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Titelaufnahme

Titel
Lokales Wildpflanzenwissen in der Region Donauschlinge, OÖ : Cultural Domain Analysis, Weitergabe des Wissens, Motive und Spezialisierung der Sammlerinnen und Sammler / eingereicht von Johannes Trautendorfer
VerfasserTrautendorfer, Johannes
GutachterArnberger, Arne
Erschienen2011
Umfang103 Bl. : Ill., graph. Darst.
HochschulschriftWien, Univ. für Bodenkultur, Masterarb., 2011
Anmerkung
Zsfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (DE)Lokales Wissen, Oberösterreich, Wildpflanzen, Donauschlinge, Cultural Domain Analysis, SECI-Modell, Spezialisierung, Ethnobotanik;
Schlagwörter (EN)local knowledge, Upper Austria, wild gathered plants, Danube loop, cultural domain analysis, SECI-model, recreation specialization, ethno botany;
Schlagwörter (GND)Schlögener Schlinge / Wildpflanzen / Sammeln / Lokales Wissen / Wissensvermittlung
URNurn:nbn:at:at-ubbw:1-5782 Persistent Identifier (URN)
Zugriffsbeschränkung
 Das Werk ist frei verfügbar
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Lokales Wildpflanzenwissen in der Region Donauschlinge, OÖ [2.33 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Lokales Wildpflanzenwissen stellt eine bedeutende Ressource einer Region dar. Es gilt, das vorhandene Wissen zu dokumentieren und die Transmissionsvorgänge zu kennen. Die Menschen mit ihren unterschiedlichen Motiven und Einstellungen sind dabei Speichermedium und Prozessoren. In dieser Arbeit wird das Wissen um die Wildpflanzensammlung durch die Befragung von 22 SammlerInnen aus der Region Donauschlinge mittels Cultural Domain Analysis, Freelisting und strukturierten Interviews erhoben. Die Weitergabe des lokalen Wissens wird erforscht und mit dem betriebswirtschaftlichen SECI Modell verglichen. Mit Hilfe der Motive und dem Konzept der Spezialisierung in Freizeitaktivitäten entlang der vier Dimensionen Verhalten, Wissen, Identifikation und Investitionen werden die SammlerInnen in Gruppen eingeteilt. Es zeigte sich dabei, dass sich die Wildpflanzensammlung im Umbruch befindet. Die HausgebrauchssammlerInnen stehen dabei für die traditionelle Sammelkultur, während die „neuen SammlerInnen“ externe Einflüsse zeigen. Wildpflanzensammlung ist keine Frauendomäne mehr und wird als Freizeitaktivität betrachtet. Lokales Wissen besteht im Gegensatz zum wissenschaftlichen Wissen, aus viel implizitem Wissen und wird hauptsächlich in der Familie weitergegeben. Mit 142 dokumentierten Sammelpflanzen zeigte sich ein überdurchschnittliches Wissen über Wildpflanzen, welche meist für die Zubereitung von Getränken oder Speisen verwendet werden. Die Menschen sammeln meist aus ideellen Gründen und kaum aus wirtschaftlichen Motiven. Die große Wertschätzung für Wildpflanzen birgt nachhaltiges Wertschöpfungspotential für die Region. Für die Wissensweitergabe wird eine verstärkte Berücksichtigung des lokalen Wissens in den Bildungsinstitutionen empfohlen. Der multidisziplinäre Zugang zeichnet ein sehr umfassendes Bild der Bedeutung des lokalen Wissens in der Region und ist ein viel versprechendes Methodenkonzept für weitere Arbeiten.

Zusammenfassung (Englisch)

Local knowledge on wild gathered plants is a very important resource for a region. Thus it has to be documented. There is a need for research on transmission as well as on the people who acquire and spread this knowledge. The survey was done with 22 gatherers by cultural domain analysis, freelisting and structured interviews. The transmission of knowledge was asked and compared with the business-management SECI Model. Gatherers were grouped through the motives and the concept of recreation specialization with its four dimensions behaviour, knowledge, commitment and investment. Local knowledge on wild gathered plants is changing. I found traditional gatherers as well as “new gatherers”, who show significant external influences. Gathering wild plants is not anymore only a womans domain. It is seen as a leisure time activity. In contrast to scientific knowledge, local knowledge has a lions share of implicit knowledge. It is passed on within the families. I found a superior number of 142 gathered plants in the region and they are mainly used for drinks and food. People gather for ideally reasons, hardly for economic motives. As a result I can recommend increasing local knowledge involvement in institutional education. The high valuation of the wild plants has a sustainable potential for creating economic value. With the multidisciplinary approach an all-embracing picture of the local knowledge has been drawn. The method can be applied on further research.