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Titelaufnahme

Titel
Schutz und Risikomanagement bei Grundwassererfassungen am Beispiel Brunnenfeld Wienerherberg / eingereicht von: Georg Svoboda
VerfasserSvoboda, Georg
Betreuer / BetreuerinHaberl, Raimund
Erschienen2010
UmfangVIII, 98 Bl. : Ill., graph. Darst., Kt.
HochschulschriftWien, Univ. für Bodenkultur, Dipl.-Arb., 2010
Anmerkung
Zsfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)Trinkwasserversorgung, Grundwasserfassung, Wassersicherheitsplan, Brunnenschutzgebiet, Einzugsgebietsmanagement, Risikomanagement
Schlagwörter (EN)Water supply, Water Safety Plan, ground water protection, hazard analysis and critical control points
Schlagwörter (GND)Ebergassing-Wienerherberg / Wasserversorgung / Grundwasserreserve / Grundwasserschutz / Risikomanagement
URNurn:nbn:at:at-ubbw:1-5955 Persistent Identifier (URN)
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Schutz und Risikomanagement bei Grundwassererfassungen am Beispiel Brunnenfeld Wienerherberg [4.33 mb]
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Die Weltgesundheitsorganisation WHO veröffentlichte im Jahr 2004 die 3. Auflage der Leitlinien für die Trinkwasserqualität. Darin wird ein Managementsystem mit der Bezeichnung Wassersicherheitsplan (WSP) vorgestellt, das einen präventiven und risikobasierten Ansatz enthält und der HACCP - Methode folgt. Die zentralen Elemente eines WSP sind eine Systemanalyse, eine Gefahrenidentifikation, die risikobasierte Systembewertung und daraus das Ableiten von mehrstufigen Steuerungsmaßnahmen, beziehungsweise einmaliger Korrekturmaßnahmen. Mit diesen mehrstufigen Steuerungsmaßnahmen im Sinne eines Multibarrierenkonzeptes soll eine potentielle Gefahr für die Trinkwasserqualität zeitgerecht erkannt und mit vordefinierten Handlungen beherrscht werden. Als erste Barriere kommt dem Schutz der Trinkwasserressourcen eine besondere Bedeutung zu. Die gegenständliche Arbeit, deren Bearbeitungszeitraum zwischen März 2007 und Februar 2010 lag, behandelt anhand des Fallbeispiels Brunnenfeld Wienerherberg die exemplarische Anwendung des WSP. Im ersten Schritt wurden die aktuelle Rechtslage in Österreich und die bestehenden Auflagen aus den wasserrechtlichen Bewilligungsbescheiden im Bezug auf präventive Schutzmaßnahmen beleuchtet. Basis der Gefahrenidentifikation war eine detaillierte Beschreibung des Untersuchungsgebiets, sowie die Datenerfassung und Auswertung eines Dauerniederschlags- und Hochwasserereignisses vom September 2007 inklusive einer verdichteten Messkampagne der Brunnenrohwasserqualitäten im Bezug auf mikrobiologische Parameter. Besonderes Augenmerk wurde der Schutzgebietsgestaltung geschenkt, wobei es galt die vertikalen Fließwege und damit die Aufenthaltsdauer des infiltrierenden Oberflächenwassers in der ungesättigten Zone zu erhöhen. Mit Hilfe des risikobasierten Ansatzes des WSP wurden neue Kontrollpunkte entwickelt und entsprechende Überwachungsmechanismen im Sinne eines Einzugsgebietsmanagements vorgeschlagen.

Zusammenfassung (Englisch)

In 2004 the World Health Organization published the 3rd Edition of the Guidelines for Drinking-water Quality. It contains the description of a management system called Water Safety Plan (WSP), which includes a preventive and risk-based approach and follows the concept of Hazard Analysis and Critical Control Points (HACCP). The central elements of a WSP are a system analysis, hazard identification, risk assessment and the development of multi-level control points or one-time corrective actions. With these control measures in terms of the multi-barrier principle, a potential hazard to the drinking water quality should be timely detected and controlled with predefined actions. As a first barrier to protect drinking water resources, the catchment area is of particular importance. The scope of this thesis, which was executed from March 2007 to February 2010, was to analyse the WSP approach and find out its benefits compared to the present situation of groundwater protection for drinking water services. An executed case study shows the exemplarily development of a WSP for two wells in Wienerherberg, Lower Austria. The first step was a research of the current Austrian legal situation and the analysis of the existing requirements in the water act permit of the wells, in relation to preventive safety precautions. The hazard identification is based on a detailed description of the study area, as well as on a data collection and analysis of a duration rainfall and flood event in September 2007, including a series of measurements of the wells raw water quality regarding microbiological parameters. Particular attention was paid to the design of the catchment area, especially to the percolation through the vertical flow paths and the increase of duration of the infiltrating surface water in the unsaturated zone. Using the risk-based approach of the WSP, new control points are developed and an appropriate monitoring-programme is proposed.