Zur Seitenansicht
 

Titelaufnahme

Titel
Die Vegetation auf Lawinenbahnen und ihre Verwendung zur Charakterisierung vergangener Lawinenereignisse / verf. von Benno Eberhard
VerfasserEberhard, Benno
Betreuer / BetreuerinHübl, Johannes ; Klug, Brigitte
Erschienen2015
Umfang156 S. : Ill., graph. Darst.
HochschulschriftWien, Univ. für Bodenkultur, Masterarb., 2015
Anmerkung
Zsfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (DE)Vegetation Lawinenbahnen Transekt Deckungsgrad Vegetationsformen Sukzessionsreihe Dominanzmethode mehrstufiges Vegetationsentwicklungsschema Zuwachsbohrung Lawinenchroniken Lawinenregime als zentraler Standortsfaktor Transektprofile der ökologischen Zeigerwerte azonal-extrazonaler Bereich Lawinenbiotope
Schlagwörter (GND)Lawinenbahn / Vegetation / Sukzession
URNurn:nbn:at:at-ubbw:1-6992 Persistent Identifier (URN)
Zugriffsbeschränkung
 Das Werk ist frei verfügbar
Dateien
Die Vegetation auf Lawinenbahnen und ihre Verwendung zur Charakterisierung vergangener Lawinenereignisse [88.13 mb]
Links
Nachweis
Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Die Bestimmung der Pflanzenarten- und gesellschaften auf Lawinenbahnen entspringt zumeist einem botanischen Erkenntnisinteresse. Den Umstand, dass die Vegetation ihrerseits die Interpretation der Lawinen nach Art, Größe und Häufigkeit erlaubt, macht sich das Naturgefahrenmanagement zunutze. Das Hauptinteresse liegt dann auf Sträuchern und Bäumen. Die vorliegende Untersuchung verfolgt das Ziel, sowohl auf Grundlage der Pflanzengesellschaften als auch mit Hilfe der Ausprägung von Sträuchern und Bäumen Lawinen zu charakterisieren. Dazu werden die Ergebnisse von fünf im Montafonertal aufgenommenen Lawinenbahnen ausgewertet. Die Aufnahmepunkte wurden transektweise angeordnet. Die vorgefundenen Arten wurden nach Deckungsgrad aufgenommen und sieben Vegetationsformen zugeordnet, die ihrerseits zu fünf Stufen einer angenommenen Sukzessionsreihe zusammengefasst wurden. Die Pflanzengesellschaften wurden nach Dominanzkriterien bestimmt und in einem mehrstufigen Vegetationsentwicklungsschema ausgedrückt. Zum Zweck konkreterer Datierungen wurden an Lawinen - exponierten Bäumen Zuwachsbohrungen durchgeführt. Auf dieser Grundlage wurden Aussagen zu dem jeweiligen Lawinenregime getroffen. Die Schlussfolgerungen konnten mit Hilfe der verfügbaren Lawinenchroniken evaluiert und großteils bestätigt werden. Die Ergebnisse einiger statistischer Überprüfungen erlauben weiters die These, dass auf Lawinenbahnen weder Exposition noch Seehöhe entscheidenden Einfluss auf die Dominanz der Vegetationsformen ausüben. Hier ist offensichtlich das Lawinenregime der dafür entscheidende Standortsfaktor. Unter dieser Voraussetzung konnten auch die gesamten Lawinenbahnen sinnvoll miteinander verglichen werden. Die Transektprofile der ökologischen Zeigerwerte der gesamten Aufnahmeflächen zeigen, dass auf Standorten mit häufiger Lawinenstörung sehr einheitliche standörtliche Rahmenbedingungen vorherrschen. Offenbar schaffen Lawinen azonal-extrazonale Bereiche im Sinne von speziellen Lawinenbiotopen.

Zusammenfassung (Englisch)

Describing the plant species and communities on avalanche paths is the interest of a botanical approach. The vegetation allows for interpretation of the characteristics of avalanches such as pattern, magnitude and frequency. This is of interest for the avalanche risk management. Then the focus lies on shrubs and trees. This investigation aims at making use of both the analysis of plant communities and the interpretation of shrub and tree - patterns for the characterization of avalanches. For that purpose the results of an investigation on five avalanche tracks in Montafon valley will be analyzed. The sample plots were located along transects, within distinct longitudinal zones of the path. The identified species were sampled by percent foliar cover and classified into seven vegetation forms, representing altogether five plant-succession sequences. The plant communities, selected according to criteria of dominance, were determined using a more step definition model. Increment cores were taken from trees subject to avalanches, in order to obtain more detailed informations concerning the periodicity of the avalanches. Evaluation of the results was carried out by using the available avalanche records. By these means the conclusions drawn from the interpretation of vegetation could be verified to a great extent. The results of some statistical examinations permit to assert that neither exposition nor sea level have a significant influence on the dominance of the vegetation forms. Hence may be argued that avalanche is the most likely factor to shape their percent foliar cover. On this basis the vegetation forms of the entire paths of all avalanches could be compared. The analysis of transverse patterns of ecological parameters shows that vegetation conditions inside areas frequently affected by avalanches are well balanced. Apparently avalanching creates and maintains azonal and extrazonal environmental circumstances in the sense of particular avalanche habitats.