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Titelaufnahme

Titel
Ashery Revival - Extraktion von Kalisalzen aus Holz- und Strohasche / eingereicht von: Michael Perner
VerfasserPerner, Michael
Betreuer / BetreuerinHuber-Humer, Marion ; Mostbauer, Peter
ErschienenWien, 2015
Umfang94, 45 Seiten : Illustrationen, Diagramme
HochschulschriftUniversität für Bodenkultur Wien, Univ., Masterarbeit, 2015
Anmerkung
Zusammenfassung in englischer Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (DE)Pottasche, Kalium, Extraktion, Asche, Düngezweck
Schlagwörter (EN)Potassium, Extraction, Potash, Fertilizer
Schlagwörter (GND)Asche / Extraktion / Kalisalze
URNurn:nbn:at:at-ubbw:1-6845 Persistent Identifier (URN)
Zugriffsbeschränkung
 Das Werk ist frei verfügbar
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Ashery Revival - Extraktion von Kalisalzen aus Holz- und Strohasche [3.9 mb]
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

In Österreich fielen im Jahr 2012 laut dem Statusbericht 2013 des Bundesabfallwirtschaftsplans 2011 ca. 120.000 t Holz- und Strohaschen an. Von der entstandenen Menge wurde ca. die Hälfte deponiert, wodurch alle enthaltenen Nährstoffe wie zum Beispiel Kalisalze verloren gehen. Ab Mitte des 18. bis Ende des 19. Jahrhunderts wurden im sogenannten Ashery-Verfahren Kaliumkarbonat, aber auch andere Verbindungen aus Holzaschen extrahiert. Als Lösungsmittel kam Wasser zum Einsatz, da Kalisalze gut wasserlöslich sind. Extraktionsweisen und Eindampfung wurden zunächst noch archaisch durchgeführt, später jedoch in Fabriken optimiert. Durch die Wiederbelebung und Modernisierung dieser Verfahrensweisen könnten die leicht löslichen Kalisalze aus den Aschen, die deponiert werden sollen, extrahiert und zu Düngezwecken verwendet werden. Ziel dieser Arbeit ist es, herauszufinden, inwieweit sich Holz- und Strohaschen aus modernen Biomassefeuerungsanlagen zur Extraktion dieser Nährsalze eignen. Dazu wurde, aufbauend auf historischen Extraktionsweisen und modernen Extraktionsverfahren, eine dem aktuellen Stand der Technik angepasste, mehrstufige Extraktionsmethode gefunden und diese anschließend unter Laborbedingungen nachgestellt. Der Kaliumgehalt der gewonnen Extrakte wurden anschließend mittels Ionenchromatografie ermittelt. Des Weiteren wurde eine Schwermetalluntersuchung durchgeführt und im Hinblick auf Vorgaben der Österreichischen Düngemittelverordnung 2004 und der Österreichischen Deponieverordnung 2008 beurteilt. Grundsätzlich konnten nährstoffreiche Salze mit einem hohen Gehalt an Kalium extrahiert werden, allerdings fiel die Ausbeute an Salzen aus den untersuchten Holzaschen relativ gering aus. Die geprüfte Strohasche lieferte die größere Ausbeute und damit das grundsätzliche Potential für eine wirtschaftliche Extraktion. Die Schwermetallbelastung aller extrahierten Salze war sehr gering, wodurch sie zur Düngemittelherstellung eingesetzt werden können.

Zusammenfassung (Englisch)

According to the status report 2013 of Federal Waste Plan 2011 120.000 t of wood and straw ashes were produced in Austria in 2012. Approximately half of the resulting amount of the ash was deposited, whereby all the nutrients, for example all the potassium salts are lost. From the mid-18th to the end of the 19th century potassium carbonate, but also other potassium compounds were extracted from wood ashes by the so-called Ashery-Process. The solvent that was used for the extraction was water, because the potassium salts are easily soluble in water. In the beginning the extraction and evaporation methods were performed archaic. Later they were optimized in factories. Through the revival and modernization of these methods, the easily soluble potassium salts from the ashes, that would get deposited, could be extracted and used as fertilizer. The aims of this thesis are modernization of the extraction technique, to investigate the amount of salts that can be extracted from wood and straw ash of modern combustion plants and an assessment if the extracted salts can be used as a fertilizer later. Therefore attempts have been made, based on historical and modern extraction techniques, to find an ideal multistage extraction method and to reproduce this under laboratory conditions. The resulting extracts were examined for their content of potassium by ion chromatography. Furthermore, heavy metal analysis was made, and the results assessed by comparison with the Austrian Fertilizer Ordinance 2004 and the Austrian Landfill Ordinance 2008. Principally nutritious salts could be extracted, but the yield of salts for the investigated wood ashes was relatively low. The analyzed straw ashes indicated greater yields, and thus a higher potential for economic extraction. The heavy metal contamination of all of the extracted salt was very low so they can be used for fertilizer production.