Zur Seitenansicht
 

Titelaufnahme

Titel
Untersuchungen zur Wirkung insektenpathogener Pilze gegen Borkenkäfer / vorgelegt von Florian Herrmann
VerfasserHerrmann, Florian
Begutachter / BegutachterinWegensteiner, Rudolf
GutachterWegensteiner, Rudolf
Erschienen2013
UmfangVIII, 100 Bl. : Ill., graph. Darst.
HochschulschriftWien, Univ. für Bodenkultur, Masterarb., 2013
Anmerkung
Zsfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (DE)Biologische Kontrolle, insektenpathogene Pilze, Beauveria bassiana, Metahrizium anisopliae, Isaria fumosorosea, Ips typographus
Schlagwörter (EN)BioControl, Beauveria bassiana, Metahrizium anisopliae, Isaria fumosorosea, Ips typographus
Schlagwörter (GND)Österreich / Forstschutz / Borkenkäfer / Entomopathogene Pilze
URNurn:nbn:at:at-ubbw:1-7726 Persistent Identifier (URN)
Zugriffsbeschränkung
 Das Werk ist frei verfügbar
Dateien
Untersuchungen zur Wirkung insektenpathogener Pilze gegen Borkenkäfer [2.79 mb]
Links
Nachweis
Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Die europäische Borkenkäferart Ips typographus (LINNAEUS, 1758) ist der bedeutendste Forstschädling an der Hauptwirtschaftsbaumart Picea abies (H. KARST, 1881) in Österreich. Auf der Suche nach einer effizienten biologischen Kontrollmaßnahme wurden in dieser Arbeit Adultkäfer jeweils mit einer der drei entomopathogenen Pilzarten Beauveria bassiana, Metarhizium anisopliae und Isaria fumosorosea inokuliert. Die Inokulation geschah dabei direkt durch dreisekündiges Schwenken der Käfer in Sporensuspension oder indirekt nach Aufbringen der Sporensuspension auf Fichtenrinde. Die Käfer wurden bei unterschiedlichen Testintervallen (1,5min/3min/5min) auf den kontaminierten Stammstücken angesetzt und anschließend unter Verwendung dreier verschiedener Testtemperaturen 15C/20C/25C inkubiert. Der Erfolg der beiden Inokulationsarten war erwartungsgemäß unterschiedlich. Die Infektionsraten variierten zwischen (2,00%-98,10%) und waren stark abhängig von Inokulationsart und Inkubationstemperatur. Die Infektionsrate war hierbei unter Verwendung der Pilzart B. bassiana bei 20C höher als bei den beiden anderen getesteten Pilzarten. Die durchschnittliche Lebensdauer war verglichen über alle Pilzarten bei 15C Inkubationstemperatur länger als bei 25C. Die direkte Inokulation verursachte durchweg höhere Infektionsraten und es konnten auch kürzere Mittlere Überlebensraten (MLD) als bei indirekter Inokulation festgestellt werden. Kurzfristiger Kontakt besonders mit frisch kontaminierter Rinde der Teststämme führte zu erfolgreichen Infektionen. Umso länger die Aufenthaltsdauer der Käfer auf den kontaminierten Stammstücken war umso höher war dabei der Infektionserfolg. Die Infektionsraten waren auf den frisch kontaminierten Stammstücken und der längsten getesteten Aufenthaltsdauer (5min) vergleichsweise hoch. Besonders mit den Pilzarten B. bassiana und M. anisopliae konnten bei 25C gute Infektionsergebnisse erzielt werden. Die Infektionsraten waren vor allem in den Varianten mit nur 1:30min und in den Testvarianten nach 1 Woche signifikant niedriger im Vergleich zu den frisch inokulierten Versuchsvarianten.

Zusammenfassung (Englisch)

The european bark beetle, Ips typographus (LINNAEUS, 1758) is one of the most serious destructive pests of Picea abies (H. KARST, 1881) in Austria. In order to find an effective biocontrol agent against this pest adults were inoculated with Beauveria bassiana, Metarhizium anisopliae or Isaria fumosorosea alternatively by dipping the beetles directly into conidiospore suspensions or by forcing them to walk on spore suspension treated spruce bark. Effect of temperature was tested by incubating experiments at 15C, 20C or 25C and different inoculation times. Direct inoculation and indirect inoculation was more or less successful with all three fungal species tested. Infection rates varied between the three fungal species (2% - 98.1%) depending on incubation temperature and inoculation method. Infection rate was significantly higher only with B. bassiana at 20C compared to the other two fungus species. Mean life span was prolonged at 15 and shortest at 25C with all three fungus species. Direct inoculation caused always higher infection rates and shorter mean life span compared to indirect inoculation with all three fungal species. Limited contact with suspension treated bark resulted in successful infection, but duration of beetles contact with the conidia on bark influenced the infection success. Infection was highest when beetles had contact with freshly suspension treated bark for three minutes with B. bassiana and I. fumosorosea at 20C and for five minutes with M. anisopliae at 25C. Infection rates were significantly lower in most cases after shorter contact with treated bark compared to shorter contact or testing beetles after one week incubation of log sections compared to freshly treated bark