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Titelaufnahme

Titel
Habitatnutzung von Prädatoren des Birkwildes im NSG Lüneburger Heide zur Abschätzung des Prädationsdruckes in Birkwildhabitaten / vorgelegt von: Wiebke Büttner
VerfasserBüttner, Wiebke
Betreuer / BetreuerinHackländer, Klaus
Erschienen2012
Umfang58 Bl. : 1 CD-ROM ; Ill., graph. Darst., Kt.
HochschulschriftWien, Univ. für Bodenkultur, Masterarb., 2012
Anmerkung
Zsfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (DE)Birkwild, Tetrao tetrix, Prädatoren, Wildkameras, Kunstgelege, Rand-Effekt, Biotop-Effekt, NSG Lüneburger Heide
Schlagwörter (EN)Black grouse, Tetrao tetrix, predators, camera traps, artificial nests, edge effect, habitat effect, NSG Lüneburger Heide
Schlagwörter (GND)Lüneburger Heide / Birkhuhn / Raubtiere / Habitat
URNurn:nbn:at:at-ubbw:1-6324 Persistent Identifier (URN)
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 Das Werk ist frei verfügbar
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Habitatnutzung von Prädatoren des Birkwildes im NSG Lüneburger Heide zur Abschätzung des Prädationsdruckes in Birkwildhabitaten [2.38 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Im Rahmen des Birkwild-Forschungsprojektes des Instituts für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung (ITAW) an der TiHo Hannover ist diese Masterarbeit eine erste Datenaufnahme zur Einschätzung des Prädationseinflusses auf die Birkwildpopulation im NSG Lüneburger Heide. Es wurden Heide-, Wald- und Heide-Wald-Randbiotope im Naturschutzgebiet und Agrarflächen außerhalb dessen mit Kunstgelegen zur Einschätzung der Gelegeprädatoren untersucht. Außerdem wurden Wildkameras zur Ermittlung der Nutzungsintensität von Prädatoren eingesetzt. Ziel der Arbeit ist, die Nutzung der vier Biotope durch Prädatoren des Birkwildes zu erfassen, die Prädatoren von Bodengelegen aufzuzeigen und einen möglichen Unterschied in dem Prädationsrisiko von Gelegen an Wegen und abseits derer zu überprüfen. Im Bezug auf die Prädation sollen in dieser Arbeit auch das Modell des „Rand-Effektes“ und das des „Biotop-Effektes“ auf ihre Anwendbarkeit getestet werden. Die erhobenen Daten zeigen einen hochsignifikanten Unterschied zwischen der Anzahl der durch Rabenvögel und der durch Säuger prädierten Kunstgelege (p 0,001); aber keinen signifikanten Unterschied zwischen der Prädation von Kunstgelegen an Wegen und in Flächen (p 0,14). Der Vergleich der Kunstgelege-Daten aus den Heide- bzw. Waldbiotopen mit den Heide-Wald-Randbiotopen zeigt keinen signifikanten Unterschied zwischen der Prädation (p= 0,36). Im Mittel wurden von den Wildkameras in den Heidebiotopen die meisten Bilder/100 Tage gemacht, darauf folgen in abnehmender Reihenfolge die Agrarflächen, die Waldbiotope und die Heide-Wald-Randgebiete. In den Agrarflächen wurden im Schnitt vom Dachs die meisten Bilder gemacht, im Wald vom Rotfuchs, in den Heide-Wald-Randgebieten vom Baum- oder Steinmarder und in der Heide von den Rabenkrähen. Anhand der erhobenen Daten ist kein „Biotop-Effekt“ aber „Rand-Effekte“ nach RIES ET AL. (2004) bei den Kunstgelegen und den Biotopnutzungen durch Baum- oder Steinmarder bzw. Wildschweinen zu erkennen.

Zusammenfassung (Englisch)

As part of the black grouse research project of the ITAW at the University of Veterinary Medicine Hannover, this master thesis is the first data record to estimate the influence of predators on black grouse population in the nature reserve Lüneburger Heide. Three habitats (heather, forest and heather-forest-transition) were surveyed within and agricultural areas outside of the natural reserve. Two distinct methods were used: artificial nests to estimate nest predators and camera traps to determine the activity of predators. The aim of this study is to detect the use of the habitats by predators of black grouse, point out the predators of ground nests and to check a possible difference in the predation risk of ground nests along roads and away from roads. Additionally in terms of predation the model of the "edge effect" and the "habitat effect" should be tested for their applicability in this work. The data shows a highly significant difference between the number of artificial nests predated by corvids and by mammalian (p 0.001) but no significant difference between predation of nests located along roads and in areas (p 0.14). The comparison of data from the artificial nests in heath and woodland habitats with the heath-forest edge habitats showed no significant difference between the predation (p= 0.36). On average most images per 100 days were made by the camera traps in the heath habitats, followed in decreasing order by the agricultural land, forest and the heath-forest-edge habitats. The highest average Trap rate (pictures/100 days) have: the badger in the agricultural habitats, the red fox in the forest, the pine marten and/or beech marten in the heath-forest edges and the carrion crow in the heath habitats. Based on the collected data, no “habitat effect” but “edge effects” after RIES ET AL. (2004) could be recognized by the data of the artificial nests and the Trap rates of the pine and/or beech marten and the wild boar.