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Titelaufnahme

Titel
Ökobilanzierung unterschiedlicher Abdeckszenarien von Siedlungsabfalldeponien / eingereicht von Gerald Duscher
VerfasserDuscher, Gerald
GutachterHuber-Humer, Marion ; Pertl, Andreas
Erschienen2014
Umfang104 S. : graph. Darst.
HochschulschriftWien, Univ. für Bodenkultur, Masterarb., 2014
Anmerkung
Zsfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (DE)Ökobilanzierung; Deponieoberflächenabdeckung; Siedlungsabfalldeponien;
Schlagwörter (GND)Deponie / Abdeckung <Bauwesen> / Umweltverträglichkeit / Umweltbilanz
URNurn:nbn:at:at-ubbw:1-7531 Persistent Identifier (URN)
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 Das Werk ist frei verfügbar
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Ökobilanzierung unterschiedlicher Abdeckszenarien von Siedlungsabfalldeponien [2.37 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Ziel der vorliegenden Masterarbeit ist, eine vergleichende Ökobilanz unterschiedlicher Abdeckszenarien einer Modelldeponie für Siedlungsabfälle zu erstellen. Der Betrachtungszeitraum beträgt insgesamt 50 Jahre (20 Jahre temporäre Abdeckung - laut Deponieverordnung 2008 maximal zulässige Dauer der temporären Abdeckung; 30 Jahre endgültige Abdeckung). Für den Übergang zur endgültigen Abdeckung wurden 3 Szenarien das Belassen der temporären Abdeckung (1,5 m Evapotranspirationsschicht) als Referenzszenario, die Erhöhung der Abdeckung auf 2,5 m Mächtigkeit und die Aufbringung einer Abdeckung mit Dichtelement gemäß Deponieverordnung hinsichtlich ihres Treibhauspotenzials untersucht. Die Ökobilanzierung wurde nach der internationalen Normenreihe DIN-EN-ISO 14040ff (2006) erstellt. Des Weiteren wird eine grobe Kostenabschätzung der Szenarien betrachtet. Das Szenario „Abdeckung mit Dichtelement gemäß DVO“ verursacht im Bilanzierungszeitraum die geringsten Auswirkungen auf den Treibhauseffekt. Unter Berücksichtigung des Restmethanpotenzials dieses Szenarios, das nach Abdichtung einer Deponieoberfläche im Deponiekörper verbleibt und erst in späteren Zeiträumen (in dieser Arbeit außerhalb des Bilanzierungszeitraums) entstehen bzw. freigesetzt werden kann, verursacht dieses Szenario jedoch die größten, das Referenzszenario wiederum die geringsten Auswirkungen auf den Treibhauseffekt. Die Ergebnisse der Sensitivitätsanalyse zeigen, dass die Emissionen des Materialtransports keine Auswirkungen auf das Ergebnis haben, der Sickerwasseranfall sowie die Methanemissionen hingegen das Ergebnis stark beeinflussen. Das Szenario „Evapotranspirationsschicht - 2,5 m“ stellt unter den in dieser Arbeit getroffenen Annahmen die kostengünstigste Variante dar. Die Ergebnisse der Sensitivitätsanalyse der Kosten zeigen jedoch, dass aufgrund der großen Schwankungsbreiten der Kosten keine allgemeinen Aussagen hinsichtlich der Kosteneinstufung gemacht werden können, sondern diese Einzelfall bezogen betrachtet werden müssen.

Zusammenfassung (Englisch)

The aim of this thesis is to create a comparative LCA of different scenarios of cover layers on a model landfill for municipal solid waste. The observation period is 50 years (20 years temporary cover - according to the Austrian Landfill Ordinance 2008 maximum duration of temporary cover; 30 years final cover). For the transition to the final covering 3 scenarios were investigated regarding their global warming potential: leaving the temporary layer (evapotranspiration layer 1.5 m) as the reference scenario; increasing the thickness of the layer to 2.5 m; applying a layer with a sealing element according to the Landfill Ordinance (DVO 2008). The LCA was created according to the international standard series DIN-EN-ISO 14040 (2006). Furthermore the financial impact was assessed by means of a rough cost estimate. The scenario "cover with sealing element according DVO" causes in the accounting period the least impact on the greenhouse effect. Taking into account the residual methane emission potential of this scenario that remains after sealing a landfill surface in the landfill body and can be released in later periods (in this work outside of the accounting period), however, this scenario causes the greatest, the reference scenario the least impact on the greenhouse effect. The results of the sensitivity analysis show that the emissions of the material transport have no effect on the result, however, leachate accumulation and methane emissions strongly affect the result. The results of the cost analysis show that the scenario "evapotranspiration layer - 2.5 m" under the given assumptions in this work is the least expensive option. The results of the sensitivity analysis of the costs, however, show that due to the large fluctuation of costs no general clear statements can be made in terms of cost classification, the specific situation must be regarded.