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Titelaufnahme

Titel
Beziehungen von Stoffwechselerkrankungen und Merkmalen aus der Milchleistungskontrolle in der Rasse Fleckvieh / vorgelegt von Simon Ederer
VerfasserEderer, Simon
GutachterFürst-Waltl, Birgit ; Zollitsch, Werner
Erschienen2014
Umfang45 S. : Ill., graph. Darst.
HochschulschriftWien, Univ. für Bodenkultur, Masterarb., 2014
Anmerkung
Mit engl. Zsfassung
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (DE)Stoffwechselerkrankungen, Milchleistungsmerkmale, genetische Parameter, Fleckvieh,
Schlagwörter (EN)metabolic diseases, milk performance traits, genetic parameter, Simmental cattle,
Schlagwörter (GND)Fleckvieh / Stoffwechselkrankheit / Milchleistung
URNurn:nbn:at:at-ubbw:1-5146 Persistent Identifier (URN)
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Beziehungen von Stoffwechselerkrankungen und Merkmalen aus der Milchleistungskontrolle in der Rasse Fleckvieh [1.35 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Im Jahr 2010 wurde eine Zuchtwertschätzung für die direkten Gesundheitsmerkmale Mastitis, frühe Fruchtbarkeitsstörungen, Zysten und Milchfieber beim Fleckvieh als Teil der österreichisch-deutschen Zuchtwertschätzung eingeführt. Um diese auch im Gesamtzuchtwert zu berücksichtigen, wurde im Jahr 2013 ein Fruchtbarkeitsindex und ein Eutergesundheitsindex eingeführt. Ein Index für Stoffwechselerkrankungen (SWE) wurde bis jetzt nicht entwickelt, da dafür die genetischen Beziehungen zwischen den SWE und möglichen Hilfsmerkmalen fehlten. Insgesamt 12.512 Diagnosen von SWE und mehr als zwei Millionen Probemelkungsergebnisse von validierte Betriebe standen zur Verfügung. Nach allen Einschränkungen konnten 118.237 Beobachtungen auf der Grundlage elektronisch übermittelter Tierarzt Diagnosen, die zwischen 2006 und Januar 2013 erhoben wurden, verwendet werden. Die SWE Pansenübersäuerung (ACI), Labmagenverlagerung (ABO), Milchfieber (FEV), Ketose (KET) und der stoffwechselbedingte Abgang (CUL) wurden als binäre Merkmale (0/1 oder gesund/krank) in bestimmten Zeiträumen definiert. Die Frequenzen der SWE waren 0,08%, 0,02%, 2,75 %, 0,56% und 0,51 % für ACI, ABO, FEV, KET und CUM. Da die SWE vor allem zu Beginn der Laktation auftreten, wurden Leistungsmerkmale aus der ersten Probemelkung als Hilfsmerkmale herangezogen: Fett-, Eiweiß-, Laktose- und Harnstoffgehalt (UREA) der Milch sowie die errechneten Quotienten aus Fett-Eiweiß (F:E1), Fett-Laktose (F:L1) und Eiweiß-Laktose (E:L1). Aus der zweiten Probemelkung wurden nur die errechneten Quotienten herangezogen. Genetische Korrelationen und Heritabilitäten wurden mit einem linearen Tiermodel geschätzt. Die genetischen Varianzen für ACI und ABO waren nahe Null und wiesen hohe Standardfehler auf. Die Heritabilitäten für FEV, KET und CUM waren 0,034, 0,008 bzw. 0,006. Es zeigte sich, dass F:E1 ein geeignetes Hilfsmerkmal für FEV, KET und CUM ist. Zusätzlich könnten auch F:L1 und UREA berücksichtigt werden.

Zusammenfassung (Englisch)

In 2010, a routine genetic evaluation for the direct health traits mastitis, early fertility disorders, ovarian cysts and milk fever was introduced for Fleckvieh as part of the joint Austrian-German genetic evaluation. In order to include direct health traits in the total merit index, a female fertility index and an udder health index were additionally implemented in 2013. For metabolic disorders, no such index has been developed yet. Thus, genetic relationships between metabolic disorders and possible auxiliary traits needed to be investigated. In total, 12512 diagnoses for metabolic disorders and more than two million test day records were available for validated farms. After all restrictions, 118,237 records based on electronically transmitted veterinarian diagnoses could be used which had been collected between 2006 and January 2013Metabolic disorders for rumen acidosis (ACI), displaced abomasum (ABO), milk fever (FEV), ketosis (KET) and culling due to metabolic disease (CUM) were defined as binary traits (0/1 or healthy/diseased) in specific time periods. The frequencies of the metabolic disorders were 0.08%, 0.02%, 2.75%, 0.56% and 0.51 % for ACI, ABO, FEV, KET and CUM, respectively. As metabolic disorders mainly occur at the start of lactation, first test-day performance traits were considered as auxiliary traits: fat, protein, lactose and urea content (UREA) of the milk, and the calculated ratios of fat-protein (F:P1), fat-lactose (F:L1) and protein-lactose (P:L1). For the second test day only ratios were considered. Genetic correlations and heritabilities were estimated with a linear repeatability animal model. For the low frequency traits ACI and ABO, genetic variances were close to zero with high standard errors. Heritabilities for FEV, KET and CUM were 0.034, 0.008 and 0.006, respectively. Heritabilities and genetic correlations indicated that the F:P1 ratio is a possible auxiliary trait for FEV, KET and CUM. Additionally, F:L1 and UREA could be considered.