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Titelaufnahme

Titel
Lawn Tennis - die vergessene Leidenschaft : der "weiße Sport" in den Schlossgärten der Aristrokratenfamilien Esterházy und Batthyány / vorgelegt von: Marianne Zak
Weitere Titel
Lawn Tennis - the forgotten passion
VerfasserZak, Marianne
GutachterFlorineth, Florin ; Drexel, Anita
Erschienen2014
Umfang199 S. : zahlr. Ill, graph. Darst., Kt.
HochschulschriftWien, Univ. für Bodenkultur, Masterarb., 2014
Anmerkung
Zsfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (DE)Rasentennis, Tennisplatz, Tennisplatz-Bau, Esterházy, Batthány, Schlossgarten, Tennisgeschichte
Schlagwörter (EN)lawn tennis, tennis court, manor house garden, tennis history, Esterházy, Batthány
Schlagwörter (GND)Schlosspark / Tennis / Rasenplatz / Geschichte 1860-1910
URNurn:nbn:at:at-ubbw:1-5245 Persistent Identifier (URN)
Zugriffsbeschränkung
 Das Werk ist frei verfügbar
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Lawn Tennis - die vergessene Leidenschaft [10.68 mb]
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Durch die Erforschung der ehemaligen Lawn Tennis Plätze in den Schlossgärten der Aristokratenfamilien Esterházy und Batthyány an der derzeitigen österreichisch-ungarischen Grenzte rückt in dieser Masterthesis anders als in den kunsthistorischen Abhandlungen historischer Gärten die sportliche Nutzung der Parks und die aktive Erlebbarkeit derer in den Vordergrund. Als Hauptziel der Arbeit wurde der Nachweis einstiger Tenniscourts und darüber hinaus ihre bestmögliche Dokumentation definiert. Ende der 1860-er Jahre nahm das Sportspiel Lawn Tennis seinen Anfang in England und feierte 1873/74 seinen gesellschaftlichen Durchbruch. Bereits in den 1880-er Jahren wurden Tennisplätze in den Schloss- und Palais-Gärten der k. u. k. Monarchie etabliert. Die Bauweise der Courts war vielfältig, die Suche nach geeigneten Spieloberflächen brachte eine Vielzahl an Varianten hervor. Dabei ermöglicht die Erscheinungschronologie der einzelnen Spielbeläge die ungefähre zeitliche Zuordnung der Courts. Bei neun von den dreizehn untersuchten Anlagen konnte die Existenz eines bis zum Zweiten Weltkrieg erbauten Tenniscourts belegt werden. In den weiteren Fällen liegen Indizien für das einstige Vorhandensein eines Spielfeldes vor, jedoch sind die Hinweise nicht eindeutig. Bei sechs von den neun belegten Tennisplätzen konnten auch Daten über den Spielbelag ermittelt werden. Ausstattungselemente oder deren Reste blieben nicht erhalten. Von den nachweisbaren Spielplätzen existiert derzeit kein einziger mehr, ihre Stelle im Garten ist zugewachsen oder sogar verbaut. Diese Bilanz unterstreicht abermals die Dringlichkeit der weiteren Suche nach Lawn Tennis-Courts und deren Ausstattungselemente in Schlossgärten sowie ihre Erforschung aus bau-und gartenhistorischer Sicht. Denn diese rasch in Vergessenheit geratenen Spielstätten prägten nicht nur die einstige häusliche Geselligkeit, sondern sind auch wichtige Zeitzeugen des Einzugs des Sports in den Schlossparks im XIX. Jahrhundert.

Zusammenfassung (Englisch)

The present thesis undertakes a closer look at the former lawn tennis courts of the aristocratic families of Esterházy and Batthyány located near what is now the border between Austria and Hungary.The approach to historical gardens proposed in this masters thesis is aiming to study the parks in question from the point of view of how they are/were actively experienced and utilized as places of leisure. The main goal of the thesis is to verify the existence of the former tennis courts and provide the best possible documentation thereof. The emergence of lawn tennis began in England at the end of the 1860s. The new game celebrated its social breakthrough in 1873-74. Lawn tennis courts at the estates of the aristocracy on Austro-Hungarian soil were established already in the 1880s. The first archetypes of temporary English lawn courts were soon followed by the durable hard courts, better suited to the continental climate. The continual search for ever better surfaces led to a high degree of variety among construction methods over time, also making their dating possible. In nine of the thirteen manor house gardens, the existence or rather the establishment of tennis courts up to the Second World War could be proved. In the other cases, evidence of former courts exists yet is inconclusive. The surface material of approximately six courts could also be identified. Court furnishings and their rests have not survived in any of the cases. From the ascertained nine courts none exist today. These results underscore the increasing importance and urgency of further research on former tennis courts and their furnishings in manor house gardens, both from the point of view of garden history and landscaping. These forgotten courts not only played an important role in private social life at the time of their construction; they also bear important witness today to the emergence of modern sports in the palace gardens of the late 19th century.