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Titelaufnahme

Titel
DynaLearn - identifying causal relations of bioenergy production in the potential floodplain / by Maria Zacharias
VerfasserZacharias, Maria
Betreuer / BetreuerinMuhar, Susanne
Erschienen2011
Umfang125 S. : Ill., graph. Darst.
HochschulschriftWien, Univ. für Bodenkultur, Masterarb., 2011
Anmerkung
Mit dt. Zsfassung
SpracheEnglisch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (DE)Bioenergieproduktion, Erneuerbare Energien, Bioenergie, Energiepflanzen, Kurzumtriebsplantagen, Maisanbau, Wasserrahmenrichtlinie, Richtlinie Erneuerbarer Energien, Gemeinsame Agrapolitik, ÖPUL, Natura 2000, Pappelplantagen, Gewässerrandstreifen, Fließgewässermanagement, Fließgewässerestauration, Miscanthus, Potentielle Augebiete, Drüsiges Springkraut, Japanischer Staudenknöterich, DynaLearn, EU Forschungsrahmenprogramm, qualitative Modelle
Schlagwörter (EN)DynaLearn, bioenergy production, bioenergy, renewable energies, biofuel, biogas, energy plant, short rotation coppice, short rotation poplar, maize, miscanthus, Himalayan balsam, Japanese knotweed, flood protection, buffer strip, floodplain, EU Directive on Renewable Energies, EU Water Framework Directive, Common Agricultural Policy, Cross Compliance, Agri-Environmental Program, water management, river-floodplain restoration, Natura 2000, qualitative reasoning, EU Framework Program
Schlagwörter (GND)Österreich / Energiepflanzenbau / Konventioneller Landbau / Sozialökologie / Fließgewässer / Aue / Computersimulation
URNurn:nbn:at:at-ubbw:1-5108 Persistent Identifier (URN)
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DynaLearn - identifying causal relations of bioenergy production in the potential floodplain [4.34 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Um die Vorgaben der EU Wasserrahmenrichtlinie zu erfüllen, sollen alle Fließgewässer bis 2015 beziehungsweise spätestens 2027 zumindest einen guten ökologischen Zustand beziehungsweise ein gutes ökologisches Potential erreichen. Dieses Ziel einzuhalten erfordert jedoch teils umfangreiche Verbesserungen des Zustandes zahlreicher österreichischer Gewässer. Dafür sind diverse Maßnahmen auch in Hinblick auf die landwirtschaftliche Nutzung erforderlich, um beispielsweise den stofflichen Eintrag zu minimieren sowie die dynamische Entwicklung von Fließgewässern durch angepasste Nutzungen wiederum zu ermöglichen. Entsprechend der 2009 in Kraft getretenen EU Richtlinie zu Erneuerbaren Energien, gilt es in Österreich den Anteil an Erneuerbaren Energien weiter zu erhöhen, wobei der Gewinnung von Bioenergie aus landwirtschaftlicher Produktion große Ausbaupotentiale zugesagt werden. Dies würde jedoch zwangsläufig zu einer weiteren Intensivierung der Landwirtschaft führen, was auch zunehmende Flächenkonkurrenz zwischen Landwirtschaft und Fließgewässermanagmement zur Folge haben kann. Mit Hilfe der neu entwickelten Modellierungs-Software DynaLearn (Prototyp Software; Bredeweg, 2009) werden in dieser Arbeit die sozio-ökologische Folgewirkungen des konventionellen Bioenergieanbaus für die Fließgewässer und deren Auenbereiche modellhaft abgebildet und dabei spezifiziert. Darauf aufbauend werden mögliche Synergien zwischen Anbau von Bioenergiepflanzen und Fließgewässerrestauration modelliert und beschrieben. Demzufolge von besonderer Bedeutung für eine nachhaltige Entwicklung kann die energetische Nutzung von endemischen Pflanzen an Gewässerrandstreifen sowie die Nutzung von standortgerechter Vegetation, wie etwa von extensiv bewirtschaftetem Grünland, zukommen. Auch die Nutzung von häufig aufkommenden Neophyten, wie zum Beispiel des Drüsigen Springkrauts, oder des Japanischen Staudenknöterichs, kann zu Synergien zwischen Produktion von Bioenergie und den Anforderungen eines integrativen Fließgewässermanagements positiv beitragen. Die mit Hilfe der DynaLearn Software entwickelten Modelle erweisen sich hierbei als nützliche Werkzeuge, um komplexe Zusammenhänge näher zu beleuchten und zu verstehen. Somit kann DynaLearn Anwendern dabei helfen, Lösungen zu finden und wichtige Entscheidungen zu treffen.

Zusammenfassung (Englisch)

The EU Water Framework Directive sets the target to meet at least good ecological status or good ecological potential of all rivers by 2015 respectively 2027. Therefore, rivers with moderate to bad status have to be restored. To achieve this target, also agricultural use has to be changed, for example to minimize nutrient inputs as well as to re-initiate dynamic processes and at the same time adapt agricultural land use practices. According to the EU Directive on Renewable Energies, which came into force in 2009, Austria emphasizes to increase the share of renewables, in which agricultural bioenergies have high development potentials. As a consequence, an intensification of agriculture is expected; also leading to an increasing land use conflict between agriculture and river management. The newly established modelling software DynaLearn (prototype software; Bredeweg, 2009) enables to generate and display basic causal models about socio-environmental effects of bioenergy production in the potential floodplains. Based on the thereby gained knowledge, possible synergies between bioenergy production and river-floodplain restoration can be identified: A sustainable alternative to currently prevailing agricultural bioenergy plants, such as maize or short rotation poplar may be the utilization of endemic plants at buffer strips and the use of cutting from extensively cultivated riverine grasslands. Another alternative is the energy recovery of riverine neophytes, such as the Himalayan balsam or the Japanese knotweed. The models developed with the help of DynaLearn software proved to be a strong tool in explaining complex relations. Therefore, DynaLearn can contribute in decision support as well as decision making.