Zur Seitenansicht
 

Titelaufnahme

Titel
Anzuchtversuche von Trifolium alpinum (Alpenklee) für die Saatgutproduktion / eingereicht von Evelyn Scherer
VerfasserScherer, Evelyn
GutachterFlorineth, Florin
Erschienen2006
UmfangV, 97 Bl. : zahlr. Ill., graph. Darst., Kt.
HochschulschriftWien, Univ. für Bodenkultur, Dipl.-Arb., 2006
Anmerkung
Zsfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
Bibl. ReferenzOeBB
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)Trifolium alpinum, Alpenklee, Saatgutproduktion, Begrünung
Schlagwörter (EN)Trifolium alpinum, seed production, revegetation
Schlagwörter (GND)Alpenklee / Pflanzenanzucht / Saatgutproduktion
URNurn:nbn:at:at-ubbw:1-6732 Persistent Identifier (URN)
Zugriffsbeschränkung
 Das Werk ist frei verfügbar
Dateien
Anzuchtversuche von Trifolium alpinum (Alpenklee) für die Saatgutproduktion [5.73 mb]
Links
Nachweis
Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Der Einsatz von standortgerechtem Saatgut bringt einen langfristigen Erfolg für die Begrünung von alpinen Hochlagen, wie zahlreiche Autoren aufzeigen konnten. Die Vorliegende Arbeit befasst sich mit der Saatgutproduktion von Trifolium alpinum, da die Anzucht dieser alpinen Pflanzenart erhebliche Schwierigkeiten darstellt. Als Leguminose kann Trifolium alpinum Stickstoff anhand von Knöllchenbakterien binden und besitzt somit eine hohe Aufbaukraft, wenn in Böden schlechte Nährstoffverhältnisse vorherrschen. Außerdem trägt sie durch ihre starke Pfahlwurzel zur Bodenstabilität bei. Gefäßveruche wurden im Land- und Forstwirtschaftlichen Versuchszentrum Laimburg (Südtirol, Italien) durchgeführt, um die Anzucht auf verschiedenen standortfremden (allochthonen) Substraten zu prüfen und die Auswirkungen einer Beigabe von standorteigener Erde (Inokulum) zu testen, sowie mögliche Einflüsse durch Regenwasser und kalkhaltiges Leitungswasser herauszufinden. Die Topfversuche sollten helfen einen geeigneten Standort für den Feldversuch zu finden. Trifolium alpinum erzielte die höchste Biomasse in handelsüblichem Kultursubstrat. Die Beigabe vermochte das Wachstum in den verwendeten Substraten aus Felderde zu steigern. Pflanzen, die ausschließlich in standorteigener Erde herangezogen wurden, erreichten ein sehr niedriges Gewicht. Das Inokulum konnte eine Infektion mit Rhizobienbakterien bewirken. Durch die Bewässerung mit Leitungswasser zeigten die Pflanzen ein geringeres Gewicht, als durch jene mit Regenwasser. Der Feldversuch wird auf 1.600 m ü. d. M. im Forstgarten von Prettau/Ahrntal (Südtirol, Italien) durchgeführt. Pflanzen wurden fünf Monate lang in Rootrainer auf Kultursubstrat mit oder ohne eine Beigabe von standorteigener Erde vorgezogen und dann mit unterschiedlichem Pflanzenabstand in der Reihe ausgepflanzt. Trifolium alpinum müsste die Reihen schnell schließen und dementsprechend schnell wachsen, damit es der Konkurrenz durch die Unkrautpflanzen standhält. Nach 3 Monaten konnte nicht festgestellt werden, welcher Pflanzenabstand (7,5 cm oder 10 cm) ein schnelleres Schließen der Reihen bewirkt. Die Beigabe konnte die Zunahme an Deckung durch Trifolium alpinum nicht erhöhen. Die Unkräuter nahmen allerdings stark an Deckung zu. Die Anzucht in Rootrainer begünstigte das Pflanzenwachstum derart, dass einige Exemplare bereits in der ersten Vegetationsperiode blühten und eine kleine Menge von Samen geerntet werden konnte. Keimtests haben gezeigt, dass die Samen eine Keimruhe besitzen, aber nach einer Skarifikation höchst lebensfähig sind. Durch diese Studie wurden neue Erkenntnisse zur Kultivierung von Trifolium alpinum gewonnen. Möglicherweise wird es in Zukunft gelingen Saatgut dieser Art zu produzieren.

Zusammenfassung (Englisch)

The use of indigenous species is a prerequisite for the achievement of long-term successful restoration of erosion areas above the timberline, which has been demonstrated by numerous authors. The present work focuses on the cultivation and seed propagation of Trifolium alpinum, because this topic involves many difficulties in practice. As a Leguminosae, Trifolium alpinum is able to fix N2 by means of root nodules, thus has positive effects on the amelioration of soil nutrition. Its long and strong taproot permits an effective stabilisation of the ground. Pot experiments were conducted at the Research Centre for Agriculture and Forestry Laimburg (South Tyrol, Italy) to cultivate Trifolium alpinum on diverse allochthonous substrates and to investigate the effect of inoculation with autochthonous soil, as well as the influence of rain and calcareous tap water on the growth of the plant. The pot experiment should additionally assess which field soil is best suited to cultivate Trifolium alpinum for a field experiment. Trifolium alpinum was found to produce the highest biomass in a commercial substrate and the application of a thin layer of autochthonous soil could upgrade the biomass production in the two field soil substrates used. Plants grown in absolute autochthonous soil produced very low biomass. The inoculum induced a rhizoidal infection. As regards the effect of different irrigation waters on the dry matter of the Trifolium alpinum plants, the tap water leads to a decrease in biomass in comparison to rain water. The field experiment is located in Prettau/Ahrntal (South Tyrol, Italy) at 1,600 m a. s. l. First Trifolium alpinum plants were cultivated in rootrainers for the first five month, with and without a layer of autochthonous soil, and afterwards they were planted out in the field with different row spacing. The scope was to find the optimal row space which allows a rapid closing by the plants to diminish weed growth. The results after three month revealed that no spacing was superior to others. Furthermore, the Inoculum did not upgrade the spatial plant growth. In comparison to the dispersion of Trifolium alpinum, the weed cover increased more strongly. The breeding in rootrainers using commercial substrate leads few plants to flower already in the first season. Thus a small quantity of seeds could be harvested. Germination tests demonstrated seed dormancy, but after scarification the majority was able to germinate. This study contributes new findings to the research of seed production of Trifolium alpinum. It is very likely that this kind of seeds will be produced in the near future.