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Titelaufnahme

Titel
Analyse von Arbeitsunfällen mit Trennschleifmaschinen / eingereicht von Sonja Ebner
VerfasserEbner, Sonja
GutachterQuendler, Elisabeth ; Kogler, Robert
Erschienen2014
Umfang87 Bl. : Ill., graph. Darst.
HochschulschriftWien, Univ. für Bodenkultur, Masterarb., 2014
Anmerkung
Zsfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (DE)Trennschleifmaschinen Unfallanalyse Nutzerbefragung Herstellerinterview Evaluierung von Neu- und Gebrauchtmaschinen
Schlagwörter (EN)angle grinders analysis of accidents user questioning producer interview Evaluation of new and used machines
Schlagwörter (GND)Trennschleifmaschine / Arbeitsunfall
URNurn:nbn:at:at-ubbw:1-7555 Persistent Identifier (URN)
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 Das Werk ist frei verfügbar
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Analyse von Arbeitsunfällen mit Trennschleifmaschinen [2.04 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Zu Häufigkeit und Unfallursachen von Arbeitsunfällen mit Trennschleifmaschinen gibt es nur lückenhafte Informationen. Die vorliegende Arbeit hatte zum Ziel, Unfallursachen und -hergänge zu analysieren und Präventionsmaßnahmen abzuleiten. Es wurden 96 Unfallberichte, welche die Sozialversicherungsanstalt der Bauern (SVB) zur Verfügung stellte, analysiert und ausgewertet. Es wurden zusätzlich Nutzer- und Herstellerbefragungen durchgeführt und Gebraucht- und Neumaschinen gemäß geltenden Vorschriften evaluiert. Die ausgewählten Unfallszenarien der 11 Nutzerbefragungen waren Unfälle durch Metallsplitter, Abrutschen mit der Maschine und Verklemmen der Trennscheibe. Anhand der eruierten Ergebnisse wurden Verbesserungs- und Präventionsvorschläge für Trennschleifmaschinen abgeleitet. Die meisten Unfälle ereigneten sich in Hofgebäuden, gefolgt vom äußeren Hofbereich. Tätigkeiten, die während dem Verunfallen durchgeführt wurden, waren mehrheitlich Reparatur-, Schleif- und Schneidarbeiten. Die eruierten Unfallhergänge waren das Erfasstwerden von der Maschine, das Erfasstwerden von einem Gegenstand und der Zusammenstoß mit der Maschine. Zu den Hauptunfallursachen zählten überwiegend menschen- und betriebsmittelbezogene und geringfügig maschinenbezogene. Als häufigste direkte Ursachen wurden der Abrieb von Metallsplittern, gefolgt vom Abrutschen mit der Maschine und das Verklemmen der Trennscheibe eruiert. Die Wunden galten als häufigste Verletzungsart, betroffen waren vor allem die oberen Extremitäten. Den höchsten Anteil machten Mehrfachverletzungen, gefolgt von Augenverletzungen aus. Die Defizite in der Arbeitssicherheit beim Verunfallen umfassten überwiegend unsachgemäße Arbeitsweise, -technik und -kleidung und das Nichttragen von persönlicher Schutzausrüstung. Sowohl bei den Gebrauchtmaschinen als auch bei den Neumaschinen wurden sicherheitstechnische Defizite festgestellt. Die Verbesserung der Sicherheitseinrichtungen und deren lückenlose Implementierung (vor allem Wiederanlaufschutz, dauerhaft zu haltender Schalter) liegt sowohl im Interesse der Anwender als auch der Hersteller. Diese Maßnahmen sind meist mit Kosten verbunden, die hemmend auf die Implementierung bei den Herstellern wirken.

Zusammenfassung (Englisch)

The frequency, the cause of accident and the circumstances of accidents with angle grinders dont appear in the national statistic of work accidents. The aim of this thesis was to find out where and why accidents with angle grinders happened in the agricultural sector and what measures are necessary to reduce the number of these accidents. Firstly, accident reports which were provided by the Social Insurance Institution of Farmers (SCC) were analyzed and evaluated. Overall, 96 accident reports were analyzed. Users and producers of angle grinders were interviewed and the used and new machines were evaluated related to legal guidelines. The selected accident scenarios of the 11 interviews with incidental victims were metal fragments, slipping with the machine and jamming of the cutting disc. Based on the results improvements and prevention proposals for cutting machines were derived. Most of the accidents occurred in farm buildings, followed by the outer courtyard. The main activity carried out during accidents was repair work. Other activities were grinding work, cutting work and to a minor extent claw care. To be hit by the machine occurred most of the times, followed by a hit of an object and the collision with the machine. The main causes of accidents were human related and minor machine related. The most common causes were metal fragments, slipping with the machine and the jamming of the cutting disc. The most common types of injury were wounds followed by eye injuries and tendon injuries. The upper extremities were mainly affected. The deficits in the work safety during an accident included inappropriate operation, technology and clothing and failure to wear personal protective equipment. Most of the injuries were multiple injuries, followed by eye injuries. Both, new machines and in use ones had safety deficiencies related to ÖNORM 60745 and the Machinery Directive 2006/42/EC, like missing of the recovery protection and immediate braking stop. The improvement of the work safety is in the interest of the user and the manufacturer, but usually associated with high costs which negatively affect an implementation.