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Titelaufnahme

Titel
Biologisch-dynamische Landwirtschaft in Niederösterreich : Motive der Umstellungsentscheidung, Werte, Akzeptanz, Anthroposophie und Einschätzung der Entwicklung des Biolandbaus / Martina Polt
VerfasserPolt, Martina
GutachterVogl, Christian R.
Erschienen2010
Umfang107 Bl. : Ill., graph. Darst.
HochschulschriftWien, Univ. für Bodenkultur, Masterarb., 2010
Anmerkung
Zsfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (DE)Biologisch-dynamische Landwirtschaft Landwirtschaftlicher Kurs Rudolf Steiner Anthroposophie Motive biologisch-dynamisches Wirtschaften Umstellungshemmnisse biologische Landwirtschaft Werte Akzeptanz biologisch-dynamische Wirtschaftsweise Konventionalisierung biologische Landwirtschaft Qualitative Forschung
Schlagwörter (EN)biodynamic farming Anthroposophy motives biodynamic farming barriers conversion organic farming values acceptance biodynamic farming conventionalisation organic farming qualitative research
Schlagwörter (GND)Niederösterreich / Biologisch-dynamische Wirtschaftsweise / Bauer / Entscheidung / Wertorientierung
URNurn:nbn:at:at-ubbw:1-4828 Persistent Identifier (URN)
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Biologisch-dynamische Landwirtschaft in Niederösterreich [1.73 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die Anzahl biologisch-dynamischer Betriebe ist im Vergleich zur Gesamtzahl an Biobetrieben in Österreich gering. Welche Motive sind für die biologisch-dynamische Bewirtschaftungsform ausschlaggebend und welche Werthaltungen haben biologisch-dynamische Bäuerinnen und Bauern? Wie ist der Zugang dieser Bäuerinnen und Bauern zur Anthroposophie und wie schätzen sie die gegenwärtige Situation und zukünftige Entwicklung der biologischen Landwirtschaft ein? Auf der Grundlage qualitativer Forschung wurden biologisch-dynamisch wirtschaftende Bäuerinnen und Bauern von zehn niederösterreichischen Betrieben in semi-strukturierten, leitfadengestützten Interviews befragt. Häufige Motive für biologisch-dynamisches Wirtschaften waren Ökologie, betriebliche Weiterentwicklung sowie die praktische Umsetzung dieser Bewirtschaftungsform. Weiters geht es den Befragten um eine betriebliche bzw. überbetriebliche Weiterentwicklung sowie um den Aufbau und die Belebung des bewirtschafteten Bodens. Bei den persönlichen Werten standen Unabhängigkeit und Selbstbestimmtheit, die Familie sowie die persönliche Weiterentwicklung und ein verantwortungsvolles Handeln im Vordergrund. Betreffend die Akzeptanz der biologisch-dynamischen Wirtschaftsweise gaben vor allem die seit längerem wirtschaftenden Bäuerinnen und Bauern an, dass diese inzwischen höher sei als am Beginn. Bezüglich des anthroposophischen Zugangs sehen sich die erst seit kurzem biologisch-dynamisch wirtschaftenden Personen als noch am Anfang stehend, während die erfahrenen Bewirtschafter ein umfassenderes Wissen bzw. tiefer gehendes Verstehen der Materie zeigen. Im Hinblick auf die derzeitige Entwicklung des Biolandbaus äußerten die Befragten vorwiegend negative Tendenzen: Die Vernachlässigung der Grundwerte, eine vermehrte Zulassung externer Betriebsmittel und ein möglicher finanzieller Aspekt als ausschlaggebender Umstellungsgrund auf biologisches Wirtschaften wurden sehr kritisch betrachtet.

Zusammenfassung (Englisch)

Compared with the total number of farmers engaged in organic farming in Austria, the number of people concerned with biodynamic farming is rather small. So, what are the underlying motives and values of farmers for biodynamic cultivation? And what is the farmers anthroposophical approach to the method? How do these farmers assess the present situation as well as future developments in the field of organic farming? On the basis of qualitative research a number of semi-structured interviews with countrymen and -women from ten different farms located in Lower Austria were conducted. The interviews were carried out by means of an interview guide and exclusively addressed people engaged in biodynamic farming. As to the motives for biodynamic farming, ecological aspects, internal advancement and the effective implementation of the method were in the foreground. Furthermore, the interviewees highlighted the importance of external advancement as well as the careful and ecological cultivation of the soil. As regards personal values, independence and self-determination, family and personal advancement as well as taking on responsibility seem to be important. According to experienced farmers, the acceptance of biodynamic farming has improved. However, being accepted has become less important for farmers at the same time. The results of the interviews prove that experienced farmers engaged in biodynamic farming have a considerable knowledge of the anthroposophical approach to the farming method whereas the newcomers try to become familiar. In general, farmers are not satisfied with the current developments in organic farming: Negligence of core values, an increased accreditation of external resources as well as financial incentives as the decisive factor for a changeover to organic farming have been considered critically.