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Titelaufnahme

Titel
Fütterungsstrategien für Bioschweine in Österreich bei 100% Biofütterung - Betriebsplanungsrechnungen / Florian Grandl
VerfasserGrandl, Florian
GutachterKirner, Leopold
Erschienen2011
UmfangVIII, 58, 11 Bl. : graph. Darst.
HochschulschriftWien, Univ. für Bodenkultur, Masterarb., 2011
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (DE)Betriebsplanung, Schweine, Biologische Landwirtschaft, Lineare Programmierung, Fütterung
Schlagwörter (EN)operational planning, pigs, organic agriculture, linear programming, nutrition
Schlagwörter (GND)Österreich / Biologische Landwirtschaft / Schweineproduktion / Futtermittel / Ration / Betriebsplanung
URNurn:nbn:at:at-ubbw:1-6150 Persistent Identifier (URN)
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Fütterungsstrategien für Bioschweine in Österreich bei 100% Biofütterung - Betriebsplanungsrechnungen [1 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Das vollständige Verbot von konventionellen Futtermitteln führt in der Bioschweinehaltung zu einer Neuorientierung in der Fütterung. In einer vorangegangenen Arbeit zeigte sich, dass mit Rationen mit leichten Imbalanzen in der Aminosäurenausstattung geringere, jedoch immer noch ansprechende Leistungen erzielt werden können. Für die ökonomische Bewertung dieser Alternative wurden in dieser Arbeit eine optimierte Fütterungsstrategie und eine solche unbalancierte Fütterungsstrategie in Modellbetrieben mit verschiedener betrieblicher Ausrichtung (Mastbetrieb, Ferkelerzeuger, kombinierter Betrieb) verglichen. Die Optimierung der Betriebe erfolgte mit Hilfe der Linearen Programmierung. Die Betriebe mit unbalancierter Fütterungsstrategie erwirtschafteten zwischen 11 und 17 % geringere Gesamtdeckungsbeiträge, wobei der Unterschied bei Mastbetrieb am geringsten und beim Ferkelerzeuger am deutlichsten ausfiel. Wesentlich niedrigere Futterkosten bei einer unbalancierten Fütterungsstrategie waren nicht festzustellen. Der Kostenvorteil beläuft sich in allen Rationen auf weniger als zwei -Cent je kg Futter. Je Mastschwein bedeutet dies Futterkosten von rund 106 in den optimierten und etwa 103 in den unbalancierten Varianten, für die Futterkosten je Sau und Jahr 378 bzw. 357 je Tier. Die unterschiedlichen Fütterungsstrategien bringen kaum Änderungen der Rationen mit sich, da sich mit den verfügbaren Futtermitteln die geplanten maßvollen Unterschreitungen der Rationsanforderungen nur unzureichend realisieren lassen. Die nur geringfügigen Änderungen in der Rationszusammensetzung sind auch Grund dafür, dass sich die Ackernutzung kaum zwischen den Varianten unterscheidet. Eine Fütterung von Bioschweinen mit unbalancierten Rationen und daraus resultierenden Rückgängen der tierischen Leistungen ist aus ökonomischer Sicht nicht sinnvoll ist, da der Erlösrückgang nicht durch Einsparungen bei den Futterkosten oder der Betriebsorganisation kompensiert werden kann.

Zusammenfassung (Englisch)

The complete ban of non-organic feeds in organic pig production leads to a reconsideration of the traditional feeding strategies. Results from a previous study showed that pigs fed with moderately deficient diets still can perform reasonably well. For an economic evaluation of feeding such diets, the use of optimized and imbalanced diets was compared with different model farms (growing-fattening, piglet production and a combination of both). The organization of the farms was optimized with linear programming. Farms operating with an unbalanced feeding strategy generated between 11 and 17 % lower contribution margins with fattening enterprises showing the lowest und piglet producer the highest differences. Considerably lower feed costs of imbalanced diets could not be observed, the difference was less than two -cents per kg feed in all diets. Total feed costs with optimized and imbalanced diets were 106 and 103 per fattening pig and 378 and 357 per sow and year. The different feeding strategies led to almost no differences in diets, as the planned moderate deviations from feeding recommendations could not be implemented with the available feeds. Therefore, land use and farm organization did hardly change. Lower returns from pig sales cannot be compensated with reductions of feeding costs or improved farm organization. From the economic point of view, feeding organic pigs with imbalanced diets and accepting slightly lower animal performance is not recommended.