Krankheitsbefall dienen sollen, wurden in allen drei Dörfern gefunden. Die Anwendung präventiver Methoden im Pflanzenschutz überwiegt in allen drei Dörfern verglichen mit kurativen Methoden. Weiters wurden Bräuche gefunden, die unmittelbar mit der Erhaltung und Wiederherstellung der Pflanzengesundheit im Zusammenhang stehen und nach wie vor von den Bäuerinnen und Bauern praktiziert werden. Bezüglich der Kenntnisse zu Schädlingen und Pflanzenkrankheiten, die in den Hausgärten vorkommen, konnten keine signifikanten Unterschiede zwischen Männern und Frauen festgestellt werden.

Zusammenfassung (Englisch)

The traditional knowledge of local inhabitants about pests and plant-diseases was investigated over a period from January until May 2010 in three villages settled within the Biosphere-Reserve Calakmul, Mexico. The path of investigations was set by semi-structured interviews amongst 40 peasant women and farmers. In addition free listings, inspection of local home-gardens, informal interviews as well as participial observation were considered for the relevant data file. It appears quite significant how the peasants are going to deal with pests and plant diseases; their approach is quite different between the three investigated villages depending highly upon their descent. Inhabitants of a village with mostly indigenous roots (Maya) do not consider them as a major danger to their garden harvests. On the other hand Mestizos living in the other two villages are taking a different point of view on pests and plant-diseases inasmuch they are looking at them as being the basic and most important cause of economical losses and consequently they are using chemical pesticides occasionally or even on a regular basis. It was discovered and is evident that in all three villages peasants do have little knowledge of botanically based preservatives against pests and plant diseases which have not been used traditionally unless these were suggested by agricultural advisors or published by means of locally held instructing courses. These substances are not widely being used in their home gardens. Numerous cultural methods which are being applied preventively and which are believed to strengthen plants against pests and other diseases are being used in all three villages. Nevertheless methods of preventive nature are dominating in all places investigated under the programme. Apart from the above some major old customs were discovered of which peasants strongly believe that there is some connection if applied and plants may stay healthier and strong. Following these customs are quite common and still being practiced by peasant women and farmers. Regarding comprehensive knowledge of pests and plant diseases in the homegarden there were no significant differences found between women and men.