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Titelaufnahme

Titel
Nutzungskonflikte und Lösungsvorschläge für die Naturschutzgebiete Mönchengladbachs : am Beispiel Knippertzbachtal und Mühlenbachtal / Verf.: Andre Seitz
VerfasserSeitz, Andre
Betreuer / BetreuerinSchacht, Hermann
Erschienen2008
Umfang207 Bl. : Ill., graph. Darst., Kt.
HochschulschriftWien, Univ. für Bodenkultur, Dipl.-Arb., 2008
Anmerkung
Zsfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)Nutzungskonflikte, Lösungsvorschläge, Naturschutzgebiete, Mönchengladbach, Knippertzbachtal, Mühlenbachtal
Schlagwörter (EN)Protected nature reserves, Mönchengladbach, Knippertzbachtal, Mühlenbachtal, environmental burdens
Schlagwörter (GND)Mönchengladbach / Naturschutzgebiet / Gefährdung / Braunkohlenbergbau / Abfallbeseitigung / Landwirtschaft
URNurn:nbn:at:at-ubbw:1-6429 Persistent Identifier (URN)
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Nutzungskonflikte und Lösungsvorschläge für die Naturschutzgebiete Mönchengladbachs [7.48 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die Erlenbruchwälder im Knippertzbachtal und Mühlenbachtal sind naturnahe und wertvolle Feuchtgebiete sowie die letzten großflächig und ökologisch intakten Bruchgebiete Nordrhein-Westfalens und Mitteleuropas. Diese Waldgesellschaften sind als Naturschutzgebiete festgesetzt und genießen als Natura 2000-Gebiete europaweiten Schutzstatus. Die beiden Naturschutzgebiete sind trotz der strengen Gebote und Verbote diversen belastenden Einflüssen ausgesetzt. Die Aufgabenstellung liegt darin zu zeigen, wie diese Bereiche effektiver zu schützen und durch welche Maßnahmen die beeinträchtigenden Faktoren abzuschwächen oder zu beseitigen sind. Das Untersuchungsziel ist die Identifitierung der Gefährdungen und das Unterbreiten von Lösungsvorschlägen. Die Ergebnisse der Untersuchung zeigen deutlich, dass noch ein enormes Potential für einen verbesserten Schutz dieser Lebensräume besteht. Mit Hilfe zahlreicher Erhaltungs- und Entwicklungsmaßnahmen würden die derzeitigen Konflikte der Raumstruktur und der Flächennutzung gelöst. Allerdings schwebt mit den genehmigten Braunkohlentagebaugebieten Garzweiler I und II nicht nur über diese beiden Naturschutzgebiete das Damoklesschwert drohender Grundwasserabsenkungen. Die Grundwasserabsenkung bringt erhebliche ökologische Veränderungen mit sich, da schon Änderungen des Wasserstandes im Dezimeterbereich Feuchtgebiete irreversibel schädigen. Deshalb werden dem Bergbautreibenden Gegenmaßnahmen zur Vermeidung bzw. Minimierung dieser Folgen auferlegt. Durch künstliche Versickerungsmaßnahmen wird mit großem technischem und finanziellem Aufwand versucht, diesem Austrocknungseffekt entgegen zu wirken und weitere Beeinträchtigungen zu verhindern. Allerdings ist die ökologische Wirksamkeit der Wassereinleitungen nicht gesichert und der Langzeiteffekt nicht abschätzbar.

Zusammenfassung (Englisch)

The alder swamps of the "Knippertzbachtal" and the "Mühlenbachtal" are invaluable near-natural wetlands. Because such woodlands have been become rare, the Knippertzbachtal and the Mühlenbachtal areas have been designated as protected nature reserves and have been accorded European protection as Natura 2000-sites. Despite the ban on all activities that have negative impact, both nature preserves are exposed to a variety of enviromental burdens. This thesis strives to show, how these areas could be more effectively protected and which methods could reduce or eliminate the relevant burdens. The aim of the study described in this thesis has been to identify what endangers these areas and to propose solutions. The results of the study show, that enormous potential exists for improved protection of these habitats. Through numerous conservation and also development measures, the present problems around regional structure and land use could be solved. However, with the approval of opencast brown coal mining at Garzweiler I and II, a sword of Damocles hangs above more than these two nature reserves, due to the accompanying threat of lowering the groundwater level. Any reduction in the groundwater level would cause considerable ecological change because reductions of only decimetres already damage wetlands irreversibly. The mining company has been obliged to implement measures to avoid or minimize negative impacts. Artificial influent seepage will be implemented with great technical effort and at great cost, in an attempt to counteract dehydration and to prevent further negative impacts. Even so, the ecological effectiveness of the influent seepage measures is not certain, nor can the long-term effectiveness of this strategy be foreseen.