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Titelaufnahme

Titel
Geomorphology and building stock of Húsavík, North Iceland : a uniform GIS database for application in earthquake hazard and seismic risk modeling / written by Peter Waltl
VerfasserWaltl, Peter
Betreuer / BetreuerinFiebig, Markus ; Doscher, Crile ; Halldórsson, Benedikt
Erschienen2013
UmfangXI, 123 Bl. : Ill., graph. Darst., Kt.
HochschulschriftWien, Univ. für Bodenkultur, Masterarb., 2013
Anmerkung
Zsfassung in dt. Sprache
SpracheEnglisch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (DE)Bodenverflüssigung, Erdbebengefahr, Geologie, Geomorphologie, Húsavík, Húsavík Flatey Verwerfung, ICEARRAY II, Island, Gravitative Massenbewegung, Seismisches Risiko, Tjörnes-Bruchzone
Schlagwörter (EN)Earthquake Hazard, Geology, Geomorphology, Húsavík, Húsavík Flatey Fault, ICEARRAY II, Iceland, Gravitational Mass Movement, Seismic Risk, Soil Liquefaction, Tjörnes Fracture Zone
Schlagwörter (GND)Húsavik / Erdbebenvorhersage / Modellierung
URNurn:nbn:at:at-ubbw:1-5442 Persistent Identifier (URN)
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Geomorphology and building stock of Húsavík, North Iceland [18.04 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Aufgrund seiner Lage am Mittelatlantischen Rücken sind seismische Aktivitäten in Island stets präsent und stellen eine fortwährende Bedrohung für die Bevölkerung dar. Die Húsavík-Flatey Verwerfung (HFF), die unmittelbar durch die Kleinstadt Húsavík verläuft, bildet eine der größten Transformstörungen der Insel. Laut aktuellen Forschungen entspricht das seismische Potential der HFF einem Mw 6,8 Erdbeben. Lokale Unterschiede in der Geologie und Geomorphologie sowie ein diverser Gebäudebestand können zu Unterschieden im lokalen seismischen Risiko führen. Im laufenden ICEARRAY II Projekt wird versucht, diese lokalen Unterschiede in Húsavík zu quantifizieren. Das Ziel der vorliegenden Arbeit ist, wertvolle Erkenntnisse zum ICEARRAY II Projekt beizusteuern. Das Augenmerk wird dabei besonders auf die geomorphologischen Phänomene und Prozesse in der urbanen Umgebung gerichtet. Neben primären Erdbebengefahren wird besonders auf sekundäre Auswirkungen wie gravitative Massenbewegungen oder Bodenverflüssigung eingegangen. Zusätzlich wird eine georeferenzierte Gebäudedatenbank mit Informationen zu Alter, Baumaterial und Nutzung angelegt. Datenanhäufung, -Analyse, -Interpretation und -Kommunikation basieren auf Literaturrecherche, Feldarbeit und zahlreichen GIS-Anwendungen. Die Ergebnisse werden in Karten dargestellt. Die Erkenntnisse aus der Arbeit erlauben relative Abschätzungen der potentiellen primären und sekundären Erdbebengefahren. Zonen mit erhöhtem primärem Erdbebeneffektpotential sind jene der sedimentären Ablagerungen sowie jene auf Hügeln oder entlang von Hangrücken. Hotspots für sekundäre Erdbebengefahren sind wassergesättigte Sedimentlagen (Bodenverflüssigung) und die Hänge und Klippen entlang der Küste bzw. in der montanen Umgebung (gravitative Massenbewegungen). Die Überblendung der Zonen mit unterschiedlichen potentiellen Erdbebengefahren mit den Ergebnissen aus der Gebäudeanalyse erlaubt die Abschätzung von relativen Unterschieden des seismischen Risikos.

Zusammenfassung (Englisch)

Owing to Icelands position on the Mid Atlantic Ridge, seismic activity is fairly present on the island and poses a constant threat for its inhabitants. The town of Húsavík is situated on the Húsavík-Flatey Fault (HFF), one of the largest active transform faults in Iceland. Recent research concludes that currently the HFF has the potential for an Mw 6,8 earthquake. Differences in the local geology and geomorphology and a diverse building stock may lead to differences in local earthquake hazards and seismic risks. The ongoing ICEARRAY II project aims at quantifying these differences within the town of Húsavík. The purpose of this thesis is to contribute to this task with special respect to site-specific situations and the present building stock. Besides the surface geology, it brings the geomorphological features and processes found in Húsavík into focus. Special attention is paid to secondary earthquake hazards such as soil liquefaction or landslides. Additionally, a georeferenced building data-base containing information on building age, material and usage has been created. Acquisition, analysis, interpretation, and communication of the data are based on a literature review, an extensive field survey and GIS-applications. The results of the study are presented in maps. In conclusion, the interpretations allow for relative estimations of local variations of primary and secondary earthquake hazard potentials. Areas with an increased potential for primary earthquake hazards can be found especially in the sedimentary units of Húsavík and on tops and along ridges of hills and slopes. Hotspots for secondary earthquake hazards are fully water saturated sedimentary areas (soil liquefaction potential) and the slopes and cliffs along the coast and the mountainous surroundings (landslides). Overlaying the areas of high earthquake hazard potential with the building stock criteria allow for outlining areas with relative differences in seismic risks.