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Titelaufnahme

Titel
Physiologische Untersuchungen an Herpotrichia juniperi (Duby) Petrak aus unterschiedlichen Höhenstufen / von Christoph Huber
VerfasserHuber, Christoph
Begutachter / BegutachterinHalmschlager, Erhard
Betreuer / BetreuerinHalmschlager, Erhard
Erschienen2014
UmfangVII, 58 Bl. : Ill., graph. Darst.
HochschulschriftWien, Univ. für Bodenkultur, Masterarb., 2014
Anmerkung
Zsfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (DE)Schwarzer Schneeschimmel Herpotrichia juniperi Wachstum Mittelgebirgsform subalpine Form Pyrenochaeta
Schlagwörter (EN)brown felt blight Herpotrichia juniperi growth montane type subalpine type Pyrenochaeta
Schlagwörter (GND)Nadelbaum / Mykose / Schneeschimmel / Subalpine Stufe / Mittelgebirge / Physiologie
URNurn:nbn:at:at-ubbw:1-4958 Persistent Identifier (URN)
Zugriffsbeschränkung
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Physiologische Untersuchungen an Herpotrichia juniperi (Duby) Petrak aus unterschiedlichen Höhenstufen [3.6 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Der Schwarze Schneeschimmel, Herpotrichia juniperi, ist eine Pilzerkrankung der nördlichen Hemisphäre, die in den Hochlagen Mitteleuropas große Schäden an Jungpflanzen von Fichte, Latsche, Zirbe und Wacholder verursacht. Eine Untergliederung dieser Pilzart in zahlreiche Unterarten wird zwar vermutet, bisher ist jedoch noch wenig darüber bekannt. Neueste Erkenntnisse deuten darauf hin, dass an Fichte zwei morphologisch trennbare Gruppen des Schwarzen Schneeschimmels auftreten: Die in höheren Lagen vorkommende „subalpine Form“ besitzt vorwiegend 4-zellige Ascosporen während die in tieferen Lagen anzutreffende „Mittelgebirgsform“ meist 5-zellige Sporen aufweist. Darauf aufbauend wurde in dieser Arbeit untersucht, ob sich beide Formen anhand ihrer in vitro Wachstumsraten bei unterschiedlichen Temperaturstufen unterscheiden lassen. Des Weiteren wurde getestet, ob sich Isolate von unterschiedlichen Wirtsbaumarten in ihrer Wachstumsgeschwindigkeit unterscheiden. Die durchgeführten Wachstumsversuche zeigten jedoch, dass sich das Myzelwachstum von Fichtenisolaten der „subalpinen Form“ von jenem der „Mittelgebirgsform“ bei den einzelnen Temperaturstufen nur wenig unterscheidet. Eine Anpassung beider Formen an ihre unterschiedliche Höhenverbreitung konnte anhand ihres in vitro Wachstums somit nicht festgestellt werden. Deutlichere, wenn auch nicht signifikante Unterschiede lieferte der Vergleich des Wachstums von Isolaten unterschiedlicher Baumarten. Hierbei wiesen Isolate von Wacholder ein deutlich geringeres Wachstum auf als Isolate von Fichte und Latsche, welche sich ihrerseits nur wenig voneinander unterscheiden. Dieses Ergebnis legt nahe, dass Herpotrichia-Isolate von Wacholder einen eigenen Komplex aus wenigen kryptischen Arten darstellen könnten. Darüber hinaus zeigten morphologische Untersuchungen der Ascoporen, dass sie während ihres Reifungsprozesses in Länge und Breite zunehmen und dass die reifen, dunkelbraunen Dauerformsporen die reifen, hyalinen Sporen in ihrer Breite übertreffen. Weiters konnte festgestellt werden, dass die Ascosporen von Picea abies ein signifikant größeres Länge/Breite Verhältnis aufweisen als jene von Pinus mugo. Im Zuge der Arbeit konnte auch das asexuelle Stadium des Schwarzen Schneeschimmels, das bisher erst einmal beobachtet wurde und welches der Gattung Pyrenochaeta angehört, untersucht werden.

Zusammenfassung (Englisch)

Herpotrichia juniperi, the causal agent of brown felt blight, is one of the most serious diseases in Central Europe at higher elevations and is able to cause severe damages on Norway spruce, Mountain pine, Swiss stone pine and Common juniper. It is very likely that H. juniperi consists of several subspecies or cryptic species, but there is still some need for further research. Latest scientific findings suggest that H. juniperi can be divided in two morphological groups: The so called “subalpine type” mostly occurs at higher elevations and predominantly forms four-celled ascospores. The “montane type” develops at lower altitudes and generally forms more elongated, five-celled ascospores. Referring to these findings, the growth rate of these two groups has been studied at different temperatures. Also the differences between the growth rates of isolates from Norway spruce, Mountain pine and Common juniper had been analyzed. The analyses showed that the growth rates of H. juniperi-Isolates belonging to the „subalpine type“, are very similar to those of the „montane type”. An adaptation of both types to their different distribution areas could not be observed by means of their growth in vitro. More distinct, but also not significant differences were found when the growth rates of isolates from different tree species were compared. Isolates from Common juniper showed considerably lower growth rates than isolates of Norway spruce or Mountain pine whereas the growth rates of the last two species were comparatively similar. These results lead to the assumption, that Herpotrichia-isolates from Common juniper form a discrete complex of a few cryptic species. Morphological analyzes of ascospores showed, that the spores grow in length and width during maturation. Measurements indicated that the mature, hyaline spores of H. juniperi become thicker when they change their color from hyaline to dark brown due to sun exposure. Furthermore the study showed that mature ascospores, formed on spruce twigs, have a significant higher length to width ratio than spores that developed on infected pine twigs. The asexual stage of the brown felt blight which was only examined once in literature and belongs to the genus Pyrenochaeta, could also be observed and examined on Petri dishes.