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Titelaufnahme

Titel
Benthic invertebrate primary colonization of two experimental channels in Lunz am See, Austria / verf. und eingereicht von Dominik Schranz
VerfasserSchranz, Dominik
Betreuer / BetreuerinMoog, Otto ; Graf, Wolfram
Erschienen2012
Umfang110 S. : Ill., graph. Darst.
HochschulschriftWien, Univ. für Bodenkultur, Masterarb., 2012
Anmerkung
Zsfassung in dt. Sprache
SpracheEnglisch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (DE)Makrozoobenthos, Schwall, Experimentierrinnen, Besiedlung
Schlagwörter (EN)benthic invertebrates, pulse-release, experimental channels, colonization
Schlagwörter (GND)Lunz am See / Fließgewässer / Makrozoobenthos / Artenreichtum / Populationsdichte / Populationsdynamik
URNurn:nbn:at:at-ubbw:1-4724 Persistent Identifier (URN)
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Benthic invertebrate primary colonization of two experimental channels in Lunz am See, Austria [6.12 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die Masterarbeit befasst sich mit der Erstbesiedlung zweier künstlich angelegter Fließwasserrinnen in Lunz am See (Niederösterreich) durch das Makrozoobenthos. Es handelt es sich um Experimentierrinnen zur Untersuchung der Auswirkungen von hydrologischen Schwankungen auf aquatische Organismen. Die mit Flusssediment gefüllten Rinnen werden über zwei Rohrleitungen direkt aus dem Lunzer Untersee gespeist und wurden am 9. September 2011 erstmals durchflutet. Die Makrozoobenthos-Probenahmen erfolgten mit einem Kasten-Sampler (500 m Maschenweite) in Abständen von rund zwei bis vier Wochen bis zum 10. April 2012. Während des Untersuchungszeitraums wurden in beiden Rinnen Schwallereignisse initiiert, in der orographisch linken jedoch deutlich seltener als in der rechten. In allen Proben waren sowohl Abundanz als auch Biomasse deutlich geringer als in den Proben aus einem Vergleichsgewässer (Unterer Lunzer Seebach); die beiden Rinnen unterschieden sich aber kaum in ihrer Besiedlung. Die Fauna beider Rinnen wurde von Chironomiden dominiert. Eine Bestimmung der Chironomidenlarven der letzten Probenahme ergab eine ausgeprägte Dominanz verschiedener Arten der Gattung Diamesa. Es konnte gezeigt werden, dass Besiedlung durch Eiablage sehr wahrscheinlich die quantitativ wichtigste Form der Besiedlung war und dass Pionier-Taxa charakteristische Eigenschaften haben, welche diesen Besiedlungsweg begünstigen. Besiedlung durch Drift, Flussauf-Wanderung und Besiedlung aus dem Flusssediment von Larven kann in diesem konkreten Fall eine untergeordnete Bedeutung beigemessen werden. Die festgestellten Dominanzverhältnisse könnten aber auch ein Resultat der eingeschränkten Besiedelungsmöglichkeiten oder der regelmäßigen Störungen in den Rinnen sein.

Zusammenfassung (Englisch)

The master thesis deals with the primary colonization of two man-made experimental channels in Lunz am See (Lower Austria) by benthic invertebrates. These channels were created to investigate the effects of pulse-release on aquatic organisms. Water is supplied directly from the lake Lunzer See via two pipelines and flow through the channels started on the 9th of September 2011. Macrozoobenthos-sampling was conducted monthly until the 10th of April 2012 using a box-sampler (500 m mesh-size). During the sampling period the channels were subject to repeated pulse-releases, which occurred more often in the orographically right channel. All samples from the channels showed explicitly lower abundance and biomass than the reference samples from river Unterer Lunzer Seebach which parallels the channels. However, development of colonization was very similar in both channels. Chironomids dominated the fauna in the experimental channels. Identification of Chironomid larvae of the last sampling date showed distinct dominance of several species of the genus Diamesa. This study showed that colonization through oviposition most probably was the quantitatively most important path for colonization and that pioneer taxa show characteristic traits which support this way of colonization. Drift, upstream migration and colonization from the sediment are of minor importance in this particular case. Dominance of Diamesa spp. could either be a result of limitation in sources of colonists or disturbances in the channels.