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Titelaufnahme

Titel
Möglichkeiten der Neukonzeption eines Platzes in der historischen Altstadt am Beispiel des Hohen Marktes in Wien / eingereicht von Jürgen Furchtlehner
VerfasserFurchtlehner, Jürgen
Betreuer / BetreuerinLicka, Lilli
Erschienen2011
Umfang231 S. : 3 gef. Kt. ; Ill., graph. Darst., Kt.
HochschulschriftWien, Univ. für Bodenkultur, Dipl.-Arb., 2011
Anmerkung
Zsfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)Hoher Markt Wien, Entwurf / Neukonzeption, Rückgewinnung von öffentlichem Raum, 1. Bezirk - historisch gewachsene mitteleuropäische Innenstadt, Stadtraumanalyse
Schlagwörter (EN)Hoher Markt Vienna, new design concept, requirements of public space, 1st District Vienna, spatial analysis
Schlagwörter (GND)Wien- Innere Stadt / Marktplatz / Platzgestaltung
URNurn:nbn:at:at-ubbw:1-6952 Persistent Identifier (URN)
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Möglichkeiten der Neukonzeption eines Platzes in der historischen Altstadt am Beispiel des Hohen Marktes in Wien [27.24 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

In meiner Arbeit widme ich mich der Rückgewinnung von öffentlichem Raum in historisch gewachsenen Stadtkernen. Basierend auf Erkenntnissen aus der Literatur wird für den Hohen Markt in Wien ein Entwurf für einen zeitgemäßen Stadtplatz vorgestellt. Die Arbeit veranschaulicht Bedeutung und Wert von öffentlichen Freiräumen für die zukünftige Entwicklung der europäischen Kernstädte wie der Wiener Innenstadt. Der Fokus wird auf die grundlegenden Bedürfnisse der Menschen an Freiräume, wie das Gehen, das Stehen und das Sitzen, gelegt (vgl. MARCUS, 1998, 29ff). Ebenso kommen die sich verändernden Gesellschaftsansprüche und deren Einfluss auf Freiraumnutzungen zur Sprache. Es geht darum, öffentlichen Raum nicht zu rekonstruieren oder zu musealisieren, sondern ihn zu reanimieren. Die seit jeher geltenden vitalen Grundfunktionen des städtischen Freiraumes Marktplatz, Treffpunkt und Verbindungsraum sollten wieder mehr Beachtung finden (vgl. GEHL, 2006, 6ff; vgl. GEHL und GEMZOE, 2006, 10ff). Die beiden Referenzbeispiele Kopenhagen und Den Haag zeigen, wie eine konsequente Rückgewinnung von Freiräumen dazu beiträgt, zukunftsfähigen und lebendigen öffentlichen Raum sicherzustellen. Den historischen Innenstädten kommt dabei ihre gebaute Struktur zugute. Auf menschliche Dimensionen und Geschwindigkeiten ausgelegte Raumfolgen und Proportionen bieten beste Voraussetzungen für fußläufige Erschließungen, für immer wieder neu erlebbare Räume und heterogene Nutzungen. Der Hohe Markt in Wien, über Jahrhunderte wichtigster Platz der Stadt an ihrem Ursprung, wird heute nach wie vor monofunktional für den Verkehr genutzt. Andere Bedürfnisse und Ansprüche werden vernachlässigt. Der von mir ausgearbeitete Entwurf belegt die Möglichkeit, den Ort als zentralen Stadtplatz zu nutzen, wovon alle Akteurinnen und Akteure profitieren. Gestaltung, Strukturierung und Einbindung des Platzes in sein Umfeld basieren auf einer ausführlichen Raumanalyse und berücksichtigen aktuelle Anforderungen.

Zusammenfassung (Englisch)

This thesis examines the reclamation of public spaces for pedestrians in historical city centers like the 1st district in Vienna. On a theoretical basis, a new design concept for the square ‘Hoher Markt in Vienna is presented. The thesis clearly shows how important it is for the future development of city centers to offer adequate, multifunctional and high quality urban open spaces. If a city wants to stay attractive for people, more attention has to be put into pedestrian-friendly environments and people‘s primary needs to public space walking, sitting and lingering (cf. MARCUS, 1998, 29ff). The work also shows which decisive impact changes in society have on the use of urban spaces. In this context the three vital functions of public space market place, meeting place and connection are to be considered and reinterpreted (cf. GEHL, 2006, 6ff; cf. GEHL and GEMZOE, 2006, 10ff). It is important to offer a fair and future-oriented balance between all actors. Alternatives to car traffic should be supported in order to return public space to people. The structure of medieval, slowly grown city centers offers a natural potential to be used and explored walking. Dimensions, distances and proportions are in a moderate, thus human scale. This thesis also explores successful reclamation processes in Copenhagen and Den Haag, two forward looking European cities. Hoher Markt, once the most important square of Vienna at its historic origin, is mainly used for car traffic and as a parking lot today. Other requirements of people are neglected. The new design concept is a timely and pedestrian-friendly solution. Findings from an intense literature review as well as a detailed spatial analysis of the area are the basis of the new spatial concept. The new design illustrates how this place can become a welcoming square and a multifunctional urban space for people again.