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Titelaufnahme

Titel
Einstellung der Rehwildwinterfütterung in einem niederösterreichischen Gebirgsrevier und deren Auswirkung auf die Raumnutzung, Bejagbarkeit und Nahrungswahl des Rehwildes / von Andreas Berger
VerfasserBerger, Andreas
GutachterReimoser, Friedrich
Erschienen[2011]
Umfang125 Bl. : Ill., graph. Darst., Kt.
HochschulschriftWien, Univ. für Bodenkultur, Dipl.-Arb., 2011
Anmerkung
Mit engl. Zsfassung
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)Rehwild Winterfütterung Gebirgsrevier Nahrungswahl Raumnutzung
Schlagwörter (EN)roedeer feeding mountainous activity range
Schlagwörter (GND)Lilienfeld <Region> / Reh / Winter / Futteraufnahme / Räumliche Verteilung
URNurn:nbn:at:at-ubbw:1-5161 Persistent Identifier (URN)
Zugriffsbeschränkung
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Einstellung der Rehwildwinterfütterung in einem niederösterreichischen Gebirgsrevier und deren Auswirkung auf die Raumnutzung, Bejagbarkeit und Nahrungswahl des Rehwildes [19.27 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die Einstellung der Rehwildwinterfütterung im Winter 2003/ 04 in einem Forstbetrieb in den niederösterreichischen Kalkalpen wurde im Rahmen dieser Diplomarbeit untersucht. Die Grundlage für die Untersuchung bildet eine Vergleichsanalyse der Lebensumstände des Rehwildes in den Jahren 2003 und 2004 in zwei geographisch getrennten Untersuchungsgebieten (Trauch, Tiefental). Dabei wurden die Raumnutzung mit Hilfe einer Losungszählung und einer Wechselkartierung, die Bejagbarkeit mit der Analyse der Abschusslisten von 2003 bis 2009 und die Nahrungswahl mit Hilfe von Panseninhaltsanalysen untersucht. Der Einfluss der Buchenmast, Schnee- und Temperatursituation und des Rotwildes auf das Rehwild wurde ebenso beurteilt. Aufgrund der Topographie und des Bewuchses können die Einstandsmöglichkeiten als gut bezeichnet werden. Durch den sehr geringen Anteil von Kräutern im Bewuchs und die Nahrungswahl der Rehe während es Winters ist das natürliche Nahrungsangebot in beiden Untersuchungsgebieten als schlecht zu beurteilen. Nach Einstellung der Fütterung ändert sich die räumliche Verteilung des Wildes in beiden Gebieten in unterschiedlicher Weise. Starke Wildkonzentrationen sind nicht mehr zu beobachten. Im Tiefental wird das gesamte Untersuchungsgebiet vom Rehwild genutzt. In der Trauch wurden nur in Gebieten mit verfügbarer Äsung mehrere kleinere Wildkonzentrationen festgestellt. Der Einfluss des Rotwildes in der Trauch bewirkt, dass Rehwild im Gegensatz zum Tiefental im Winter abwandert. Da die Lebensbedingungen im Winter aufgrund der Ernährungssituation und des strengen Klimas in beiden Gebieten als schlecht einzustufen sind, kommt es nach einer längeren Phase ohne Buchenmast und Fütterung zu einer starken Reduktion der Rehwilddichte. Rehwild kann in den beiden Untersuchungsgebieten zwar ohne Fütterung überleben, die Dichte sinkt jedoch so stark ab, dass eine jagdliche Nutzung im vorherigen Ausmaß nicht mehr möglich ist.

Zusammenfassung (Englisch)

Supplementary feeding of game animals like Red and Roe deer in autumn and winter is a traditional method in the Austrian hunting system. In mountainous regions the feeding period lasts for 6 month and is very expensive. The forest company “Wittgenstein” in a mountainous region of Lower Austria has decided to stop feeding roe deer during winter. This diploma thesis analyses the changes in feeding habits, activity range and hunting of Roe deer after terminating feeding. The investigation took place in two different areas (Trauch, Tiefental) by counting droppings, mapping deer passes, analysis of the hunting bags and the analysis of the paunch contents of 10 roe deer. During the feeding period there was an intensive concentration of Roe deer in the area close to the feeding stations. After stopping to supply food to Roe deer in winter 2003/ 04, the animals changed their activity ranges. Some regions with little concentration of Roe deer could still be found in the area Trauch. On these points it was easier to find some fodder during the winter time. In the area Tiefental Roe deer occupied the whole investigation area. The Red deer influence on Roe deer can be discerned by local distribution, although the investigation areas are quite different. In Trauch the Red deer influence is quite intense. Accordingly, Roe deer withdraw from its retreat areas. In Tiefental, where the Red deer influence is less, the Roe deer gets by with beech tree fruits during the winter period, although there is no additional food provided. Since the additional feeding during the winter period has been stopped in 2003/ 04, there has been enough time to draw conclusions regarding the Roe deer itself and its damage to the forest. Due to the harsh general living conditions regarding (nutrition and climatic situation), roe deer retreat from the investigation areas after a time. As a consequence hunting Roe deer is not of economic interest any more. In conclusion, stopping the additional feeding during the winter period is possible in both investigation areas. Additional feeding only makes sense if Roe deer is planned to be established as a main game animal.