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Titelaufnahme

Titel
Ressourcenpotential städtischer Verkehrsinfrastruktur am Beispiel der Wiener U-Bahn / eingereicht von Marlies Gamsjäger
VerfasserGamsjäger, Marlies
GutachterFellner, Johann
Erschienen2015
Umfang84 Bl. : Ill., graph. Darst., Kt.
HochschulschriftWien, Univ. für Bodenkultur, Masterarb., 2015
Anmerkung
Zsfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (DE)Urban Mining, Sekundärrohstoffe, Hibernating Stock, Anthropogener Materialbestand, U-Bahn-Infrastruktur
Schlagwörter (EN)urban mining, secondary resources, hibernating stock, anthropogenic material stock, subway infrastructure
Schlagwörter (GND)Wien / Untergrundbahn / Wertstoff / Recycling / Ressourcenökonomie
URNurn:nbn:at:at-ubbw:1-6441 Persistent Identifier (URN)
Zugriffsbeschränkung
 Das Werk ist frei verfügbar
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Ressourcenpotential städtischer Verkehrsinfrastruktur am Beispiel der Wiener U-Bahn [1.84 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

In den letzten Jahrzehnten hat sich Urban Mining zu einer möglichen Strategie im Bereich der Rückgewinnung anthropogener Ressourcen aus urbanen Gebieten entwickelt. In diesem Zusammenhang wurden bereits Studien zur Quantifizierung anthropogener Materialbestände in Gebäuden und ausgewählten Infrastruktureinrichtungen (Straßen, Energieversorgungsnetze) durchgeführt, jedoch weniger im Bereich von U-Bahn-Netzwerken. Die vorliegende Arbeit stellt einen Versuch dar abzuschätzen, in wie weit U-Bahnen als anthropogene Sekundärressourcenlagerstätten dienen können. Nach einer Quantifizierung des verbauten Materialbestandes eines ausgewählten Wiener U-Bahn-Abschnittes, erfolgte eine Darstellung der Inputs und Outputs, die im Rahmen einer kürzlich durchgeführten Sanierung des Abschnittes aus- bzw. eingebaut wurden. Des Weiteren wurden die Lebensdauern einzelner Bauteile erhoben. Aus den Ergebnissen kann zusammengefasst werden, dass überwiegend die Materialien Beton (507.000 t), Stahl und Eisen (124.000 t), Kupfer (630 t) und Aluminium (360 t) im betrachteten U-Bahn-Abschnitt verbaut sind. Hinsichtlich der erhobenen Lebensdauern zeigte sich, dass teilweise die theoretische von der praktischen Lebensdauerangabe abweicht. Mögliche Gründe hierfür können geänderte technische Vorschriften, oder auch bereits stattfindende Sanierungen im Bestand sein. Außerdem konnten Materiallager identifiziert werden, die zwar im Bestand enthalten sind, jedoch keine Funktion erfüllen (Hibernating Stocks). Dabei wurde festgestellt, dass vor allem die fehlende Kosteneffizienz, eingeschränkte Zugänglichkeit und die mangelnde Dokumentation Gründe für deren Entstehung darstellen.

Zusammenfassung (Englisch)

During the last decades urban mining became a possible strategy with regard to the recovery of anthropogenic resources from urban areas. In this context some studies to quantify anthropogenic material stocks have been already carried out for buildings and selected infrastructure facilities (roads, energy supply networks), but to a far lesser extend in connection with subway networks. The present work represents an attempt to determine to which extent subway infrastructures represent an anthropogenic secondary resource deposit. After a quantification of the installed material stock in a selected subway section of the subway network in the city of Vienna, an illustration of the material inputs and outputs during a recently carried out general renovation of this section was done. Furthermore the lifetime of the individual components were examined. Based on the results, it can be summarized that the bulk of the subway section comprises of the materials concrete (507.000 t), steel and iron (124.000 t), copper (630 t) and aluminum (360 t). With regard to the collected data about lifetimes of construction elements in the investigated subway section, it can be shown that in some cases the theoretical lifetime as given in literature differs from the real one. Possible reasons for these deviations could be modified requirements, or already scheduled renovations in the past. Furthermore it was possible to identify material stocks which are included in the inventory, but fulfill no function anymore (hibernating stocks). In this connection it was found out that especially the missing cost-efficiency, limited accessibility and the lack of documentation are the main reasons for their development.