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Titelaufnahme

Titel
Morphologische und molekularbiologische Identifizierung von Fusarium an Maiskörnern in Österreich / eingereicht von: Regina Cavallaro
VerfasserCavallaro, Regina
Betreuer / BetreuerinLemmens, Marc
Erschienen2015
UmfangVI, 73 S. : Ill., graph. Darst.
HochschulschriftWien, Univ. für Bodenkultur, Masterarb., 2015
Anmerkung
Zsfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (DE)Mais, Pflanzenpathogen, Fusarium, Mykotoxine, Erregerprofil, Artenspektrum
Schlagwörter (GND)Mais / Fusarium
URNurn:nbn:at:at-ubbw:1-7646 Persistent Identifier (URN)
Zugriffsbeschränkung
 Das Werk ist frei verfügbar
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Morphologische und molekularbiologische Identifizierung von Fusarium an Maiskörnern in Österreich [1.85 mb]
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Fusarium spp. sind weitverbreitete Pathogene mit einem großen Wirtsspektrum. Fusariosen gehören zu den wichtigsten Schaderregern an Mais und verursachen hohen wirtschaftlichen Schaden durch Ernteverluste und vor allem die Belastung des Korns mit Mykotoxinen. Diese Mykotoxine stellen eine Gefahr für Menschen und Tiere dar, wenn sie in die Nahrungsmittelkette gelangen. Die am häufigsten weltweit gefundenen Mykotoxine sind Deoxynivalenol (DON), Zearalenon (ZON) und Fumonisine (FUM). Zur Infektion der Kolbenfusariose werden ein warmer Temperaturbereich und feuchte Witterungsverhältnisse benötigt. Dieser Input einer erfolgreichen Infektion führt dazu, dass die durchschnittliche Belastung der Ernte mit Mykotoxinen von Jahr zu Jahr variiert. Es herrschen verschiedene Fusarien-Arten in unterschiedlichen Klimagebieten vor und bilden spezifische Mykotoxine aus. In den letzten Jahren konnte eine Verschiebung zugunsten der wärmeliebenden Fusarium-Arten beobachtet werden. Um einen Überblick dieser Veränderungen festzustellen ist eine genaue Bestimmung der Fusarien-Arten von Bedeutung. In dieser Arbeit wurden 1210 Maiskörner von 25 Standorten in drei Klimaregionen (Nördl. Feuchtgebiete, Illyrikum und Pannonikum) in Österreich untersucht. Mit morphologischen und molekularbiologischen Untersuchungen konnten die Proben identifiziert werden. Im trockenen und heißen Jahr 2013 dominierte die Liseola Sektion mit F. subglutinans (24%), F. proliferatum (37%) und F. verticillioides (13%). Einen Zusammenhang zwischen dem Auftreten von Fusarium und Wetter kann man auch innerhalb von Österreich beobachten. Während im Illyrikum und den Nördl. Feuchtgebieten signifikant mehr verschiedene Fusarien-Arten vorkommen, ist es im trockenen Pannonikum deutlich artenärmer. Die Ergebnisse zeigen, dass neben DON und ZON die FUM an Bedeutung gewinnen könnten. Ob das Klima im Hinblick auf die abzeichnenden Entwicklungen im Artenspektrum wirklich eine Verschiebung bewirkt, muss weiterhin untersucht werden.

Zusammenfassung (Englisch)

Fusarium spp. are widely spread fungal pathogens with a huge plant host range. Fusarioses belong to the most important agents causing economic damage on maize by yield loss but mainly by polluting the grains with mycotoxins. These mycotoxins represent a threat for both human beings and animals when ending up in the food chain. The worldwide most commonly found mycotoxins are deoxynivalenol (DON), zearalenone (ZON) and fumonisins (FUM). The ideal circumstances for a contamination by Fusarium are given by a warm temperature range and humid weather conditions. Variation in those climatic conditions causes a strong year by year variation of the average contamination of the harvest with mycotoxins. In addition, various Fusarium species are predominant in different climatic areas, developing specific mycotoxins. In recent years, a shift in favor of thermophilic Fusarium species could be observed. In order to get an overview of these changes, an accurate determination of Fusarium species is required. In this master thesis, 1210 maize crops from 25 locations in three climatic regions (Northern Wetlands, Illyricum and Pannonicum) in Austria were analyzed. Using morphological and molecular biological methods to identify the Fusarium species. The very dry and hot weather conditions in 2013 led to a domination of the Liseola section containing F. subglutinans (24%), F. proliferatum (37%) und F. verticillioides (13%). A relation between the occurrence of Fusarium and weather conditions can also be observed in Austria. The amount of Fusarium species is significantly higher within the Illyricum and the Northern Wetlands as in the dry situated pannonical area. The results show that in addition to DON and ZON, FUM could also gain importance. Whether the climate is the cause for the shift observed to Fusarium spp of the Liseola section, needs to be further investigated.