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Titelaufnahme

Titel
Lokale Gemüsesorten : Erfahrungswissen von Hausgärtner_innen zu Lokalsorten im Biosphärenpark Großes Walsertal (Vorarlberg) / Traute Vogl
VerfasserVogl, Traute
Betreuer / BetreuerinVogl, Christian R.
Erschienen2011
Umfang102 S. : Ill., graph. Darst.
HochschulschriftWien, Univ. für Bodenkultur, Masterarb., 2011
Anmerkung
Mit engl. Zsfassung
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (DE)Lokalsorte, Agrobiodiversität, (alpine) Hausgärten, Lokales Erfahrungswissen, Gemüse, Vorarlberg
Schlagwörter (EN)local variety, agrobiodiversity, (alpine) homegardens, local knowledge, vegetables, Vorarlberg
Schlagwörter (GND)Biosphärenpark Großes Walsertal / Gemüsesorte / Gemüsebau / Lokales Wissen
URNurn:nbn:at:at-ubbw:1-7686 Persistent Identifier (URN)
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Lokale Gemüsesorten [3.3 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Das internationale Jahr der Biodiversität 2010 hat das Bewusstsein dafür gestärkt, wie sehr Biodiversität, und gerade auch Agrobiodiversität, heute gefährdet ist. Die Forschungsregion, der Biosphärenpark Großes Walsertal, ist ein von der Grünlandwirtschaft geprägtes alpines Bergtal in Vorarlberg. Gemüseanbau gibt es gegenwärtig nur in Hausgärten. Ziel der vorliegenden Masterarbeit war es, mindestens seit 20 Jahren kontinuierlich in der Region nachgebaute Sorten von Gemüse und das lokale Erfahrungswissen der Erhalter_innen zu diesen Sorten zu dokumentieren. In der insgesamt zehnwöchigen Feldforschung wurden in der ersten Forschungsphase in der Gemeinde St. Gerold eine Vollerhebung, in der zweiten Phase im gesamten Tal, strukturierte und leitfadenorientierte Interviews zu Gemüseanbau und Nachbau in Vergangenheit und Gegenwart durchgeführt. Das lokale Erfahrungswissen zu den aufgefundenen Lokalsorten wurde mittels eines ethnobotanischen Fragebogens erhoben. Informelle Gespräche sowie teilnehmende Beobachtung begleiteten den Forschungsprozess. Insgesamt wurden acht lokale Gemüsesorten bei sechs Gesprächspartner_innen gefundenen. Sie gehören den Arten Allium sativum, Allium cepa var. ascalonicum, Cucumis sativus, Phaseolus vulgaris und Solanum tuberosum an. Im Vergleich zu Studien in anderen alpinen Regionen sind es allerdings nur wenige lokale Gemüsesorten, die im Großen Walsertal gefunden wurden. Die von den Gesprächspartner_innen dafür genannten Gründe sind unterschiedlich: und reichen von zu kurzer Vegetationsperiode, über die geringe Bedeutung von Gemüse in der Walser Ernährung bis zur Einstellung des Nachbaus vor einiger Zeit. Es gibt interessierte Erhalter_innen, die Gemüse kürzer als 20 Jahre nachbauen, möglicherweise nimmt der Nachbau daher zu. Diese Arbeit soll dazu beitragen, das Bewusstsein für die Bedeutung der Agrobiodiversität zu stärken.

Zusammenfassung (Englisch)

The International Year of Biodiversity 2010 has helped raise awareness for the need to protect biodiversity, including agrobiodiversity. The present master thesis examines the occurrence of local vegetable varieties in the Biosphere Park Großes Walsertal in Vorarlberg (Austria). The aim was to document vegetable varieties continuously locally replanted for at least 20 years and related local knowledge of the preservers. Großes Walsertal, an alpine mountain valley, is dominated by livestock farming, vegetables are currently only grown in homegardens. During a research period of ten weeks a full survey was conducted in the municipality of St. Gerold in the first research phase, in the second phase structured and unstructured interviews in the whole valley on vegetable cultivation and replanting past and present. The local knowledge on the varieties found was collected using an ethnobotanical questionnaire. Research methods included informal interviews and participant observation. Eight local varieties belonging to the species Allium sativum, Allium cepa var. ascalonicum, Cucumis sativus, Phaseolus vulgaris and Solanum tuberosum were found with six interview partners. Compared to studies in other alpine regions however, only a limited number of local varieties could be found in Großes Walsertal. Reasons mentioned by interview partners were divers, including the short vegetation period, low relevance of vegetables in the local diet and only recent abandoning of replanting. There are however interested preservers who have been replanting certain vegetable varieties for a period shorter than 20 years, so replanting might actually increase. This work is intended to help raising the awareness of the importance of agrobiodiversity.