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Titelaufnahme

Titel
Validierung und Adaptierung von Biotests für ausgewählte bodenbürtige Pflanzenpathogene / von Julia Schneider
VerfasserSchneider, Julia
GutachterBedlan, Gerhard
Erschienen2014
Umfang97 Bl. : Ill., graph. Darst.
HochschulschriftWien, Univ. für Bodenkultur, Masterarb., 2014
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (DE)Biotest Thielaviopsis basicola Ceratocystis paradoxa
Schlagwörter (EN)bioassay Thielaviopsis basicola Ceratocystis paradoxa
Schlagwörter (GND)Schwarze Wurzelfäule / Thielaviopsis basicola / Ceratocystis / Biotest
URNurn:nbn:at:at-ubbw:1-7292 Persistent Identifier (URN)
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Validierung und Adaptierung von Biotests für ausgewählte bodenbürtige Pflanzenpathogene [5.19 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die Pathogene Thielaviopsis basicola (Berk. u. Broome) Ferraris und Ceratocystis paradoxa (Dade) C. Moreau verursachen an vielen Pflanzen eine schwarze Wurzelfäule, die zu weitreichenden Ernte- und Lagerausfällen führt. Der Fruchtfolge kommt eine besondere Bedeutung bei der Bekämpfung zu. Bei der Planung einer geeigneten Fruchtfolge stellt das Inokulum im Boden einen entscheidenden Faktor dar. In dieser Arbeit wurden Biotests validiert, die das Inokulumlevel im Boden aufgrund der Symptomausprägung an einem Ködermaterial bestimmen. Außerdem wurde ein Testsystem entwickelt, das die Endokonidienbildung als quantitative Maßeinheit des Befallslevels nutzt. Ein Test nach BIDDLE (1984) wurde validiert, bei dem Erbsen in die Erdprobe gesät werden. Biotests von weiteren Autoren arbeiten mit Karotten als Ködermaterial, die mit der Erdprobe in Kontakt gebracht werden. Da Karotten zu den Wirtspflanzen der Pathogene gehören, kann das Testmaterial nicht gekauft werden, sondern muss für den Test befallsfrei angezogen werden. Da die Anzahl der eingehenden Proben zum Aussaatzeitpunkt noch nicht feststeht, stellt die Karottenanzucht einen großen Aufwand dar. Versuche, einen Vorbefall der Karotten durch Verwendung des Karottenkerns auszuschließen, scheiterten. Die Pilze sind schon vor Symptomausprägung weit im Karottengewebe vorgedrungen. Daher wurden garantiert befallsfreie Ködermaterialien, wie z. B. Zucchinifrüchte, getestet. Aufgrund der schwachen Konkurrenzkraft der Pathogene konnte kein alternatives Ködermaterial zur Karotte gefunden werden. Von den validierten Biotests schnitt der Erbsentest nach BIDDLE (1984) trotz der langen Testzeit von 5 Wochen am besten ab. Anhand der Testergebisse kann eine Vorhersage bezüglich des Risikos einer Erkrankung durch Thielaviopsis basicola beim Anbau von Erbsen und Bohnen getroffen werden. Für andere Kulturen und Ceratocystis paradoxa als Pathogen müssen weitere Untersuchungen zu Symptomausprägung und Ernteausfällen vorgenommen werden.

Zusammenfassung (Englisch)

The soil-born pathogens Thielaviopsis basicola (Berk. u. Broome) Ferraris and Ceratocystis paradoxa (Dade) C. Moreau cause black root rot on many crops, that leads to extensive qualitative and quantitative losses in yield and storage. The crop rotation plays a decisive role at the pest management. The inoculum level in the soil describes a contributing factor for the planning of the crop rotation. In this study bioassays were validated, which determine the inoculum level on the basis of the symptom development. In addition a test system was developed, which uses the development of endoconidia as a quantitative scale for soil infestation. A bioassay of BIDDLE (1984), in which peas were seeded in soil samples, was validated in greenhouse tests. Other authors described Bioassays with carrots as baits, which were exposed to the soil-samples. As carrots are host plants of the pathogens, the test material shouldnt be bought at a food retailing, but has to be raised under pathogen-free conditions. At the date of carrot sowing the quantity of arrival samples is unknown. Therefore growing carrots in pathogen-free conditions is a big effort for incalculable material requirements. Experiments, to eliminate a pre-infestation of the carrots due to the use of the carrot cores (surface disinfected), failed. The pathogens invade the cores before symptoms develops. Therefore other materials free from pathogens were tested as baits, for example zucchini fruits. Because of the pathogens weak competitiveness no alternative bait material could be found. Of the validated bioassays the pea-test of BIDDLE (1984) performed the best, despite the long test duration of five weeks. By means of the test results prognoses can be made, concerning the disease risk for peas and beans due to Thielaviopsis basicola, when growing on the tested field. Further experiments concerning the disease risk for other crops and due to Ceratocystis paradoxa and corresponding yield losses are required.