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Titelaufnahme

Titel
Variabilität der Botrytis-Fäulnis im Raum Retz im Jahr 2006 / eingereicht von Florian Hanousek
VerfasserHanousek, Florian
Betreuer / BetreuerinRedl, Helmut
Erschienen2008
Umfang65 Bl. : Ill., graph. Darst., Kt.
HochschulschriftWien, Univ. für Bodenkultur, Dipl.-Arb., 2008
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)Botrytis cinerea, Grauschimmel, Weinbau, Variabilität, Frühjahrsbodenbearbeitung, Laubarbeit, Traubenansatzregulierung, Weinviertel
Schlagwörter (EN)viticulture, Botrytis cinerea, first time soil interference, foliage treatment, grape reduction, variability
Schlagwörter (GND)Retz <Region> / Weinrebenkrankheit / Botrytis cinerea / Pilzbefall / Schwankung / Geschichte 2006
URNurn:nbn:at:at-ubbw:1-4587 Persistent Identifier (URN)
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Variabilität der Botrytis-Fäulnis im Raum Retz im Jahr 2006 [2.18 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Im Jahr 2006 wurde die Variabilität im Auftreten des Grauschimmelerregers Botrytis cinerea im Weinbaugebiet Weinviertel im relativ kleinräumigen Gebiet des Retzer Landes an insgesamt 18 Standorten bei den Sorten Grüner Veltliner, Zweigelt, Blauer Burgunder sowie Rheinriesling erhoben, insbesondere hinsichtlich der Auswirkungen der Frühjahrsbodenbearbeitung (Umbruchzeitpunkt und Einsaat einer Frühjahrsbegrünung), der Laubwandgestaltung (alle Triebe im Spalierdrahtrahmen oder nur 1/3 der Triebe, Zeitpunkt des Wipfelns, Entgeizen der Traubenzone) und der Traubenansatzregulierung. Als Untersuchungsparameter dienten hierbei Triebwachstum, Blattfläche, Beerenreifeverlauf, Traubenfäule, Traubenertrag und Weinqualität. Durch die Frühjahrsbodenbearbeitung ergaben sich Einflüsse im Beerenreifeverlauf, Botrytisbefall und im Traubenertrag. Die Faktoren Standort und Sorte zeigten jedoch größere Auswirkungen auf die Parameter als die einzelnen Bodenpflegevarianten selbst. Durch eine lockere, gut luft- und lichtdurchlässige Laubwandgestaltung konnte bei der Drittelteilung der Laubwand und dem Entgeizen der Traubenzone eine deutliche, aber nicht immer statistisch abgesicherte, Reduktion im Botrytisbefall festgestellt werden, und zwar bei gleichbleibender Qualität des Traubengutes. Als besonders wirksam gegen den Grauschimmel stellte sich die Fruchtansatzregulierung zum Zeitpunkt der Schrotkorngröße (BBCH 73) in Form des Traubenteilens heraus. Hierbei wurde der Ertrag nicht nur am meisten reduziert, sondern auch der Befall durch Botrytis cinerea war signifikant niedriger. Zusammenfassend zeigte sich, dass die Variabilität des Botrytisbefalls durch sehr viele weinbauliche Eingriffe bestimmt wird, letztendlich aber primär von äußeren, standortspezifischen Faktoren wie Boden, Sorte und besonders der Witterung des jeweiligen Jahrganges abhängt.

Zusammenfassung (Englisch)

In 2006 the variability in the appearance of Botrytis cinerea, in the wine-growing area “Weinviertel” in a total of 18 locations (varieties “Grüner Veltliner”, “Zweigelt”, “Blauer Burgunder”, “Rheinriesling”) were examined; especially the effects of different soil tillage methods (layout time and seed of peas and Phacelia), different foliage treatment (all shoots fixed in the trellis or only 1/3 of the shoots, time of the first shortening, defoliation in the grape zone) and grape reduction. In this study shoot growth, berry maturity, grape yield, fruit juice parameters like acidity and sugar content, the appearance of grey mould caused and the quality of wine was investigated. Because of the influence of the first soil tillage in spring differences in the berry maturity, yield and in infestation with Botrytis were observed. The aim of foliage treatment should be a loose, well aerial-permeable and diaphanous foliage wall. Reduction in the infestation with Botrytis could be ascertained during the trials of 1/3 of the shoots fixed in the trellis and defoliation in the grape zone, but not always statistically secured, The grape-parting appeared as especially effective against grey mould at the time of the groats-grain-size (BBCH 73). Yield was reduced mostly by this method, but also the infestation with Botrytis cinerea was significantly lower in comparison to the method of removing grapes. To sum up it appeared that all treatments have an influence on the variability of Botrytis cinerea infestation, but it is even more influenced by specific external factors of the locations like soil properties, the variety and from the annual weather and precipitation.