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Titelaufnahme

Titel
Experimente zu Drift und Strandung von Äschenlarven (Thymallus thymallus L.) in Schwallversuchsrinnen / verf. von Nora Fohler
VerfasserFohler, Nora
GutachterSchmutz, Stefan ; Zeiringer, Bernhard
Erschienen2013
Umfang107, XIII S. : Ill., graph. Darst., Kt.
HochschulschriftWien, Univ. für Bodenkultur, Masterarb., 2013
Anmerkung
Zsfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (DE)Schwall Äsche (Thymallus thymallus) Drift Strandung Versuchsrinnen
Schlagwörter (EN)hydropeaking grayling (Thymallus thymallus) drift stranding experimental channel
Schlagwörter (GND)Wasserkraftwerk / Schwall / Äsche / Larve / Populationsdynamik
URNurn:nbn:at:at-ubbw:1-4868 Persistent Identifier (URN)
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Experimente zu Drift und Strandung von Äschenlarven (Thymallus thymallus L.) in Schwallversuchsrinnen [1.03 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Ziel der Arbeit ist, die Drift und die Strandung von Äschenlarven (Thymallus thymallus L.) unter Schwallbedingungen zu untersuchen. Die getestete Hypothese besagt, dass die Dichte früher Larvenstadien der Fischart durch Schwall-Sunk-Ereignisse reduziert wird, indem sie bei Schwall abgedriftet werden und bei Sunk stranden. Das Alters- und Entwicklungsstadium der eingesetzten Fische erstreckt sich über den Zeitraum unmittelbar nach der Emergenz aus dem Schotterkörper bis zum Erreichen einer durchschnittlichen Körpergröße von 31 mm. Die Versuche wurden in Lunz am See (Niederösterreich) in der HyTEC Versuchsanlage (Hydromorphological and Temperature Experimental Channel) durchgeführt. Zum Einsatz kommen zwei Versuchsdesigns. Das erste Versuchsdesign ist so gestaltet, dass ein Unterschied zwischen einer Referenzsituation und einem simulierten Schwallszenario berechnet wird. Das zweite Versuchsdesign zielt auf direkte Beobachtung von Strandung ab. Es wurden verschiedene Anstiegs- und Abstiegsgeschwindigkeiten getestet. Die Drift und die Anzahl jener Äschen, welche nach Beenden eines Versuchs noch in der Rinne schwammen, wurden mittels Zählung erfasst. Strandungszahlen wurden einerseits berechnet und andererseits im zweiten Versuchsdesign direkt beobachtet. Die Ergebnisse zeigen einen statistischen Unterschied zwischen der Schwall- und der Referenzsituation: In der Referenzrinne verbleiben insgesamt mehr Fische und es driften weniger Äschen aus der Rinne. Es konnte nicht nachgewiesen werden, dass sich die Driftzahlen je nach An- und Abstiegsgeschwindigkeiten ändern. In Versuchen, bei denen die Strandung berechnet wurde, unterschied sich die Strandung nicht zwischen Schwall- und Referenzsituation. Allerdings ergaben die Strandungsbeobachtungsversuche, dass bei höheren Abstiegsgeschwindigkeiten mehr Äschen stranden. Es zeigte sich, dass die Äschen mit zunehmender Körpergröße besser mit dem Schwall-Sunk-Ereignis umgehen konnten.

Zusammenfassung (Englisch)

This thesis deals with drift and stranding of larval grayling (Thymallus thymallus L.) under hydropeaking conditions. The tested hypothesis is that the abundance of fishlarvae is reduced due to pulsed flows and sudden flow decreases caused by hydropower plants. The tests were run at the Hydromorphological and Temperature Experimental Channel in Lunz am See (Lower Austria) with grayling immediately after emergence up to a body length of 31 mm. In the first experimental design a difference between a reference situation and the simulated hydropeaking condition was measured. In the second experimental design fish stranding was observed. We tested different up-ramping rates and down-ramping rates. Drifted fish and those fish which remained in the channel were counted. The number of fish stranded was calculated. Whereas in the experiments of the second experimental design fish were observed while stranding and numbers were taken down. The results indicate that there is an influence of hydropeaking conditions on grayling: More fish remained in the channel under reference condition and the amount of drifting fish was lower. At the same time we found no evidence that the numbers of drifting grayling larvae change with different up-ramping rates or down-ramping rates. In those experiments where stranding rates were calculated the amount of stranded fish was the same under reference and hydropeaking conditions. In experiments where fish stranding was directly observed we found that stranding increased with increasing down-ramping rate. It turns out that the ability of grayling to cope with hydropeaking conditions improves with increasing size.