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Titelaufnahme

Titel
Abschätzung des Wasserspeichervermögens der Bodenzone und des Epikarsts am Hochschwabplateau / eingereicht von Thomas Exel
VerfasserExel, Thomas
Betreuer / BetreuerinOttner, Franz ; Wriessnig, Karin
Erschienen2014
Umfang86 Bl. : Ill., graph. Darst.
HochschulschriftWien, Univ. für Bodenkultur, Masterarb., 2014
Anmerkung
Zsfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (DE)Speleologie, Hydrogeologie, Epikarst, Karst, Höhle, Hochschwab, Wiener Wasser, Trinkwasserversorgung, Höhlenforschung
Schlagwörter (EN)Speleology, Hydrogeology, Epikarst, Karst, Cave, Hochschwab, Vienna Water, watersupply
Schlagwörter (GND)Hochschwab / Bodenwasser
URNurn:nbn:at:at-ubbw:1-6672 Persistent Identifier (URN)
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Abschätzung des Wasserspeichervermögens der Bodenzone und des Epikarsts am Hochschwabplateau [64.79 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Das Hochschwabgebiet ist von essentieller Bedeutung für die Wasserversorgung der Stadt Wien. Aus diesem Grund ist der Erforschung der Prozesse vom Niederschlag bis zur Quelle eine besondere Bedeutung zuordenbar, um die einwandfreie Qualität dieses kostbaren Lebensmittels weiterhin zu erhalten. Im Rahmen der vorliegenden Arbeit wurde der Fokus auf das Abflussverhalten des Epikarsts und der Bodenzone gelegt. Hierbei handelt es sich um die oberste Schicht des Karststockes, welche durch den hohen Verwitterungsgrad und demzufolge großen Durchlässigkeiten aufgrund der hohen Trennflächendichte geprägt ist. Als Untersuchungsobjekt wurde die Hirschgrubenhöhle, welche auf dem Hochschwabplateau auf einer Seehöhe von 1895 m.ü.A. liegt, ausgewählt. In einem eingangsnahen Schlot, der bis 6 m unter die Erdoberfläche verfolgt werden kann, wurde das Gerinne gefasst, welches in diesem Schlot abfließt. Das Wasser wurde in ein Messwehr geleitet, in welchem Leitfähigkeits-, Temperatur- und Drucksonde installiert sind. Um das Speichervermögen des Epikarsts und der Bodenzone zu quanitifizieren, war eine direkte Beprobung des Wassers und die Untersuchung der Isotopenzusammensetzung nötig, was bei Regenereignissen im Herbst 2013 stattfand. Es wurden an der Geländeoberfläche Mischproben des Regenwassers und in der Höhle kontinuierlich Wasserproben aus dem Gerinne genommen. Der Durchflussbeginn in der Höhle findet etwa vier Stunden nach Beginn des Regenereignisses statt. Anhand des Vergleichs der Isotopenwerte ließ sich feststellen, dass das Wasser, welches im Gerinne der Höhle auftritt, nicht dem während des Ereignisses gefallenen Niederschlagswasser entspricht. Eine Speicherung in der Bodenzone und im Epikarst, sofern dieser vorhanden ist, von zwei bis vier Wochen ist anzunehmen. Eine bedeutende Speicherfunktion hat der Bodentyp Pechrendzina im Einzugsgebiet. Dieser weist einen Humusgehalt von bis zu 66 Prozent auf und hat somit ein sehr großes Potential zur Wasserspeicherung.

Zusammenfassung (Englisch)

The Hochschwab mountain range is of essential significance for the water supply of the capital city of Austria, because it is the source of the second Vienna water main. Therefore the investigation of the processes from precipitation to the spring is very important to guarantee a blameless quality. Within the scope of this master thesis the focus has been directed towards the drainage processes in the soil and epikarst. The epikarst is the uppermost layer of the carbonatic bed, which is characterized by high weathering and therefore high permeability and a high number of division surfaces. The object of investigation is "Hirschgruben Cave", which is located at the Hochschwabplateau at an altitude of 1895 m.a.s.l. In a shaft close to the entrance with 6 m of rock cover at its highest point a weir was installed at the shaft bottom to measure the discharge. A logger for temperature and electric conductivity was also installed there. For estimating the storage volume of the epikarst and the soil zone a direct water sample taking was carried out in autuum 2013 to investigate the isotopic composition of the water in the cave and of the precipitation. The discharge into the cave starts about 4 hours after precipitation began. According to comparison of the isotopic composition it has been determined that the water in the cave is not precipitation water from the same event. A storage time between two and four weeks can be assumed. A very important factor seems to be the soil in the catchment area of the shaft, which consists of up to 66 percent of humus and has therefore a high capacity for the storage of water.