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Titelaufnahme

Titel
Erfassung von Klauenveränderungen im Rahmen der Klauenpflege : Ergebnisse einer Pilotstudie sowie Optimierung und Standardisierung der Datenerfassung im Projekt "Gesundheitsmonitoring Rind" in Österreich / eingereicht von Marlene Maier
VerfasserMaier, Marlene
Betreuer / BetreuerinWinckler, Christoph
Erschienen2009
Umfang90 Bl. : Ill., graph. Darst.
HochschulschriftWien, Univ. für Bodenkultur, Dipl.-Arb., 2009
Anmerkung
Zsfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)Klauenerkrankungen, Klauenveränderungen, Datenerfassung, Prävalenz, Risikofaktoren, Anbindestall, Laufstall, Klauenpflege
Schlagwörter (EN)claw lesions, claw disorders, recording, prevalence, riskfactors, tie stall, free stall, claw trimming
Schlagwörter (GND)Österreich / Rind / Klauenpflege / Klauenkrankheit / Erfassung
URNurn:nbn:at:at-ubbw:1-5926 Persistent Identifier (URN)
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Erfassung von Klauenveränderungen im Rahmen der Klauenpflege [1.37 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Im Rahmen des österreichischen ZAR Projektes „Gesundheitsmonitoring Rind“ werden seit 2006 Gesundheitsdaten (hauptsächlich Eutergesundheit- und Fruchtbarkeit) in einer zentralen Datenbank erfasst. Da auch die Klauengesundheit nicht nur wirtschaftlich sondern auf für das Wohlbefinden des Tieres eine wichtige Rolle spielt, und diese durch Selektion basierend auf Klauenerkrankungen verbessert werden kann, sollen in Zukunft auch Informationen aus der Klauenpflege in der Zuchtwertschätzung berücksichtigt werden. In der vorliegenden Pilotstudie wurde die Klauenerkrankungserfassung im Rahmen der Klauenpflege getestet und die Daten ausgewertet. Die Daten von 1029 Milchkühen (überwiegend der Rasse Fleckvieh) aus 19 Anbinde- und 26 Laufstallbetrieben wurden innerhalb von 17 Monaten von zwei Klauenpflegern erfasst. Die häufigsten Klauenerkrankungen waren Klauenrehe (16,1 %), Sohlengeschwür (9,2 %), Ballenhornfäule (2,2 %) und Dermatitis digitalis (1,6 %). Die Prävalenzen wurden deskriptiv in Abhängigkeit von verschiedenen Haltungsparametern (Haltungssystem, Laufstallbodentyp, Anbindestandtyp, Weidegang) und der Laktationszahl der Tiere beschrieben. Für Klauenrehe und Sohlengeschwür wurden außerdem Risikofaktorenmodelle berechnet. Die Wahrscheinlichkeit für Klauenrehe war bei Kühen in Laufställen ohne Weidegang viermal so hoch wie bei Kühen in Laufställen mit Weidegang (OR=4,1, p<0,05). Auch Saison-Jahr hatte einen signifikanten Einfluss. In Lauf- und Anbindeställen hatte der Laufstallboxentyp bzw. Anbindestandtyp nur auf Sohlengeschwür einen tendenziellen Effekt. Weiterhin wurde eine standardisierte und einfach umsetzbare Erfassung von Daten aus der Klauenpflege mithilfe eines vereinfachten Diagnoseschlüssels und eindeutiger Definitionen entwickelt.

Zusammenfassung (Englisch)

In the course of the Austrian project ”Gesundheitsmonitoring Rind”, disease treatments (mainly udder problems and fertility) have been recorded in a central database since 2006. A new development was to also include data on claw health, which not only has considerable impact on dairy economics and animal welfare but may furthermore be improved through breeding selection. The aims of this study were to test the recording of claw diseases during claw trimming and analyse the collected data regarding disease causes. Data from 1029 animals (mainly Austrian Fleckvieh) from 26 free stall and 19 tie stall herds were collected by two claw trimmers during a 17 months period. The most prevalent diseases were laminitis (16.1 %), sole ulcer (9.2 %), heel-horn erosion (2.2 %) and digital dermatitis (1.6 %). The prevalence of these diseases was descriptively compared for different housing conditions (housing system, type of free stall flooring, type of tie stall, pasture access) and parity. Furthermore, risk factor models were calculated for laminitis and sole ulcer. In free stall barns, odds for laminitis were four times higher for animals with pasture access than for animals without pasture access (OR=4.1; p<0.05). Season/year was a significant confounder. In free and tie stall barns the type of stall, tended to have an impact on sole ulcer. Furthermore a standardized and more practical recording system with a simplified scoring key and clear definitions has been developed.